Christoph Lindert (* 10. Juli 1938 in Dortmund; † 28. August 2005 in München) war ein deutscher Schauspieler, Hörbuchsprecher und Synchronsprecher.

Leben Lindert besuchte nach dem Abitur von 1960 bis 1962 die Otto-Falckenberg-Schule in München. Er debütierte als Kadett in Maxim Gorkis Wassa Schelesnowa an den Münchner Kammerspielen. Weitere Engagements führten ihn an das Torturmtheater Sommerhausen, das Ateliertheater in Bern, das Theater am Dom in Köln und an das Burgtheater in Wien. Ferner machte er zahlreiche Tourneen.

Seit Mitte der 1970er Jahre war Lindert regelmäßig als Darsteller in bekannten Fernsehserien zu sehen, darunter Tatort, Der Alte, Ein Fall für zwei, SOKO 5113, Wolffs Revier und Alarm für Cobra 11. 1979 wirkte er in dem preisgekrönten Spielfilm Fleisch von Rainer Erler mit.

In Hörbuchproduktionen sprach Christoph Lindert die Commissario Brunetti-Reihe der Autorin Donna Leon sowie Werke von Friedrich Ani, Edgar Allan Poe, Alexandre Dumas, Jonathan Swift, Mark Twain und Anna Seghers.Hörbücher von Christoph Lindert bei audible.de

Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Giuliano Gemma (in Tenebrae) und Malcolm McDowell (in Flucht in die Zukunft) seine Stimme.Christoph Lindert in der synchrondatenbank.de. Abgerufen am 3. Mai 2019.

Christoph Lindert war 33 Jahre mit der Schauspielerin Ute Mora bis zu deren Tod im September 2003 verheiratet. Er wurde am 28. August 2005 tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Die Todesursache war laut dem Polizeisprecher Dieter Gröbner Suizid, was aus zwei Abschiedsbriefen des Verstorbenen hervorging.

Filmografie (Auswahl) 1975: Tatort: Schöne Belinda 1976: Tatort: Fortuna III 1979: Fleisch 1979: Der Willi-Busch-Report 1980: Die Opodeldoks (Erzähler) 1983: Am Ufer der Dämmerung 1983/1984: Die Frau ohne Körper und der Projektionist 1983/1984: Der Schlaf der Vernunft 1983/1984: Matt in 13 Zügen 1984/1985: Joey 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 18, Episode: „Der Mann in der Nachbarzelle“) 1989: Lindenstraße (Rolle des Herrn Harnisch) 1989: Tatort: Der Pott 1992, 1998: Wolffs Revier (zwei Folgen) 1993: Justiz 1991/1996: Forsthaus Falkenau (Folgen: Manöver & Das schönste Dorf) 1996: Ein Fall für zwei: Auf Sand gebaut 1997: Tatort: Brüder 1998, 2001: Die Wache (zwei Folgen) 2002: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei (Folge: Bis zum bitteren Ende) 2005: FotoSynthese (Kurzfilm)

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 591

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Einzelnachweise

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