Bernhard Constantin Schenk (* um 1809; † 6. November 1850 in Budissin) war ein sächsischer Jurist und Politiker.

Leben Schenk besuchte das Gymnasium in Budissin und studierte anschließend die Rechtswissenschaften.Karl Gottfried Siebelis: Ad D. Gregorii Maettigii de gymnasio Budissino immortaliter meriti anniversaria die IX. Martii rite celebranda senatum hujus urbis magnificum caeterosque scholae nostrae fautores humanissime invitat simulque lustrationem vernam qua DD. X. XI. XII. Martii gymnasii cives spectabuntur collegii nomine indicit M. Carolus Godofredus Siebelis Disputationi de Strabonis patria, genere, aetate, 1828, S. 3 (Digitalisat). 1835 wurde er von der Oberamtsregierung in Budissin in den Advokatenstand aufgenommen.Neues lausitzisches Magazin, Band 13, 1835, S. 25 (Digitalisat). Schenk besaß das Rittergut Sornßig. Er war Vorstandsmitglied der Landesständischen Hypotheken- und Sparbank.

In der Oberlausitz war Schenk Landesbestallter. Auf dem Landtag 1848 war er stellvertretender Abgeordneter der Rittergutsbesitzer der Oberlausitz in der II. Kammer des Sächsischen Landtags.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833–1952), Dresden 2011, S. 328–329. Da der Abgeordnete Carl Wilhelm Traugott von Mayer beurlaubt war, wurde Schenk einberufen. Dem nach dem liberalen Wahlrecht vom 15. November 1848 gewählten Landtag 1849/50 gehörte er für den 7., 8. und 9. Wahlbezirk in der I. Landtagskammer an. In dieser bekleidete er das Amt des 1. Vizepräsidenten. Er wird den rechten Kräften im Landtag zugeordnet.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833–1952), Dresden 2011, S. 102–103.Josef Matzerath / Uwe Ulrich Jäschke: Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte. Teil: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage 1833 bis 1952. Teil 3: Wahlbezirke und Raumbezüge. Dresden 2011, S. 104–105. Nach der Annullierung des Wahlgesetzes von 1848 und der Restituierung des alten Wahlrechts gemäß der Sächsischen Verfassung von 1831 gehörte Schenk auf dem Landtag 1850/51 von Juli 1850 bis zu seinem Tod wiederum als stellvertretender Abgeordneter der Rittergutsbesitzer der Oberlausitz der II. Landtagskammer an.

Er starb im November 1850 im Alter von 41 Jahren und 9 Monaten.Zeitschrift für Rechtspflege und Verwaltung Zunächst für das Königreich Sachsen, Band 9, 1851, S. 509 (Digitalisat).Wochenblatt für merkwürdige Rechtsfälle in actenmäßigen Darstellungen aus dem Gebiete der Justizpflege und Verwaltung zunächst für das Königreich Sachsen, Band 10, 1850, S. 480 (Digitalisat).Neues lausitzisches Magazin, Band 27, 1850, S. 120 (Digitalisat).

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland) Kategorie:Person (Bautzen) Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1850 Kategorie:Mann