Jürgen Henschel (* 1923 in Berlin; † 15. Juni 2012) war ein deutscher Fotograf.
Leben
Jürgen Henschel wurde als ältester von drei Brüdern in Berlin geboren. Als 13-Jähriger kaufte er seine erste Kamera. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er mit 18 Jahren zur Wehrmacht eingezogen und war an den Balkan-Fronten im Einsatz. 1945 geriet er in sowjetische Gefangenschaft, aus der er als überzeugter Kommunist und Kriegsgegner im Dezember 1949 nach Berlin heimkehrte. Nach der Teilung der Stadt beteiligte er sich in West-Berlin an vielen linken Protestaktionen. Er kam deshalb wiederholt für einige Tage ins Gefängnis.
Seine Leidenschaft für Fotografie machte er 1967 zum Beruf als Pressefotograf für die Tageszeitung Die Wahrheit.
Er nahm insgesamt ca. 200.000 Bilder zwischen etwa 1959 und 1991 auf. Am 2. Juni 1967 machte Henschel während der Anti-Schah-Demonstration bei der Deutschen Oper Berlin das bekannte Foto vom sterbenden Benno Ohnesorg.
Noch zu seinen Lebzeiten überließ er einen großen Teil seiner Negative aus Kreuzberg dem FHXB Museum. Anfang 2017 machte seine Witwe, Margit Henschel, weitere Bilder aus ganz West-Berlin dem Museumsarchiv zugänglich.
Ausstellungen Fhxb-Museum 2023: Ausstellung im Archiv Schöneberg bis Juni 2024
Weblinks https://fhxb-museum.de/fhxb_lp/objekte.php?type=t&s=1815&next=4150 https://berlin.museum-digital.de/collection/509 https://www.ardmediathek.de/video/rbb-kultur/juergen-henschel-ausstellung/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYl8wNDdjOWVlMy1mZDFlLTRmODAtODFkZS0zNTZhODYxNjU3MGVfcHVibGljYXRpb24
Einzelnachweise
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