Dieser Artikel behandelt die Entwicklung der Elektromobilität und die politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern oder Regionen. Hauptsächlich werden batterieelektrische Pkw behandelt.
Zu weltweiten Entwicklung siehe Elektroauto#Markt- und Bestandsentwicklung.
Übersicht Neuzulassungsanteil batterieelektrischer Pkw nach Ländern Rang Land 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 20242025 1 15,5 % 20,9 % 31,2 % 42,4 % 54,3 % 64,5 % 79,3 % 82,4 % 88,9 %95,9 % 2 0,6 % 0,3 % 0,7 % 2,4 % 7,1 % 13,3 % 20,6 % 36,3 % 51,5 %68,2 % 3 0,8 % 1,1 % 2,0 % 4,4 % 9,6 % 19,1 % 33,0 % 38,7 % 35,0 %36,5 % 4 1,1 % 2,0 % 5,5 % 13,7 % 20,5 % 20,0 % 23,6 % 30,8 % 34,7 %40,1 % 5 0,2 % 0,4 % 0,6 % 1,7 % 4,4 % 10,3 % 17,8 % 33,8 % 29,5 %37,2 % 6 0,4 % 0,5 % 0,7 % 1,6 % 3,5 % 5,8 % 10,3 % 19,6 % 28,5 %34,7 % 7 1,2 % 1,9 % 3,7 % 3,9 % 4,7 % 13,3 % 21,6 % 24,7 % 27,7 %33,3 % 8 2,1 % 3,9 % 4,2 % 9,2 % 26,5 % 32,6 % 33,4 % 50,1 % 26,0 % 9 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,3 % 0,6 % 3,1 % 8,2 % 17,9 % 24,7 %19,8 % 10 1,8 % 5,3 % 10,2 % 15,2 % 22,5 % 27,4 % 11 0,4 % 0,8 % 1,8 % 3,2 % 5,4 % 8,9 % 12,0 % 18,2 % 19,9 %23,2 % 12 0,4 % 0,5 % 0,6 % 1,6 % 6,5 % 11,2 % 16,1 % 16,5 % 19,6 %23,4 % 13 1,0 % 1,5 % 1,7 % 4,2 % 8,2 % 13,3 % 17,8 % 20,9 % 19,3 %22,8 % 14 1,1 % 1,5 % 1,9 % 2,8 % 6,4 % 13,7 % 14,7 % 19,9 % 17,6 %21,3 % 15 1,1 % 1,2 % 1,4 % 1,9 % 6,7 % 9,8 % 13,3 % 16,8 % 16,9 %20,0 % 16 0,5 % 1,0 % 2,9 % 4,5 % 8,2 % 14,9 % 18,7 % 14,4 %19,5 % – 0,6 % 0,9 % 1,6 % 1,9 % 2,8 % 6,3 % 10,0 % 12,4 % 14,0 %17,3 % – 0,5 % 0,8 % 1,2 % 2,1 % 5,4 % 8,9 % 11,8 % 14,0 % 17,4 % – 0,6 % 1,1 % 1,9 % 5,1 % 8,5 % 12,1 % 14,6 % 13,6 %17,4 % 17 0,3 % 0,7 % 1,0 % 1,8 % 6,7 % 13,6 % 17,7 % 18,4 % 13,5 %19,1 % 18 < 0,1 % < 0,1 % 0,6 % 1,5 % 2,7 % 3,9 % 5,5 % 12,0 % 19 0,3 % 0,5 % 1,5 % 2,1 % 3,0 % 4,3 % 7,5 % 9,9 % 10,9 %5,7 % 20 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,5 % 1,3 % 8,7 % 10,3 % 21 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,1 % 0,5 % 1,3 % 6,8 % 10,1 %17,5 % 22 0,6 % 1,2 % 1,6 % 1,8 % 1,2 % 2,2 % 7,4 % 9,6 % 23 0,5 % 0,6 % 1,2 % 1,4 % 1,6 % 3,1 % 5,4 % 7,5 % 7,9 %7,6 % 24 0,2 % 0,2 % 0,5 % 0,5 % 2,6 % 3,9 % 6,4 % 8,9 % 7,3 % 25 < 0,1 % 0,1 % 0,2 % 0,8 % 0,8 % 2,3 % 4,3 % 10,7 % 7,2 %8,0 % 26 0,3 % 0,9 % 3,5 % 1,9 % 1,7 % 4,2 % 7,2 % 7,0 % 27 0,2 % 0,6 % 0,9 % 1,2 % 2,3 % 3,5 % 4,2 % 5,4 % 7,0 % 28 < 0,1 % 0,2 % 0,5 % 0,9 % 2,3 % 5,2 % 9,0 % 10,6 % 6,5 % 29 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,2 % 0,8 % 2,2 % 2,7 % 4,7 % 6,4 % 30 0,2 % 0,4 % 0,6 % 0,3 % 3,0 % 3,2 % 4,9 % 8,9 % 5,9 % 31 0,3 % 0,2 % 0,4 % 1,1 % 3,8 % 5,3 % 7,5 % 5,9 % 32 0,2 % 0,3 % 0,5 % 0,8 % 2,1 % 2,8 % 3,8 % 5,4 % 5,6 %8,9 % 33 0,2 % 0,1 % 0,3 % 0,3 % 1,5 % 2,1 % 3,4 % 6,3 % 5,2 % 34 < 0,1 % 0,1 % 0,3 % 0,3 % 1,6 % 1,3 % 2,1 % 3,0 % 4,7 % 35 < 0,1 % 0,1 % 0,3 % 0,6 % 2,4 % 4,6 % 3,7 % 4,2 % 4,2 %6,4 % 36 < 0,1 % 0,2 % 0,6 % 0,5 % 1,7 % 2,9 % 4,8 % 3,9 % 37 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,2 % 0,6 % 1,1 % 3,1 %4,0 % 38 < 0,1 % < 0,1 % 0,1 % 0,3 % 0,9 % 1,6 % 2,7 % 3,6 % 3,0 %7,2 % 39 0,3 % 1,5 % 3,0 % 3,1 % 2,8 % 2,8 % 40 < 0,1 % 0,2 % 0,3 % 0,2 % 1,2 % 1,4 % 1,8 % 2,7 % 2,4 % 41 0,3 % 0,4 % 0,6 % 0,5 % 0,4 % 0,6 % 1,7 % 2,3 % 42 < 0,1 % < 0,1 % 0,1 % 0,4 % 0,3 % 0,4 % 0,9 % 2,3 % 43 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,1 % 0,3 % 1,2 % 2,0 % 44 < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,2 % 0,3 % 0,5 % 1,1 % Quellen: ACEA 2022, 2023, ACEA 2024, ACEA 2025 Internationale Energieagentur, open-ev-charts.org
Bestandsanteil von Elektroautos nach Ländern Stand 2023 gemäß Internationale Energieagentur, vorsortiert nach Summe der Anteile. Rang Land BEVs(batterieelektrische Autos) PHEVs(Plug-in-Hybrid-Autos) 1 22,2 % 6,8 % 2 9,0 % 9,0 % 3 5,7 % 5,3 % 4 7,1 % 3,9 % 5 5,2 % 3,1 % 6 3,3 % 4,9 % 7 3,0 % 5,1 % 8 5,6 % 2,0 % 9 3,8 % 2,0 % 10 3,2 % 2,2 % 11 3,1 % 1,9 % 12 3,2 % 1,2 % 13 2,5 % 1,7 % 14 2,6 % 1,5 % 15 2,0 % 1,9 % – 2,3 % 1,5 % – 2,2 % 1,0 % 16 2,0 % 0,8 % 17 1,6 % 0,7 % 18 1,8 % 0,3 % 19 1,5 % 0,6 % 20 0,7 % 0,8 % 21 0,6 % 0,7 % 22 1,0 % 0,2 % 23 0,3 % 0,6 % 24 0,4 % 0,4 % 25 0,6 % < 0,1 % 26 0,3 % 0,2 % 27 0,3 % < 0,1 % 28 < 0,1 % 0,1 %
Europäische Union Förderprogramme mini|International geplante Förderung der Elektromobilität
Die Europäische Kommission misst Elektroautos eine besondere Bedeutung bei. Im Rahmen der 2008 ins Leben gerufenen European Green Cars Initiative des European Economic Recovery Plan sollten bis 2013 gemeinsam mit der Industrie in einer Public-private-Partnership (PPP) eine Milliarde Euro für Forschung und Entwicklung für dieses Thema bereitgestellt werden, abgerufen wurden bis zum Ende 420 Millionen Euro. Die Nachfolgeinitiative European Green Vehicles Initiative wurde im Jahr 2013 gestartet.
Die Europäische Union fördert Elektroautos unter anderem mittels der Begrenzung des durchschnittlichen Kohlendioxid-Ausstoßes der von den Autoherstellern verkauften Pkw-Flotte (95 g Kohlendioxidausstoß pro Kilometer). In einer Studie vom April 2020https://idw-online.de/de/news744768 Dorothea Hoppe-Dörwald: Verluste bei Elektrofahrzeugen lohnen sich für Autokonzerne, Pressemitteilung der Hochschule Worms, abgerufen am 18. April 2020 wird festgestellt, dass sich für die Autohersteller sogar ein Preisdumping für Elektroautos lohne, weil die Nullemission der abgesetzten E-Pkw im Jahr 2020 aus förderpolitischen Gründen doppelt gezählt werden dürfe (2021 1,67-fach). Die Hersteller könnten Strafzahlungen an die EU vermeiden, indem sie ausreichend Elektroautos verkauften bzw. könnten dadurch mehr gewinnträchtigere, konventionelle Pkw absetzen, wobei schwere Typen weiter bevorteilt seien. Die Autoren kritisieren weiterhin, dass 5 % der produzierten Flotte von vornherein ausgenommen werden können (siehe Flottengrenzwert).
European Green Cars Initiative
Es wurde hierin ein Ad-hoc-Beratungsgremium geschaffen, dem Vertreter der beteiligten Generaldirektionen der Europäischen Kommission sowie der europäischen Technologieplattformen European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC), European Technology Platform on Smart Systems Integration (EPoSS) und SmartGrids angehören. Diese und die Interessensverbände der Automobilhersteller und -zulieferer (EUCAR) und European Association of Automotive Suppliers (CLEPA) haben Vorschläge für die Ausgestaltung der Green-Cars-Initiative unterbreitet, (PDF; 402 kB) (PDF; 332 kB). veranstalten zusammen mit der Europäischen Kommission Expertenworkshops z. B. zu den Themen Batterien (PDF; 951 kB) oder Systemintegration und E/E-Architektur des Elektrofahrzeugs, und haben eine Roadmap der Europäischen Industrie erstellt. European Roadmap. Es wird eine Verzahnung der Förderungsaktivitäten in Deutschland und Europa angestrebt..
Die Europäische Union (EU) fördert mit etwa 4,2 Millionen Euro aus dem europäischen Verkehrsförderprogramm Transeuropäische Netze (TEN-T) den Aufbau von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge entlang der wichtigsten Autobahnen zwischen Deutschland (67), Dänemark (23), Niederlande (30) und Schweden (35 Ladestationen). Es wird dies als ein offen zugängliches Netz von Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge gebaut. Die Gesamtkosten werden etwa 8,42 Millionen Euro betragen. Der Ausbau soll bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Durch diese neuen Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge an wichtigen Verkehrsstraßen soll dazu beigetragen werden, den Ausbau des Elektrofahrzeugverkehrs in Nordeuropa zu beschleunigen.European Long-distance Electric Clean Transport Road Infrastructure Corridor (ELECTRIC).
European Green Vehicles Initiative
Auch die 2013 gestartete Anschlussinitiative der European Green Cars Initiative, die European Green Vehicles Initiative, ist als eine Public-private-Partnership organisiert. 2016 hatte sie 84 Mitglieder aus Industrie und Forschung.
Es gehören ihr weiterhin neben dem Vertreter der beteiligten Generaldirektionen der Europäischen Kommission die Technologieplattformen European Road Transport Research Advisory Council (ERTRAC), European Technology Platform on Smart Systems Integration (EPoSS) und SmartGrids an.
Zusätzlich beteiligt sie sich an Monitoring-Programmen zur Überprüfung der Effizienz der Aktivitäten wie auch an Programmen zum Aufbau von Kommunikationskanälen zwischen den Mitgliedern der EU und deren Forschungsstätten.
Es ist vorgesehen, in Zusammenarbeit mit der Electromobility+ Initiative und europäischen Ländern und Regionen eine sogenannte ERA-NET Cofund-Initiative zur Förderung der Elektromobilität in Europa einzurichten. Die neue Plattform wird auf den Erfahrungen, Netzwerken und Ergebnissen der Electromobility+-Initiative aufbauen. Mit ihr wird das Ziel verfolgt, die länderübergreifende Forschung und einen zielgerichteten Politikaustausch zu den Themen der E-Mobilität in Europa auf eine weitere Kooperationsstufe zu stellen. Mit dem zweigleisigen Ansatz der Initiative werden dabei Forschung und Politik stärker miteinander vernetzt, um die Einführung der Elektromobilität auf europäischer Ebene zu beschleunigen.
Pkw-Neuzulassungen Im Jahr 2022 waren 12,1 % der Neuzulassungen batterieelektrische Pkw und 9,4 % Plug-in-Hybride.
Im Jahr 2023 waren 14,6 % der neuzugelassenen Pkw batterie-elektrisch.
Bei den Neuzulassungen reiner Elektroautos im Jahr 2024 ist Großbritannien mit 382.000 Neuzulassungen an erster Stelle. Auf Platz zwei ist Deutschland mit 381.000 Neuzulassungen.
E-Lkw-Verbreitung Im Jahr 2024 wurden in der EU 1.586.688 Transporter neu zugelassen. 84,5 Prozent davon waren Dieselfahrzeuge, 6,1 batterieelektrische Transporter, 6,0 Prozent waren Benzinfahrzeuge und 2 Prozent Hybridfahrzeuge. In dem Zeitraum wurden in der EU 327.896 Lastkraftwagen neu zugelassen. 95,1 der Neuzulassungen waren mit Dieselantrieb, 2,3 Prozent mit batterieelektrischem Antrieb.
Deutschland Politische Rahmenbedingungen Staatliche Förderung Die deutsche Bundesregierung stellte 2009 einen nationalen Entwicklungsplan für Elektromobilität auf und gründete eine nationale Plattform für Elektromobilität mit verschiedenen Fördermaßnahmen, um die Entwicklungsanstrengungen zu Elektrofahrzeugen zu intensivieren. (PDF; 240 kB). BMWi, August 2009, abgerufen am 10. Juni 2016. Sie gab das Ziel aus, „dass bis 2020 nicht weniger als eine Million und bis 2030 sogar sechs Millionen Elektrofahrzeuge auf den deutschen Straßen unterwegs“ sein sollten.Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, zitiert nach: Erneuerbar mobil, Marktfähige Lösung für eine klimafreundliche Elektromobilität. S. 6, BMU, 1. Auflage. Berlin März 2011. Dieses Ziel wird deutlich verfehlt.
Da die Markteinführung nur schleppend verlief, schuf die Politik 2015 das Elektromobilitätsgesetz,, Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums Nr. 175, Berlin, 24. September 2014. das es den Gemeinden erlaubt, Elektromobilität unter anderem durch privilegierte Park- und Ladeplätze und Öffnung von Busspuren zu fördern. Der Anteil deutscher Autofahrer, die von freigegebenen Busspuren profitieren können, dürfte jedoch eher gering ausfallen. Außerdem wird damit der Zweck der Busspuren konterkariert und somit dieses Ansinnen als wenig nachhaltiger politischer Aktionismus kritisiert. Zur Unterscheidung von anderen Fahrzeugen kann seit Oktober 2015 ein E-Kennzeichen beantragt werden. Elektrofahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 2016 wurden für 10 Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Seit Jahresbeginn 2016 verkürzt sich dieser Zeitraum auf fünf Jahre, danach gilt ein ermäßigter Steuersatz. Im September 2016 beschloss der Bundestag, dass diese Regelung rückwirkend zum 1. Januar 2016 doch wieder 10 Jahre betragen soll.