Wilhelm Feodor Demiani, auch Wilhelm Fedor Demiani (* 20. Oktober 1833 in Leipzig; † 28. Juli 1907 in Tutzing) war ein sächsischer Rittergutsbesitzer und Politiker.
Leben Demiani wurde 1833 als Sohn des Leipziger Großkaufmanns und Präsidenten der dortigen Handelskammer Christian Heinrich Demiani (1794–1865) geboren. Er besuchte von 1848 bis 1850 die Landesschule Grimma.Johannes Reinhard: Gott und die Seele in der monistischen Religionsphilosophie der Gegenwart (= Jahresbericht / Fürstenschule Grimma (Staatl. Oberschule für Jungen) 1907/1908), Grimma 1908, S. 20. Er trat eine Militärlaufbahn an und diente im zweiten Reiter-Regiment der sächsischen Armee als Rittmeister.Adressbuch Niederlößnitz, 1869, S. 36 ( Digitalisat). Als er aus dieser verabschiedet wurde, erhielt er die Erlaubnis, die Regimentsuniform (mit den Abzeichen für Verabschiedete) weiterhin tragen zu dürfen.Dresdner Nachrichten vom 25. März 1868, S. 1 (Digitalisat). Er nahm am Krieg gegen Preußen und am Krieg gegen Frankreich teil.Grimmaisches Ecce, 28, 1907, S. 30–31 (Digitalisat). Von 1866 bis 1876 besaß Demiani das Mohrenhaus nebst Weinberg in Radebeul, das er als „stilvolles Schlösschen“ mit dem markanten Aussichtsturm im Stil der Neogotik mit einigen Formen des Tudorstils durch die Baufirma „Gebrüder Ziller“ errichten und den heutigen Park anlegen ließ. In den 1880er Jahren war Demiani Besitzer des Rittergutes Kleinwaltersdorf. Bezeichnet als Major a. D. gehörte er 1883/84 und 1885/86 der I. Kammer des Sächsischen Landtags als gewählter Abgeordneter der Rittergutsbesitzer des Erzgebirgischen Kreises an.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833–1952), Dresden 2011, S. 44–45. Vor der Eröffnung des außerordentlichen Landtags 1887 war Demiani durch Verkauf seines Grundstücks aus dem Landtag ausgeschieden.Mittheilungen über die Verhandlungen des außerordentlichen Landtages, Nr. 1, 1887 (Digitalisat). Er verbrachte seinen Lebensabend in Striesen und Blasewitz.
Er war ab 1866 mit Marie geb. Dufour-Féronce († 1886) verheiratet.Leipziger Zeitung vom 21. Februar 1866, S. 980 (Digitalisat).
Ab 1871 war Demiani Ritter I. Klasse des Albrechts-Ordens.Staatshandbuch für das Königreich Sachsen, 1898, S. 57 (Digitalisat).
Einzelnachweise
Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Major (Sachsen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Person (Radebeul) Kategorie:Politiker (Freiberg) Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse) Kategorie:Geboren 1833 Kategorie:Gestorben 1907 Kategorie:Mann