Dietrich Schubert (* 12. August 1940 in Görlitz) ist ein deutscher Fotograf, Drehbuchautor, Filmproduzent, Kameramann und Filmregisseur.
Leben Schubert wuchs im Allgäu und im Rheinland auf. Er fuhr zwei Jahre zur See. Im Anschluss daran machte er eine Fotografenlehre. Dann sammelte er Erfahrungen als Kamera- und Regieassistent. Dabei war er als Kameramann für das ZDF tätig und filmte zusammen mit Dieter Kürten Fußballspiele und andere Sportereignisse. Seit 1968 ist er freier Filmemacher und Fotograf. Schubert verfügt über eine eigene Filmproduktion. Er machte mehr als 70 Filme für Fernsehen und Kino. Seit 2010 ist er vorwiegend als Fotograf tätig. Er lebt in Kronenburg in der Eifel, wo er seine Fotos auf Ausstellungen zeigt.
Themen und Anliegen Schubert hat vorwiegend Dokumentarfilme gedreht. Eines seiner Themen ist die Eifel und ihre Bewohner. Er wird als visueller Chronist der Eifel bezeichnet. Zu diesem Thema hat er 18 Filme gemacht.
Ein weiteres Thema ist die jüngere deutsche Vergangenheit. Schubert erfuhr nach dem Tod seines Vaters, dass dieser Mitglied der SS und Wachmann des KZs Buchenwald gewesen war. Er fand ein Foto, das ihn als kleines Kind mit seinem Vater in der Umgebung des KZs zeigte. Schubert meint, dass ihm daraus vielleicht das Bedürfnis erwachsen ist, Filme über diese Vernichtungslager und über die Flucht der Juden zu drehen. Auch hat er Interviews mit Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus geführt und darüber Dokumentarfilme geschaffen. Er fotografiert die Standorte ehemaliger Gefangenenlager aus dem Zweiten Weltkrieg.
Außerdem machte Schubert Filme über Reisen in die nordafrikanischen Wüsten.
Preise Schubert erhielt mehrere Preise, darunter 1981: den Grimme-Preis für Steck lieber mal was ein 1981: den Preis der deutschen Filmkritik 1985: den 1. Preis beim Wettbewerb der TV-Regionalprogramme (Kategorie: lange Filme) für Mögen die Eichen nach uns wachsen 1991: den Filmpreis des Landes Rheinland-Pfalz für Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen oder Wie die Juden in der Eifel in die Freiheit kamen 2008: den Horst-Konejung-Preis
Filmografie kombiniert als Filmproduzent, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Schnitt, Ton, Mitwirkender, Interviews usw. (Auswahl) 2012: Köln 5 Uhr 30 / 13 Uhr 30 / 21 Uhr 30 2011: Allein die Wüste 2010: Der Traum lebt mein Leben zu Ende 2007: Die Seele aber wird allein in der Wüste gewaschen 2005: Spuren in der Sahara 1999: In Deutschland unerwünscht: Hermann Gräbe 1996: Unterwegs als sicherer Ort 1995: Wir sind Sternenstaub Film über die Arbeit von Johannes Schmid-Burgk 1991: Ein blindes Pferd darf man nicht belügen. Geschichten aus der West-Eifel 1992: Nachkriegsjahre in der Eifel 1990: Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen oder Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen 1989: Kriegsjahre in der Eifel 1988: Jenseits von Blau 1986: Ein trefflich rauh Land. Ein Jahr in der Schnee-Eifel 1984: Nieder mit den Deutschen 1982: Ziemlich weit weg 1982: Es geht um mehr als nur ums Überleben 1981: Ein Film über den dichter werdenden Nebel im deutschen Winterwald 1979: Nachforschungen über die Edelweißpiraten 1980: 365 Tage im Jahr 1979: ...das ist des Arbeitsmannes Los. Auf der Suche nach alten Liedern im Ruhrgebiet 1979: Da hab ich ja noch Glück gehabt 1978: Ich bin 18 Jahre alt und lebe in der DDR 1976: Widerstand und Verfolgung in Köln 1933-1945 1974: Die Zeit ist für die Lieder und gegen die Panzer – Mikis Thedorakis
nur als Regisseur (Auswahl) 2001: Mathi Schenks letzte Reise nach Polen 1979: Steck lieber mal was ein. Ein Schüler wird Lehrling 1977: Die Chemiearbeiterstadt. Wohnen in Halle-Neustadt (DDR) 1976: Bisher haben wir ja immer nur gearbeitet – Ein Arbeiter wird Rentner
nur als Kameramann (Auswahl) 1972: Die Maschine 1972: Es kommt drauf an, sie zu verändern 1971: Aus eigener Kraft – Frauen in Vietnam
Fotoausstellungen (Auswahl) 2023: Eifel – Menschen & Landschaften 2021: Von der strategisch wichtigen Bahnlinie zum beliebten Kyll-Radweg 2021: Zwangsarbeiterlager in der Nordeifel
Weblinks
Einzelnachweise Vita DIETRICH SCHUBERT bei schubertfilm.de. Abgerufen am 7. Januar 2024. Dietrich Schubert feiert bald 80. Geburtstag – Ein Portät bei ksta.de. Abgerufen am 7. Januar 2024.
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Mann