Sade (// oder //) ist eine britische Band, die nach ihrer Sängerin Sade Adu benannt ist und über 100 Millionen Tonträger verkaufte. hr1.de, 11. August 2017, abgerufen am 31. März 2026 (englisch).

Bandgeschichte Sade gründete sich 1982 in London und setzt sich aus den Mitgliedern Sade Adu, Paul Denman, Andrew Hale und Stuart Mathewman zusammen. Alle Bandmitglieder zeichnen für die Produktion und den Schreibprozess der Lieder verantwortlich.

1983 nahm die Band ein Demoband mit vier Stücken auf, darunter Your Love Is King und Smooth Operator. Zunächst wurde es von mehreren Plattenfirmen abgelehnt, weil die Musik zu „jazzig“ klänge und nicht dem damals vorherrschenden, durch die Verwendung von Drumcomputern geprägten Musikstil entsprach. Erst nachdem die Frontfrau Sade Adu auf der Titelseite der Zeitschrift The Face abgebildet worden war und die Band einen erfolgreichen Auftritt im Londoner Nachtclub Heaven absolviert hatte, erhielt sie einen Plattenvertrag bei Epic Records. Innerhalb von sechs Wochen wurden im Studio 15 Titel eingespielt, von denen schließlich neun auf das Debütalbum Diamond Life (Juli 1984) kamen. Sade behielt sich alle Entscheidungen über die Zusammenstellung des Albums vor und lehnte gegen den Widerstand der Plattenfirma mehrere Produzenten ab. Vom Album wurden weltweit über sieben Millionen Exemplare verkauft, davon über vier Millionen in den Vereinigten Staaten.

Ab Mitte der 1980er-Jahre feierte Sade mit ihrer von Jazz und Soul inspirierten Popmusik kommerzielle Erfolge. 1984 trat sie beim Montreux Jazz Festival und 1985 bei Live Aid auf. 1986 gewann die Band ihren ersten Grammy. 1994 erhielt die Band einen weiteren Grammy für das Lied No Ordinary Love, das auch als Soundtrack zum Film Ein unmoralisches Angebot Verwendung fand. Es folgte eine mehrjährige Pause, in der das Nebenprojekt Sweetback entstand, dem alle Sade-Mitglieder außer Adu angehörte. Im November 2000 veröffentlichte Sade das fünfte Studioalbum Lovers Rock, begleitet von einer Konzertreihe im Folgejahr. 2002 erschien ein Livemitschnitt auf dem Live- beziehungsweise Videoalbum Lovers Live. 2005 nahm die Band für das Benefiz-Projekt Voices for Darfur das Lied Mum auf.

Nach einer erneuten längeren Pause kehrte sie Anfang 2010 mit der Promo-Single Soldier of Love zurück. Im Februar 2010 wurde das gleichnamige Studioalbum veröffentlicht, das wie seine Vorgänger zum Charterfolg in vielen Ländern avancierte, mit Nummer-eins-Erfolgen in der Schweiz und den Vereinigten Staaten. Ende April 2011 startete Sade eine neue Welttournee.Andreas Margara: Sade live in der Festhalle Frankfurt. In: regioactive.de. 5. Mai 2011, abgerufen am 20. November 2017. Ebenfalls 2011 erschien unter dem Titel The Ultimate Collection die zweite Kompilation der Band. 2012 wurde die Aufzeichnung eines Konzerts auf dem Videoalbum Bring Me Home: Live 2011 veröffentlicht, das in der Kategorie Best Long Form Music Video für einen Grammy nominiert wurde.McGovern, Kyle, Grammys 2013 Winners List: Mumford & Sons Win Album of the Year. Spin. Im Dezember 2018 wurde ihr Titel The Big Unknown als Soundtrackbeitrag zum Film Widows veröffentlicht. Im Oktober 2020 wurde das Vinyl-Boxset This Far mit den bisherigen sechs Studioalben der Band veröffentlicht.

Diskografie

Tourneen 1984: Diamond Life Tour 1986: Promise Tour 1988: Stronger Than Pride Tour 1993: Love Deluxe World Tour 2001: Lovers Rock Tour 2011: Sade Live Tour

Auszeichnungen BRIT Awards 1985: in der Kategorie „Best Album“ (Diamond Life)

Grammy 1986: in der Kategorie „Best New Artist“ 1994: in der Kategorie „Best R&B Performance by a Duo or Group“ (No Ordinary Love) 2002: in der Kategorie „Best Pop Vocal Album“ (Lovers Rock)

Weblinks

Internetauftritt von Sade

Einzelnachweise

Kategorie:Britische Band Kategorie:Popband Kategorie:Soulband Kategorie:Grammy-Preisträger