Sentine Marina „Marijke“ de Goey (* 14. April 1947 in Utrecht) ist eine niederländische bildende Künstlerin und Dozentin.
Leben Marijke de Goey wuchs in Utrecht auf. Sie besuchte von 1959 bis 1964 die Hogereburgerschool und von 1964 bis 1967 die Pädagogische Hochschule Utrecht, die sie mit dem Lehrdiplom abschloss. Im Anschluss unterrichtete sie Kinder im New Yorker Stadtteil Harlem. 1970 bis 1974 studierte sie Pädagogik an der Fakultät für Pädagogik der Universität Groningen um die Lehrbefähigung als Förderlehrerin zu erlangen. Danach studierte sie von 1974 bis 1979 an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam.Marijke de Goey. Biografische Daten und Werke im Niederländischen Institut für Kunstgeschichte (niederländisch)Uta Römer: Goey, Marijke de. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL)Marijke de Goey-Rierink. In: Charon Kransen Arts. Abgerufen am 7. Januar 2024 Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.
Von 1984/85 bis 1999 lehrte Marijke de Goey an der Gerrit Rietveld Academie als Dozentin für Interieurdesign und von 2003 bis 2005 als Dozintin für Architekturdesign an der Technischen Universität München.
Werk Neben ihrer Arbeit als Bildhauerin mit großformatigen Objekten im öffentlichen Raum ist Marijke de Goey auch als Zeichnerin, Textilkünstlerin, Goldschmiedin und Schmuckdesignerin tätig. Ihre Werke, Skulpturen als auch Schmuck, sind durch geometrische Abstraktion gekennzeichnet.
Zu Beginn ihres künstlerischen Schaffens verwendete Marijke de Goey Papier und Stoff, das sie durch Falten und Einrollen verfremdete. Daraus entwickelte sie später dreidimensionale luftige Drahtinstallationen. Ab den 1980er Jahren bezog sie sich „im künstlerischen Konzept auf den russischen Konstruktivismus und dessen Verständnis von Raum als zu gestaltendes Medium sowie auf den italienischen Futurismus und den Versuch der Integration von Bewegung“. Diese Ideen versuchte sie mit zeitgenössischen Materialien wie Kunststoff und Laserlicht zu verwirklichen. 1992 entwarf sie für die Stadt Leerdam mit Plein van de 49 neongeheimen eine Installation mit 49 Glaskuben, die bei Dunkelheit leuchten. In ihren Drahtskulpturen verwendet sie Metall, Stahl, Kupfer, Aluminium und Fiberglas und färbt sie im Farbton RAL 5015 blau ein. Zusätzlich sind die Ecken der Vierecke oft umgeknickt. Darüber hinaus gestaltet sie auch Lichtfassaden und Innendekorationen, Möbel, Schmuck aus Golddraht und Preise für Wettbewerbe.
1985 wurde Marijke de Goey mit dem Kunstpreis der Stadt Gouda und 1986 mit dem Françoise-van-den-Bosch-Preis des Museums Boijmans Van Beuningen in Rotterdam ausgezeichnet. Im Jahr 2001 wurde ihr der Orden von Oranien-Nassau verliehen. 2002 gewann sie den 1. Preis auf der 13. Kunstbiennale im polnischen Poznań.
Werke im öffentlichen Raum (Auswahl) Ohne Titel. Gouda, 1986 Dansend vierkant. Arnhem, 1987 Lichtobjecten FNV-gebouw. Naritaweg in Amsterdam, 1989 De Waterdruppel. Ede, 1990 Kubussen. Gemeindehaus Soest, 1990 Monument van de menselijke vergissing. Den Haag, 1991 Plein van de 49 neongeheimen. Leerdam, 1992 De blauwe Bogen. Brücke in Dalfsen, 1994 Lichtobjecten VEC-gebouw. Goor, Hof van Twente, 1994 De Vlinderpoort. Rosmalen, 1995 Aanbouw theater. Agnietenhof in Tiel (zusammen mit Hanshan Roebers), 1997 The Mermaid. Gibbs Farm, Auckland, Neuseeland, 1999Marijke de Goey. In: Gibbs Farm. Abgerufen am 7. Januar 2024 The Mermaid. Auckland, Neuseeland, 2000 Kubuspoort. Amsterdam, 2000 De kubustoren. Burgemeester Berghuisplein in Kampen, 2004 The Lotus Flower. Mehrteiliges Kunstwerk, SchinveldBas van Heel: De Limburger vom 16. Februar 2019. Abgerufen am 7. Januar 2024 The secret of the Nano, Van Leeuwenhoek Nanotech Laboratory
Ausstellungen (Auswahl) 1979: Museum Fodor, Amsterdam (Einzelausstellung) 1979: Moderne Hollandsk Tekstilkunst og Glas, Designmuseum Danmark, KUNSTEN Museum of Modern Art Aalborg, Dänemark 1979: Denmark, KulturHuset Stockholm, Schweden 1979: Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum Trondheim, Norwegen 1979: Arte Adapto de Hollanda, Mexico 1980: Van Abbemuseum, Eindhoven (Einzelausstellung) 1981: Museum „Het Catharina Gasthuis“, Gouda (Einzelausstellung) 1982: De keuze van de kunstenaar, Kunstmuseum Den Haag 1984: Museum De Beyerd, Breda (Einzelausstellung) 1985: Kunstpreis der Stadt Gouda / Museum Gouda (Einzelausstellung) 1986: Francoise van den Bosch-Preis, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (Einzelausstellung) 1987: Bertha Urdang Gallery, New York NY, USA (Einzelausstellung) 1989: Stedelijk Museum Amsterdam (Einzelausstellung) 1989: Niederländisches Textilmuseum, Tilburg (Einzelausstellung) 1990: De Zonnehof, Amersfoort (Einzelausstellung) 1994: Aviodrome, Amsterdam (Einzelausstellung) 1995: Body Language, jewelry and accessories, Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum, New York, USA (Einzelausstellung) 1996: Kind en kunst, Stedelijk Museum Zutphen 1996: 2 x 6 = 6, Arti et Amicitiae, Amsterdam 1997: Stedelijk Museum Amsterdam (Einzelausstellung) 1998: Stedelijk Museum Amsterdam 2000: De Voorstelling, Stedelijk Museum Amsterdam 2005: Peter Webb Galleries, Auckland, Neuseeland (Einzelausstellung)
Weblinks
Website Marijke de Goey
Einzelnachweise
Kategorie:Bildender Künstler (Niederlande) Kategorie:Niederländer Kategorie:Träger des Ordens von Oranien-Nassau Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Frau