Der Simone-de-Beauvoir-Preis () ist ein internationaler Menschenrechtspreis, der seit 2008 an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen wird, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen. Er ist benannt nach der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir, die für ihre 1949 erschienene Abhandlung Das andere Geschlecht über die Frauenrechte bekannt wurde.
Der Preis wurde von Julia Kristeva am 9. Januar 2008, dem 100. Jahrestag von de Beauvoirs Geburt, ins Leben gerufen. Das Komitee des Simone-de-Beauvoir-Preises wird von Sylvie Le Bon de Beauvoir und Pierre Bras geleitet.
Der Preis wird jedes Jahr an eine bemerkenswerte Persönlichkeit verliehen, deren Mut und Gedanken beispielhaft für alle sind, ganz im Sinne von Simone de Beauvoir, die schrieb: „Das letzte Ziel, nach dem der Mensch streben sollte, ist die Freiheit, das einzige, worauf sich jedes Ziel stützen kann.“
Preisträger 2008 – Taslima Nasreen, , Schriftstellerin, und Ayaan Hirsi Ali, , Schriftstellerin, Politikerin 2009 – One Million Signatures, , Frauenrechtskampagne für die Abschaffung diskriminierender Gesetze im Iran 2010 – Ai Xiaoming, , Fotografin und Professorin an der Sun-Yat-sen-Universität, und Jianmei Guo, , Rechtsanwältin und Gründerin des Women’s Law Studies and Legal Aid Center an der juristischen Fakultät der Peking-Universität„Le Prix « Simone de Beauvoir pour la liberté des femmes » 2010,“ 26. Dezember 2009 2011 – Ljudmila Ulizkaja, , Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin 2012 – Association tunisienne des femmes démocrates, , BürgerrechtsorganisationAssociation tunisienne des femmes démocrates - Prix Simone de Beauvoir 2012, abgerufen am 12. Januar 2024. 2013 – Malala Yousafzai, , Bloggerin und Aktivistin 2014 – Michelle Perrot, , HistorikerinMichelle Perrot – Prix Simone de Beauvoir 2014, abgerufen am 12. Januar 2024 2015 – National Museum of Women in the Arts, , Museum in Washington D. C. 2016 – Giusi Nicolini, , Bürgermeisterin von Lampedusa, für ihr Engagement bei der Integration von Immigranten auf der Insel 2017 – Save Women, , Frauenrechtsorganisation vertreten durch Barbara NowackaCollectif „Sauvons les femmes“ – Prix Beauvoir 2017, abgerufen am 12. Januar 2024 2018 – Aslı Erdoğan, , Schriftstellerin 2019 – Sara García Gross, , Bürgerrechtsaktivistin 2020 – Collectif 490 des Hors-la-loi du Maroc, , Organisation für sexuelle Selbstbestimmung 2021 – Scholastique Mukasonga , Schriftstellerin 2022 – La Maison des femmes de Saint-Denis, , Frauenhaus in Saint-Denis vertreten durch Ghada Hatem-Gantzer 2023 – Iranische Frauen im Kampf für die Freiheit, , im Gedächtnis an Mahsa Amini 2024 – Marie-Paule Djegue Okri, , Agronomin und Frauenrechtsaktivistin
Weblinks Webpräsenz des Prix Simone de Beauvoir pour la liberté des femmes
Einzelnachweise
Kategorie:Menschenrechtspreis Kategorie:Erstverleihung 2008 Kategorie:Simone de Beauvoir