No. 13 ist das zwölfte Studioalbum des österreichischen Austropop-Musikers und Liedermachers Wolfgang Ambros, es ist sein sechstes Nummer-eins-Album.
Produktion Wolfgang Ambros und seine Bandkollegen Günter Dzikowski, Helmut Nowak und Peter Koller von der Die No. 1 vom Wienerwald produzierten 1986 das Studioalbum No. 13.
Titelliste I söba – 4:16 (Günter Dzikowski, Helmut Nowak, Ambros) Ignorantenstadl – 3:54 (Ambros) Bettina – 3:05 (Ambros) Connections – 3:31 (Ambros) Langsam wochs' ma z'amm – 4:19 (Ambros) A wilder Bua – 4:31 (Günter Dzikowski, Peter Koller, Ambros) Schwesternlied – 3:05 (Günter Dzikowski, Ambros) Alarm! – 3:37 (Günter Dzikowski, Peter Koller, Ambros) Lebendes Relikt – 5:14 (Ambros) Mamma – 3:02 (Ambros)
Cover Das Cover-Layout zeigt den gewohnten geschwungenen W.-Ambros und darunter No.-1-Schriftzug ergänzend mit der Ziffer „3“ die No. 13 ergibt.
Songinformationen I söba Ein Opener im klassischen Ambros-Sound, mit Wolferl an der Mundharmonika. Inhaltlich eine Ambros-Selbstentblößung: egal was er tut oder wie er sich fühlt, wenn er darüber nachdenkt, stehen jedes Mal er selber und seine Lieder am Schluss der Gedankenkette. Ich hab' erst 33 werden müssen, um draufzukommen, daß es auf mich ankommt und nichts anderes. Andere kommen früher drauf, manche vielleicht gar nicht. Jedenfalls: ich will so sein wie ich bin - und mich nicht verstellen!
Ignorantenstadl Wolfgangs Beobachtungen in Österreich: Das ganze Land – von den Parteien über den ÖGB, die Juristerei bis zur Polizei – ist ein einziger Ignorantenstadl, jeder macht, was er will. Und das wird sich nie ändern. Dieses Lied hat's schon lange vor der Drogensache gegeben. Daß jeder den Text in diese Richtung interpretieren wird, war mir klar. Das ist mir aber egal. Mir geht's um den Zwiespalt, mit dem wir leben müssen: Daß wir auf der einen Seite die Nase voll haben, aufder anderen Seite sich aber nichts ändern wird.
Bettina Ein Lied im flotten Rhythmus über ein Mädchen namens Bettina, die ein klassisches Durchschnittsleben lebt. Bettina gibt's wirklich. Allerdings ist das schon viele Jahre her, daß ich eine Zeitlang mit ihr ausgegangen bin. Jetzt hab ich keinen Kontakt mehr. Vielleicht meldet sie sich, wenn sie das Lied hört.
Connections Der Rockhammer der neuen Ambros LP. Die Idee kam Wolfgang im März bei einem Kurzurlaub in Afrika: egal ob einer ein Vollidiot ist oder die größte Drecksau - Hauptsache er kennt die richtigen Leute und hat Connections. Wieder eine Tatsache, der wir ohnmächtig gegenüberstehen. Connections zu haben, ist eine Grundvoraussetzung zum Erfolg. In Österreich wie im Ausland. Ich persönlich kann drauf verzichten. Denn lieber ehrliche Probleme als eine vordergründige Bequemlichkeit.
Langsam wochs' ma z'amm Die Analyse der Beziehung zwischen Wolfgang und seiner Frau Margit. Ein wunderschönes, langsames Liebeslied. Eigentlich bin ich mit meiner Frau nur in Griechenland wirklich dauernd zusammen. Dort bin ich draufgekommen, daß man erst bei solchen Gelegenheiten wirklich zusammenwachsen kann. Und unsere Beziehung, spüre ich, scheint für's ganze Leben zu sein.
A wilder Bua Ein Text vom Ex-Schlagzeuger Nokkerl Nowak, der während der Aufnahmen von Hartmut Pfannmüller ersetzt wurde. Ein schwarzes Schaf setzt sich gegen alle Verbote der Eltern durch, um seine Ziele zu erreichen.
Schwesternlied Wolfgangs Lied für alle Frauen, denen ein Problem zu ihrer persönlichen Verwirklichung im Weg steht. Dieses Problem heißt meistens Ehemann oder Freund, der ihnen nicht erlaubt, so zu sein, wie sie sein wollen. Ich hab' das Lied auch geschrieben, um zu zeigen, daß ich kein Chauvi bin.
Alarm! Warnung an alle gestressten Manager und Wirtschaftstypen: die Konkurrenz wird größer und eure Gesundheit wird auch nicht besser! Mit einem wilden Gitarrensolo von Eddie van Koller. Ein guter Ratschlag von mir: man soll sich nie auf irgendeine Sicherheit einlassen. Jeder Tag ist anders, die Welt bewegt sich in vollkommen unvorhersehbaren Bahnen! Jeder sollte für Unvorhergesehenes bereit sein.
Lebendes Relikt Ein gealterter Musiker spielt und spielt und kommt nicht drauf, dass er am Heute vorbeispielt. Inspiriert hat mich dazu ein total ausgebrannter ausländischer Musiker, einst sehr berühmt, heute nur mehr berühmt.
Mamma Beim ersten und letzten Lied von Dreizehn singt Wolfgang seine persönlichsten Texte. Diesen hat er seiner Mutter gewidmet. Ich will meiner Mamma sagen, daß sie sich um mich keine Sorgen machen soll, wann auch immer ich in Versuchung gekommen bin, einen Blödsinn zu machen, bin ich rechtzeitig vorher draufgekommen - in dem einen Moment der Vernunft...Rennbahn-Express, Ausgabe Januar 1986, Seite 88–89
Chartplatzierungen
Weblinks
No. 13 bei wolfgangambros.at
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Liedermacher) Kategorie:Album (Pop) Kategorie:Album (Rock) Kategorie:Album 1986 Kategorie:Wolfgang Ambros Kategorie:Nummer-eins-Album