Der Radball-Weltcup 2024 war die 22. Austragung des von der UCI veranstalteten Radball-Weltcups. Die Turnier-Serie begann am 23. März und endete am 7. Dezember mit dem Weltcup-Finale in Ailingen. Im Finale standen sich wie bei Hallenradsport-Weltmeisterschaften 2024 die Paare Kopp/Mlady und Schnetzer/Feurstein gegenüber; Kopp/Mlady holten den ersten deutschen Titel seit 2011 und beendeten Patrick Schnetzers seit 2016 währende Siegesserie.

Modus

Für den Weltcup qualifizierten sich je drei Teams aus den vier besten Nationen der letzten Weltmeisterschaft (Deutschland, Schweiz, Österreich, Tschechien) und zwei Teams aus der fünftplatzierten Nation (Frankreich). Aus allen weiteren Ländern war maximal ein Team teilnahmeberechtigt. Außerdem konnte jeder Turnierveranstalter eine Wildcard benennen.

Die ersten Spielorte wurden Mitte November 2023 bekanntgemacht, Anfang Januar waren alle Spielorte bekannt. Erstmals seit 2018 fand der Weltcup wieder mit der vorgesehenen Höchstzahl von acht Runden statt.

Turnier-Übersicht

Turnier Austragungsort Datum Gewinner Zweiter Dritter 1. Turnier 23. März RMV Mosnang RSV Osaka 1 RS Altdorf 1 2. Turnier 4. Mai RMC Stein TJ Favorit Brünn RMV Pfungen 3. Turnier 31. August RMC Stein RV Dornbirn 1 RMV Pfungen 4. Turnier 7. September RV Dornbirn 1 RMC Stein TJ Sokol Zlín 5. Turnier 21. September RMC Stein RMV Pfungen RV Dornbirn 1 6. Turnier 12. Oktober RSC Schiefbahn RS Altdorf 2 VC Dorlisheim 1 7. Turnier 9. November RV Sulz 2 RS Altdorf 1 TJ Sokol Zlín 8. Turnier 23. November RV Dornbirn 1 RSC Schiefbahn RS Altdorf 2 Finale 7. Dezember RMC Stein RV Dornbirn 1 RSC Schiefbahn

Punktestand Für jedes Weltcupturnier werden Weltcuppunkte vergeben. Nach den ersten acht Turnieren werden die Punkte jedes Teams addiert, und die acht Teams mit den meisten Punkten gelangen ins Finale. Ebenfalls im Finale spielt ein Team aus Asien und das Heimteam (Wildcard) des Veranstalters.

Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte 50 45 40 35 30 25 20 18 16 14

Der Punktestand entscheidet nur darüber, welche Teams ins Finale gelangen. Dort haben jedoch alle Teams die Chance auf den Gesamtsieg.

Die mit gelb hinterlegten Teams sind fürs Finale qualifiziert. Rechts sind die Ränge bei den einzelnen Turnieren dargestellt.

Rang Team Spieler Spieler Punkte 1 RMC Stein Raphael Kopp Bernd Mlady 195 2 RV Dornbirn 1 Patrick Schnetzer Stefan Feurstein 185 3 RSC Schiefbahn Sven Holland-Moritz Marius Hermanns 160 5 4 4 RMV Pfungen Severin Waibel Benjamin Waibel 150 6 5 RS Altdorf 2 Timon Fröhlich Yannick Fröhlich 140 7 4 6 RSV Großkoschen Tim Lehmann Eric Lehmann 130 5 5 4 4 7 RS Altdorf 1 Fabian Hauri Jon Müller 125 6 4 7 8 RV Sulz 2 Philipp Schwendinger Max Schwendinger 118 8 7 5 9 TJ Favorit Brünn Ludvík Písek Robert Zvolánek 114 4 8 9 10 TJ Sokol Zlín Tomáš Horák Radek Adam 105 6 11 VC Dorlisheim 1 Quentin Seyfried Mathias Seyfried 101 7 6 9 12 MO Svitávka Jiří Hrdlička jun. Roman Staněk 100 6 7 6 5 13 RV Sulz 1 Kevin Bachmann Michael Welte 91 6 8 8 5 14 RMV Mosnang Björn Vogel Rafael Artho 85 4 15 RSV Osaka 1 Yusuke Murakami Yuma Takahashi 59 10 16 VC Cronenbourg Frédéric Doell Stéphane Bauer 50 9 9 8 17 CB Genk 68 Robby Gubbelmans Koen Uitterhaegen 44 10 10 9 18 RS Altdorf U23 Jari Kern Matteo Baumann 40 19 Tachikawa CSC 1 Ken Hirano Hideki Yasui 35 4 20 VC Dorlisheim 2 David Luck Thomas Leclerc 32 8 10 21 Murata R Atsuyuki Shimizu Yasuhiro Kusaka 30 5 RKV Denkendorf Valentin Notheis Felix Weinert 30 5 Flying Gravity Wing Tai Ho Ka Kin Kenny Chan 30 9 10 24 RSV Osaka 3 Koji Okajimi Nasu Takayuki 25 6 25 RSV Osaka 2 Tokuhiro Noboru Uramoto Taiga 20 7 Roman Baumann Tim Russenberger 20 7 Svitávka U23 Jan Hrdlička Jan Kripner 20 7 28 SCAA One Wheel Chun To Jacky Chui Wing Sun Mak 18 8 ARBÖ St. Pölten Manuel Schlachtner Michael Schlachtner 18 8 30 RCT Hannover Uwe Hehmann Stephan Sänger 16 9 VC Darmstadt Markus Dörr Manuel Fuzio 16 9 32 Tachikawa CSC 2 Kazutoshi Ono Tomoki Imamura 14 10 TJ Start Plzeň Ondřej Kydlíček Josef Reindl 14 10 Baj KSE Vilmos Toma Tamás Arendás 14 10

Weltcup-Finale

Die Wildcard im Finale erhielt das heimische Team des RVI Ailingen. Vertreter Asiens war der RSV Osaka als beste Mannschaft dieses Kontinents. Das sechstplatzierte Team des RSV Großkoschen nahm nicht teil und wurde durch das des TJ Favorit Brünn ersetzt.

Die zehn Teams wurden in zwei Fünfer-Gruppen unterteilt, innerhalb derer jeder gegen jeden spielte. Danach spielten die Fünftplatzierten der beiden Gruppen um Rang 9 und 10, die beiden Viertplatzierten um Rang 7 und 8 und die beiden Drittplatzierten um Rang 5 und 6. Die Sieger der beiden Gruppen spielten im Halbfinale gegen den Zweitplatzierten der anderen Gruppe um einen Finalplatz. Die Verlierer der beiden Halbfinale spielten um Rang 3 und 4 und die beiden Gewinner um den Weltcup-Gesamtsieg.

Vorrunde Gruppe 1

Gruppe 2

Finalrunde

1. Halbfinale RMC Stein – RSC Schiefbahn 7 : 2 2. Halbfinale RV Dornbirn 1 – RMV Pfungen 8 : 6 Spiel um Platz 9 und 10 TJ Favorit Brünn – RSV Osaka 8 : 1 Spiel um Platz 7 und 8 RS Altdorf 1 – RV Sulz 2 6 : 3 Spiel um Platz 5 und 6 RVI Ailingen – RS Altdorf 2 3 : 6 Spiel um Platz 3 und 4 RSC Schiefbahn – RMV Pfungen 5 : 3 Finale RMC Stein – RV Dornbirn 1 6 : 5

Endstand

Rang Team Spieler Spieler RMC Stein Raphael Kopp Bernd Mlady RV Dornbirn 1 Patrick Schnetzer Stefan Feurstein RSC Schiefbahn Sven Holland-Moritz Marius Hermanns 4 RMV Pfungen Severin Waibel Peter Jiricek 5 RS Altdorf 2 Timon Fröhlich Yannick Fröhlich 6 RVI Ailingen Michael Brugger Markus Lang 7 RS Altdorf 1 Fabian Hauri Jon Müller 8 RV Sulz 2 Philipp Schwendinger Max Schwendinger 9 TJ Favorit Brünn Ludvík Písek Robert Zvolánek 10 RSV Osaka Yusuke Murakami Yuma Takahashi

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Einzelnachweise

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