mini|Ueli Augsburger (1992) Ulrich Werner AugsburgerSchweizerisches Handelsamtsblatt SHAB vom 24.11.2022, Nr. HR02-1005611575. (* 19. April 1941 in Bümpliz; heimatberechtigt in Langnau im EmmentalDer hinkende Bot 1993, S. 50.) ist ein Schweizer Politiker.
Karriere und Leben Augsburger wurde in Bümpliz geboren, liess sich zum Mechaniker ausbilden und erwarb am Technikum in Biel ein Diplom als Maschineningenieur HTL.Augsburger 1983, S. 380. Später studierte er an der Universität Bern Betriebswissenschaft und promovierte 1975 zum Dr. rer. pol. Er war 1976 Sektionschef Stab der Gruppe Generalstabsdienstehttps://dodis.ch/R25958 des damaligen Militärdepartements. Er ist Mitglied der Schweizerischen Volkspartei (SVP). In den Jahren 1977 bis 1983 war Augsburger Mitglied des Berner Stadtrats.https://www.bern.ch/open-government-data-ogd/ogd-nach-themen/stadtarchiv-ogd/download-zusammensetzung_der_behoerden_1832_bis_2005-ogd/stadtrat---stadtratinnen-und-stadtrate-1888-bis-2005.txt/download 1981 war er Initiant und Präsident des Vereins für die Errichtung eines schweizerischen Armeemuseums.Später Verein Schweizer Armeemuseum; 1983 war er Major der Infanterie und Mitglied des Grossen Rats des Kantons Bern. Als Grossrat war er Mitglied der besonderen Untersuchungskommission (BUK), welche die Berner Finanzaffäre untersuchte. Von 1986 bis 1994 war er Regierungsrat des Kantons Bern. Das Magazin Finanz und Wirtschaft würdigte Augsburger und reihte ihn 1988 in die 100 Mächtigsten der Schweiz ein: «Augsburger ist der starke Mann der Berner Regierung wenngleich er gegen aussen diesen Eindruck vermeidet. Strahlt den diskreten Charme der Macht aus. Hat das bürgerliche Lager nach der Finanzaffäre wieder aufgepäppelt. Konziliant.» 1989 war er Regierungspräsident des Kantons Bern.
Augsburgers Finanz- und Steuerpolitik war umstritten, insbesondere die Steuersenkungen für Unternehmungen als Wirtschaftsförderung, und in diesem Zusammenhang die Gewährung von Krediten durch die Berner Kantonalbank an den Spekulanten Werner K. Rey. Die Eidgenössische Bankenkommission erhob gegenüber des Bankausschusses der Kantonalbank, dem Augsburger angehört hatte, schwere Vorwürfe, die allerdings in einem weiteren, durch den Solothurner Regierungsrat Alfred Rötheli verfassten Bericht relativiert wurden. In einem späteren, durch den Basler Juristen und Politiker Andreas Gerwig verfassten Gutachten wurde Augsburger vorgeworfen, er habe im Zusammenhang mit der Krise um die Geschäfts- und Kreditpolitik der Kantonalbank zu Beginn der 1990er-Jahre zu wenig informiert. 1993 trat Augsburger als Regierungsrat zurück, nachdem die Parteileitung ihn nicht für eine erneute Kandidatur als Regierungsrat empfohlen hatte.
Ueli Augsburger engagiert sich für den Schiesssport. Er war Präsident der Stadtschützen Bern.https://www.ogb.ch/kontakt/13-berichte/blog/53-seid-einig-200-jahre-stadtschuetzen-bern.html Seit 2019 ist er Präsident des Vereins Historische Schützen Schweiz.https://www.swissshooting.ch/de/news/aktuelles/2019/09_september/historische-schuetzen/
Quellen
Das Porträtfoto wurde bereits 1981 im Schweizer Soldat veröffentlicht, siehe Schweizer Soldat 1981/56, S. 6. Augsburger, Ueli (Dossier) im Katalog des Schweizerischen Bundesarchivs Augsburger, Ueli, Dr., Finanzdirektor BE im Katalog des Archivs für Zeitgeschichte Augsburger, Ueli (1941- ) im Katalog der Schweizerischen Nationalbibliothek Porträtfoto auf e-pics.ethz.ch
Schriften
Einzelnachweise
Weblinks Ueli Augsburger auf Dodis
Kategorie:Regierungsrat (Bern) Kategorie:Grossrat (Bern) Kategorie:SVP-Mitglied Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann