Curatella americana oder der SandpapierbaumOtto Kuntze: Um die Erde. Zweite Ausgabe, 1888, S. 53. ist die einzige Art der Pflanzengattung Curatella innerhalb der Familie der Rosenapfelgewächse (Dilleniaceae). Sie ist im Portugiesischen bekannt als Lixeira oder Sambaíba, im Englischen als Sandpaper tree und im Spanischen als Chaparro.Curatella americana bei EPPO Global Database.Curatella americana bei Flora de México . Auch Ficus exasperata aus Afrika wird als Sandpapierbaum bezeichnet.
Beschreibung mini|links|Zweig mit wechselständigen Laubblättern mini|Blütenstand mini|Früchte und Samen Vegetative Merkmale Curatella americana ist ein halbimmergrüner und feuertoleranter BaumAlbert O. Aweto: Shifting Cultivation and Secondary Succession in the Tropics. CABI, 2013, ISBN 978-1-78064-043-3, S. 91.Geraldo Alves Damasceno-Junior, Arnildo Pott: Flora and Vegetation of the Pantanal Wetland. Springer, 2021, ISBN 978-3-030-83374-9, S. 409 f. mit einer dichten, runden Krone oder ein kleiner Strauch. Normalerweise erreicht er Wuchshöhen von 6 bis über 10 Meter. Der Stamm ist kurz und normalerweise krumm und erreicht einen Durchmesser von 40 bis 50 Zentimetern.Curatella americana bei Useful Tropical Plants. Die braun-graue bis gräuliche Borke ist schuppig bis abblätternd.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die kurzen Blattstiele sind kurz geflügelt oder rinnig, manchmal ist die Spreite auch herablaufend. Die derbe, steif-ledrige Blattspreite ist bei einer Länge bis über 25 Zentimeter eiförmig bis elliptisch. Sie zeichnen sich durch dicke Blattadern und eine raue Oberfläche aus. Die sternhaarigen, manchmal gewellten Blattspreiten enden gerundet bis eingebuchtet oder stumpf, seltener spitz. Der Blattrand fast ganzrandig bis, teils feinstachelspitzig,Martius, Eichler: Flora Brasiliensis.Manoel Cláudio Da Silva Júnior: 100 Brazilian Savanna Trees. 2015. gekerbt oder gezähnt bis geschweift oder gebuchtet. Die Oberflächen der Blattspreiten besitzen phytolithische Siliciumeinlagerungen.Igo F. Lepsch et al.: Phytoliths from the Rough Leaves of Two Dicotyledonous Species from the Brazilian Cerrado Biome and Their Occurrence in Soils. In: Heloisa Helena Gomes Coe, Margarita Osterrieth: Synthesis of Some Phytolith Studies in South America (Brazil and Argentina). Nova Publishers, 2014, ISBN 978-1-63321-952-6, S. 75–89, doi:10.13140/2.1.3012.9921. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale Die gestielten Blüten sind in end- oder achselständigen, behaarten, kleineren und rispigen Blütenständen zusammengefasst. Die Blütenstiele sind behaart.
Die unangenehm duftendenPaul Carpenter Standley: Trees and Shrubs of Mexico. Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Die Blüten weisen meist vier oder fünf freie, bootförmige, behaarte und zurückgelegte Kelchblätter auf. Die meist vier oder fünf dachigen, zurückgelegten, früh abfallenden Kronblätter sind verkehrt-eiförmig. Es gibt zahlreiche (bis 100) freie Staubblätter. Die zwei oberständigen, im unteren Teil verwachsenen, einkammerigen Stempel mit zwei kurzen, innwendig leicht seitlichen Griffeln mit kleinen Narben sind borstig behaart.
Es werden kleine, reizend behaarte und ein- bis meist zweisamige, ledrige, grünliche und innen rote, verkehrt-eiförmige Kapselfrüchte mit Griffel-, Staubblatt- und Kelchresten gebildet, die mehr oder weniger paarig verwachsen erscheinen. Zusammen sind sie bis etwa 1,5 Zentimeter groß. Die schwarzen, glatten Samen besitzen einen weißen Arillus.
Verbreitung Curatella americana ist in der Neotropis, einschließlich des nördlichen Südamerikas (Brasilien, Bolivien, Peru, Kolumbien, Venezuela und die Guyanas) und in Mittelamerika von Panama bis Mexiko und in der westlichen karibischen Inseln verbreitet.Curatella americana IUCN Red List of Threatened Species, 2021.Curatella americana L.
Lebensraum Die Bäume wachsen im Allgemeinen in Savannen und Trockenwäldern vor. In Guatemala findet man sie an trockenen, offenen oder buschigen Hängen unterhalb von 1.200 Metern Höhe oder zwischen Kiefern.
Taxonomie Die Erstveröffentlichung von Curatella americana erfolgte 1759 durch Carl von Linné in Systema Naturae ...Editio decima, reformata... 10. Auflage, Band 2, Seite 1079 ("Curatella americ.").
Nutzung Einige Pflanzenteile, einschließlich ihrer essbaren Früchte, werden in der traditionelle Medizin verwendet und weitere Nutzungen. Die Samen können als Gewürz verwendet werden. Die rauen Laubblätter werden zum Polieren genutzt. Das gröbere Holz ist recht beständig. In Mittelamerika wird sie häufig als Zierpflanze angebaut.
Literatur Carl Friedrich Philipp von Martius, August Wilhelm Eichler: Flora Brasiliensis. 13, Pars I, 1861–1872, S. 67 ff, Tafel 15, eingescannt auf biodiversitylibrary.org. Paul Carpenter Standley: Trees and Shrubs of Mexico. Contributions from the United States National Herbarium, Volume 23, Part 3, 1920, S. 819. Gerardo A. Aymard, Carol L. Kelloff: Dilleniaceae. In: Flora of the Guianas. Ser. A, Phanerogams, Fascicle 31, 2016, ISBN 978-1-84246-465-6, online auf researchgate.net.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Rosenapfelgewächse Kategorie:Baum