Furazolidon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Nitrofuranderivate und Oxazolidine.

Gewinnung und Darstellung Furazolidon kann durch eine mehrstufige Reaktion beginnend mit der Reaktion von 2-Hydrazinoethanol mit Diethylcarbonat gewonnen werden. rahmenlos|hochkant=3.5|Synthese von Furazolidon

Eigenschaften Furazolidon ist ein gelblicher kristalliner Feststoff, der wenig löslich in Wasser ist. Es dunkelt in starkem Licht nach und zersetzt sich durch Alkalien.

Verwendung Furazolidon ist ein Breitspektrumantibiotikum mit antiprotozoischer und antibakterieller Wirkung. Es wird zur Behandlung von Bakterien- und Protozoeninfektion im Darmbereich beim Menschen sowie in der Veterinärmedizin eingesetzt.

Das Wirkspektrum von Furazolidon umfasst Giardien, Trichomonaden, Kokzidien, Vibrio cholerae sowie viele Stämme von E. coli, Enterobacter, Campylobacter, Salmonella und Shigella.Pharmakologie: Wirkstoff: Furazolidon - Pharmakologie, abgerufen am: 31. Januar 2024.

Die Anwendung von Furazolidon bei Tieren, die Lebensmittel liefern, wurden von der EU bereits im Jahr 1995 verboten.BfR: Nitrofuran, abgerufen am: 31. Januar 2024.

Die Verbindung wurde ab 1952 in der Veterinärmedizin eingesetzt und im selben Jahrzehnt später auch beim Menschen. In der Humanmedizin wird es inzwischen nur noch begrenzt verwendet.

Unerwünschte Wirkungen Die Verabreichung von Furazolidon an Patienten mit essentieller Hypertonie führte zu einer ausgeprägten Überempfindlichkeit gegenüber Tyramin und Amphetamin, zu einer Hemmung der intestinalen Monoaminoxidase und zu einer erhöhten Tryptaminausscheidung im Urin.774. Furazolidone (WHO Food Additives Series 31), abgerufen am: 31. Januar 2024.

In einer Studie von 1982 wurde über eine leichte, reversible Verminderung der Futteraufnahme und Gewichtszunahme sowie einen möglichen Einfluss auf die Thiaminverwertung bei Geflügel berichtet.B. H. Ali, A. L. Bartlet: Anorexia and antagonism of thiamin utilization in poultry treated with furazolidone. In: Quarterly journal of experimental physiology. Band 67, Nummer 3, Juli 1982, S. 437–448, , PMID 7111664.

Sicherheitshinweise Es sind Kontaktallergien bekannt, die nach versehentlichem Kontakt beobachtet wurden.

Regulierung Über den Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act of 1986 besteht in Kalifornien seit 1. Januar 1990 eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Flunisolid enthalten.

Einzelnachweise

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