mini|Markuskirche in Althengstett mini|Chorgewölbe Die evangelische Markuskirche (vollständiger Name eigentlich: Maria-Martin-Markuskirche) steht in Althengstett, einer Gemeinde im Landkreis Calw in Baden-Württemberg. Seit dem 1. Januar 2024 gehört sie zur Evangelischen Kirchengemeinde im Heckengäu, die durch die Fusion der Kirchengemeinden Althengstett, Neuhengstett-Ottenbronn, Ostelsheim und Simmozheim entstand,https://www.kirchenbezirk-calw-nagold.de/gemeinden/althengstetthttps://www.kirche-heckengaeu.de/ueber-uns/gebaeude/kirche-althengstett und damit zum Kirchenbezirk Calw-Nagold der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz.
Geschichte und Baubeschreibung Die im Jahre 1049 geweihte Kirche ist ein verputzter Saalbau mit Eckquaderung aus rotem Buntsandstein. Sie war zwischen 1350 und 1450 als Kirchenburg mit wehrhaften Mauern ausgebaut worden. Sie besteht aus einem spätgotischen Langhaus und einem mittelalterlichen Chorturm auf quadratischem Grundriss im Osten, an dessen Ostwand sich seit der Spätgotik eine dreiseitig geschlossene Apsis anschließt, die von Strebepfeilern gestützt wird. Im 18. Jahrhundert wurden an der Nordseite des Langhauses zwei Anbauten angefügt, im östlichen befindet sich die Sakristei. Die quadratischen Geschosse des Chorturms wurden mit einem achteckigen Geschoss aufgestockt, das die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt, und mit einem spitzen Helm bedeckt.
Der im 18. Jahrhundert durch Einwölbung veränderte Innenraum des Langhauses war ursprünglich mit einer Flachdecke überspannt. Im Westen und Norden befindet sich eine zusammenhängende Empore. Das Langhausgewölbe besitzt auf Konsolen ruhende Rippen. Auf einem der Schlusssteine ist eine Mondsichelmadonna dargestellt.
1956 wurde das Kircheninnere umgestaltet und renoviert. Die wohl seit dem 18. oder 19. Jahrhundert die drei Chorfenster verstellende Orgelempore wurde entfernt und die neue Chororgel tiefer gesetzt.
Ausstattung Südlich an der Chorbogenwand befindet sich die Kanzel. Rudolf Yelin d. J. schuf 1956/57 die Farbverglasung der drei Chorfenster (links: Christus als Gärtner, der ungläubige Thomas; Mitte: Himmelfahrt und himmlisches Jerusalem; rechts: Emmaus, Pfingsten).Claudia Lamprecht: Rudolf Yelin (1902-1991): Werkverzeichnis der baugebundenen Arbeiten. o. O. (Stuttgart), o. J. (1991), S. 1
Literatur
Kirchenbezirk Calw-Nagold (Hrsg.): Die Evangelischen Kirchen im Kirchenbezirk Calw-Nagold. Neulingen 2022, S. 73
Weblinks
Markuskirche in Althengstett auf der Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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