Carola Abel (geb. Windt; * 12. August 1905 in Elberfeld; † 1992 in Meiningen) war eine deutsche Fotografin.

Leben und Werk Die Eltern Carola Abels waren der Fabrikarbeiter und spätere selbständige Heizungsmonteur Josef Windt (1880–1954) und Karolina Windt (1883–1942). Carola Windt besuchte von 1911 bis 1918 die Volksschule in Elberfeld. Wegen ständiger Erkrankungen kam sie nur bis zur sechsten Klasse. Dann arbeitete sie als Verkäuferin und Einkäuferin und als Mannequin im Textilkaufhaus Strauss in Wuppertal. 1939 stand sie Modell für den Wuppertaler Fotografen Carl Andreas Abel (1907–1994), den sie 1939 heiratete und in dessen Atelier und Labor sie mitarbeitete.

1941 wurde ihr Sohn Michael Peter geboren, der 2008 verstarb. Die Ehe mit Carl Andreas Abel wurde 1947 in Wuppertal geschieden.

Als ihr Mann 1940 zur Wehrmacht eingezogen worden war, führte Carola Abel das Geschäft. Nachdem 1943 das Atelier und Geschäft zerbombt wurden, zog sie mit ihrem Sohn zu ihrem Vater nach Raubach und kurz danach mit Sohn und Vater nach Themar.

1946 richtete sie sich in Meiningen eine „kleine kunsthandwerkliche Fotowerkstatt“ ein und 1947 ein Foto-Atelier mit Labor. 1948 bestand Carola Abel in Weimar die Meisterprüfung. Ihre fotografischen Themen waren vor u. a. Natur-, Tier- und Sachmotive, Motive aus der Industrie und dem Theater und Reportagen. Künstlerisch bedeutsam sind ihr meisterhaften Porträts. Bedeutung erlangte sie auch mit Architekturaufnahmen für kunstwissenschaftliche Zwecke. Fotografien Carola Abels wurden als Buchillustrationen u. a. vom Greifenverlag zu Rudolstadt publiziert. 1957 veröffentlichte die Zeitschrift Natur und Heimat Aufnahmen aus dem heutigen Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg.Heft 6/57, S. 353–355 Auch die Modezeitschrift Sibylle publizierte einige ihrer Fotos.Sicher belegt: Hefte Oktober 1957 und Januar 1960

Carola Abel unternahm ab 1932 eine große Zahl von Reisen im In- und Ausland.

Selbstreflexion

Ehrungen

um 1960: DDR-Titel Kunstschaffende des Handwerks 1960: Silbermedaille der Bezirksfotoschau Suhl (für das Foto Der Glasbläser) 1961: Titel AFIAP der Fédération Internationale de l’Art Photographique für herausragende fotografische Leistungen 1971: Silbermedaille und Ehrenurkunde auf der Welt-Fotoausstellung Liebe-Freundschaft-Solidarität in Ost-Berlin

Öffentliche Sammlungen mit Arbeiten Carola Abels (mutmaßlich unvollständig)

Berlin: Berlinische Galerie Meiningen: Meininger Museen (Nachlass)

Ausstellungen (unvollständig)

Personalausstellungen

1957: Warschau, Galeria Krzywe Kolo 1980: Suhl, Kunstkabinett des Kulturhauses („Carola Abel – Fotografie“) 1992: Meiningen, Literaturmuseum Baumbachhaus postum 2011/2012: Meiningen, Schloss Elisabethenburg (Carola Abel. „Das 'seherische' Auge“)

Beteiligung an Gruppenausstellungen

1949: Meiningen, Schloss Elisabethenburg („Der Mensch und Arbeit im Zweijahrplan“) 1956: Meiningen, Schloss Elisabethenburg, Bezirksfotoausstellung 1960 und 1981: Suhl, Bezirksfotoschau 1961 und 1963 Leipzig bzw. Berlin, Deutsche Fotoschau 1974: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm, 6. Berliner Internationale Fotoausstellung Bifota 1990: Berlin, Haus am Lützowplatz („DDR-Frauen fotografieren“) postum 2001: Bonn: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland („Frauenobjektiv. Fotografinnen 1940–1950“)

Publikationen mit Fotografien Carola Abels (mutmaßlich unvollständig)

Meiningen. Selbstverlag, 1960 (mit 17 Fotografien und einem Prolog von Walter Werner)

Literatur

Gabriele Muschter (Hrsg.) DDR-Frauen fotografieren. ex pose verlag, Berlin 1989, S. 26–27; ISBN 978-3-925935-09-1 Carola Abel 1905 bis 1992 – „Das seherische Auge“. Meininger Museen, 2011; ISBN 978-3-910114-18-0 (Ausstellungskatalog)

Weblinks

https://www.meiningermuseen.de/pages/programm/sonderausstellungen/rueckblick-ausstellungen/201112-carola-abel---das-seherische-auge.php Einzelnachweise

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