Die Dresselhöfe, bestehend aus dem Unteren, Mittleren und Oberen Dresselhof sind zu Weissach im Tal gehörende Weiler, welche auf einer Anhöhe nördlich des Dorfes Unterweissach liegen.

Geographie Die Dresselhöfe liegen auf einer Anhöhe nördlich von Unterweissach, dem Dresselberg, in etwa 325–. Nördlich der Anhöhe liegt das Tal des Dresselbachs. Im Südwesten fließt die ihn aufnehmende Weißach, ein Murr-Zufluss, zu der auch südöstlich der Höfe das tief eingeschnittene Tälchen Mühlklinge abfällt. Der Obere Dresselhof im Osten hat etwa ein Dutzend, der Mittlere Dresselhof etwa ein halbes Dutzend, der Untere Dresselhof im Westen wiederum etwa ein Dutzend Hausnummern.

Die umliegenden Ortschaften sind Backnang-Sachsenweiler im Westen, Steinbach im Norden, Mittel- und Unterbrüden im Osten.

Geschichte mini|Unterer Dresselhof, im Vordergrund ein alter Ziehbrunnen Zum ersten Mal erwähnt wurden die Dresselhöfe im Jahre 1245 in einer Urkunde von Papst Innozenz IV. Mit dieser Urkunde stellte der Papst das Stift Backnang unter seinen Schutz und bestätigte dessen Privilegien und Besitztümer an verschiedenen Orten, so auch in Tresselbach. 1459 erließ Graf Ulrich V. von Württemberg der Siedlung Treßelbach Hellerzinsen. Im selben Jahr wird der Ort als wüstes Gut bezeichnet.Lutz Reichardt: Ortsnamenbuch des Rems-Murr-Kreises. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1993, S. 82. Wahrscheinlich war der Ort zunächst größer, entwickelte sich jedoch zu einem Einzelhof zurück, da der Ort später Dresselbachhof genannt wurde. Daraus wurde schließlich Dresselhof. Der Ortsname geht wahrscheinlich auf den Beruf des Drechslers zurück. 1459 erließ Graf Ulrich V. von Württemberg dem Dresselhof Hellerzinsen. 1737 gehörte der Dresselhof zur Stadt Backnang. 1828 kam der Dresselhof zur Gemeinde Unterweissach. Im Jahre 1936 wurde der Weiler Dresselhof amtlich in die Wohnplätze Unterer, Mittlerer und Oberer Dresselhof aufgeteilt.

Einwohnerentwicklung

1810: 18 Einwohner 1828: 55 Einwohner 1847: 51 Einwohner 1854: 48 Einwohner 1866: 78 Einwohner 1871: 72 Einwohner 1886: 69 Einwohner 1894: 61 Einwohner

Sehenswürdigkeiten

Dresselhofbrunnen: Mittlerer Dresselhof: Überdachter ehemaliger Ziehbrunnen aus dem 18. Jahrhundert mit hölzernem Wellbaum, Zahn- und Trommelrad. Brunnen im Unteren Dresselhof: Tiefbrunnen mit niedriger Brüstung.

Literatur

Gemeinde Weissach im Tal: Die Weissach-Chronik. Weissach im Tal, 2006, ISBN 3-929478-39-0, S. 537.

Einzelnachweise

Kategorie:Weiler im Rems-Murr-Kreis Kategorie:Geographie (Weissach im Tal) Kategorie:Ersterwähnung 1245