Fritz Blume (* 17. Februar 1928 in Rathenow; † 30. September 2020 in Jever) war ein deutscher Jurist, Zeitungsverleger und Mäzen der Stadt Jever.
Leben Fritz Blume wurde als Sohn von Dr. Fritz Blume sen. geboren, der in dritter Generation Verleger der 1816 gegründeten Havel-Zeitung war. Anfang 1944 wurde er als Marinehelfer eingezogen; bei Kriegsende war er in Hohemey bei Neustadtgödens stationiert. Nachdem er 1946 in Aurich das Abitur bestanden hatte, begann er beim Verlag C. L. Mettcker & Söhne in Wittmund, den sein Vater inzwischen als Geschäftsführer leitete, eine Schriftsetzerlehre; bereits 1950 hielt er die Schriftsetzermeister-Urkunde in Händen. Das sich anschließende Jurastudium an der Universität Göttingen schloss er 1955 mit einer Promotion zum Dr. jur. ab. Thema seiner Dissertation war der staatsrechtliche Status Jerusalems.
Bei einem Verlag in Düsseldorf begann nach dem Studium Blumes Medienlaufbahn, anschließend arbeitete er bei der Allgemeinen Zeitung der Lüneburger Heide in Uelzen. Wegen einer Erkrankung seines Vaters kehrte er 1970 zurück zum Mettcker-Verlag, dem er bis 1990 als Chefredakteur des Jeverschen Wochenblattes und des Anzeigers für Harlingerland, Druckereileiter, Prokurist und Mitgesellschafter vorstand. Seit 1983 war er zudem Teilhaber der Ostfriesen-Zeitung.
1990 zog sich Blume aus dem Zeitungsgeschäft zurück und widmete sich seiner großen Leidenschaft, der Geschichte und namentlich Otto von Bismarck. Über zwei Jahrzehnte stand er der Stammtischvereinigung „Getreue zu Jever“, einem der ältesten noch bestehenden Vereine seiner Art, als Präses vor und wurde 2003 nach der Amtsübergabe zum Ehrenpräses ernannt. Für ein jeversches Bismarck-Museum in einem eigens dafür gekauften Haus in der Wangerstraße erwarb er 2002 eine Sammlung, die seit den 1990er-Jahren in Poritz an der Elbe entstanden war.
Als großzügiger Mäzen unterstützte er in der Stadt Jever, die ihm zu seiner zweiten Heimat geworden war, kulturelle, soziale und gemeinnützige Einrichtungen, so gehen der Erhalt des Theaters am Dannhalm und der Bau der Jugendherberge maßgeblich auf sein finanzielles Engagement zurück.
Am 30. September 2020 starb Fritz Blume im Alter von 92 Jahren, zwei Jahre nach seiner Ehefrau Elfriede Adelheid,Elfriede Adelheid Blume geb. Meyer (* 08. Mai 1926; † 15. Juni 2018 in Jever) mit der er über 60 Jahre verheiratet war. Sein Erbe lebt weiter in der von ihm zu Lebzeiten gegründeten „Familie-Dr.-Blume-Stiftung“.
Publikationen (Auswahl)
Ehrungen Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Jever am 17. Februar 2003. Der Weg entlang der Jugendherberge in Jever trägt seit dem 8. November 2005 den Namen „Dr.-Fritz-Blume-Weg“. Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Niedersächsischen Verdienstordens am 25. August 2006. 2006 verlieh der Bundesverband des Deutschen Jugendherbergswerkes Fritz Blume die Richard-Schirrmann-Medaille.
Weblinks
Fußnoten
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