Ludwig Johann Carl von Breidenbach zu Breidenstein (* 15. September 1714; † 14. Februar 1761 in Marburg) war Burgmann in Friedberg und kurbraunschweigischer Generalleutnant.

Leben Ludwig Johann von Breidenbach zu Breidenstein entstammte der älteren Hauptlinie des hessischen Uradelsgeschlechts Breidenbach zu Breidenstein. Seine Eltern waren der Generalmajor Georg Heinrich von Breidenbach zu Breidenstein († 1729) und dessen Ehefrau Sophia Gertrud von Adelebsen (1674–1739). Er wuchs mit acht Geschwistern auf, darunter die Brüder Ernst Ludwig (1699–1755), Wilhelm Ludwig (1702–1738, Burgmann), Maximilian (1707–1759, Generalmajor) und Friedrich Alexander (1709–1747, Burgmann) auf. Zwei weitere Geschwister verstarben im frühen Kindesalter.

Er war Burgmann zu Friedberg und trat, wie sein Vater zuvor, in die Braunschweigische Armee ein. Dort war 1747 er Rittmeister im Leibgarde, 1750 kam er als Major in das Kavallerie-Regiment (Schlüter), 1753 wurde er Oberstleutnant und 1757 dann Oberst sowie Chef des Regiments Gilten. Dies gab er 1759 ab und erhielt das Dragoner-Regiment pensionierte Generalmajors Karl Gustav von Dachenhausen, im gleichen Jahr wurde er zum Generalmajor sowie 1760 zum Generalleutnant befördert.

1761 erhielt er von Herzog Ferdinand von Braunschweig den Auftrag, mit sieben Bataillonen Infanterie und zehn Schwadronen Kavallerie die während der Kämpfe im Siebenjährigen Krieg von den Franzosen besetzte Stadt Marburg zu befreien. Bei den Kämpfen verlor er sein Leben. Sein Epitaph in der Elisabethkirche Marburg enthält den Schriftzug ... „empfing einen tötlichen Schuß vor dem Elisabethtor dieser Stadt, welche er den feindlichen Händen enteißen wollte, und starb am 14.2.1761 mit dem Degen in der Hand.“ Auf dem Elisabethbrunnen in Marburg findet sich folgende Inschrift:

Er wurde mit „außerordentlichen Ehrenbezeugungen“ durch die Franzosen in der Elisabethkirche Marburg beigesetzt.

Siehe auch Liste Friedberger Burgmannenfamilien

Literatur

Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S.271 Nr.165 (hier: Georg Ludwig)

Einzelnachweise

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