Peter M. Schneider (* 19. Oktober 1936 in Sachsenhausen) ist ein deutscher Opernsänger, Schriftsteller und Impresario.
Leben, Beruf und Wirken Peter M. Schneider, geboren als Peter Schneider, ist der einzige Sohn von Martin Schneider († 1943 auf Sizilien). Er wuchs nach dem Tod des Vaters bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf einem Bauernhof auf. Nach dem Abitur studierte er Milchwirtschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seiner Promotion an der Universität Rostock zum Dr. rer. nat. ging er zum Theater.Tausendsassa wird 70: Peter Schneider - Tierzüchter, Opernsänger und Veranstalter: In: Norddeutsche neueste Nachrichten, Bd. 54 (2006), 245, S. 24
Schneider wurde Tenor. Er debütierte 1965 in Döbeln (Mittelsächsisches Theater) und sang danach zwanzig Jahre auf verschiedenen ostdeutschen Bühnen, davon viele Spielzeiten am Volkstheater Rostock. Mit Beginn der Saison 1985/86 wurde er Intendant am Theater Stralsund.Intendant Dr. Peter Schneider im Autorenverzeichnis - Verlag Theater der Zeit: Schneider leitete dieses Theater bis 1990.Bitte des Intendanten des Theaters Stralsund, Dr. Peter Schneider, um Abberufung: In: DDB Deutsche Digitale BibliothekPeter Schneider In: Nordlichter - Rostock : IFÖ u. Chronica-Verl., 1996, Seite 2
Gemeinsam mit Helga Schneider gründete er zwei Jahre später in Rostock die Boris-Agentur, welche sich insbesondere der Unterstützung internationaler Künstler verschrieb.Armenier singt und spielt einen Engländer: Zimmermann, Wolfgang. - In: Sächsische Zeitung, 24. März 2006Eine nicht alltägliche Lebensgeschichte: Peter Schneider - Rostock: Käning, Monika. - In: Rostock zwischen zwei Sommern, Bd. 16 (2010/2011), S. 36 Die Konzertagentur veranstaltet jährlich u. a. mit den armenischen Tenören Gor Arsenyan und Karo Khachatryan, sowie dem ukrainischen Klavierduo Olha Chipak und Oleksiy Kushnir u. a. die Silvesterkonzerte im Barocksaal (Rostock).
Seit 1960 ist Schneider außerdem schriftstellerisch tätig.Peter M. Schneider: Mühlstädt, Herbert. - In: Literatur im Ostseebezirk, 2. veränderte Aufl., Rostock: Willi-Bredel-Bibliothek, 1980, S. 47Peter Schneider: In: Kürschners Literaturkalender, Berlin: De Gruyter, Bd. 60, 1988, S. 1079 Er ist Verfasser von Schauspielen, Fernsehspielen, Dramatisierungen, Libretti für Oper und Märchenmusical, sowie von Lyrik.Peter M. Schneider: Mühlstädt, Gerda. - In: Literatur im Ostseebezirk, 3. überrag. u. erw. Aufl., Rostock: Willi-Bredel-Bibliothek, 1984, S. 57Peter M. Schneider: Lange, Renate. - In: Literatur im Ostseebezirk, 4. stark überarb. Aufl., Rostock: Willi-Bredel-Bibliothek, 1989, S. 41
Bedeutenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten für Schneider die Begegnungen mit der Kammersängerin Hanne-Lore Kuhse"Sie hatte eine wunderbare Stimme": Claudia Röhr. In: Begegnungen mit Hanne-Lore Kuhse, Schweriner Volkszeitung, 23. November 2009, dem Rostocker Intendanten Hanns Anselm Perten, dem russisch-armenischen Bariton Pawel LisizianBegegnung mit einem „Zauberer“ – Der Bariton Pawel Lisizian: Schneider, Peter M. - In: ADK, Jg. 2011, Heft 4 und dem bulgarisch-österreichischen Heldentenor Spas Wenkoff.Peter M. Schneider als Laudator für Kammersänger Spas Wenkoff: Stadt Bad Ischl, 30. September 2012Nachruf von Dr. Peter M. Schneider auf Spas Wenkoff: Richard Wagner Verband, Wien, 2013, e-paper Schneider gehört zu den Gründungsmitgliedern der von dem Schriftsteller Frank Weymann ins Leben gerufenen Pro arte Künstlerakademie Mecklenburg-Vorpommern.Rückblick: In: Dr. Bernd Melzer, Zur Geschichte des Vereins, Vereinswebsite Pro arte
Fernsehspiele, Stücke, Libretti, Dramatisierungen (Auswahl) Der Tod des Archimedes, Mittelsächsisches Theater, Döbeln, Uraufführung 1967Der Tod des Archimedes: In: Döbeln damals, Stadttheater Döbeln, Spielzeit 1966–1967, Website Junge Bautechniker, Fernsehspiel, Theater Greifswald, UA 1970 In mir wachsen 100 Träume, Theater Greifswald, UA 1971 Mörder ohne Tote, Fernsehspiel, Ostseestudio Rostock, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin (Ensemble), UA 1974 Opa Päule, Volkstheater Rostock, UA 1974 Seemann, Tod und Teufel, Libretto, Theater Stralsund, UA 1976 Die drei Musketiere, Landesbühnen Sachsen, nach Alexandre Dumas, gemeinsam mit Heiner Maaß, UA 1980Die drei Musketiere: bei Henschel Schauspiel Die blaue Nachtigall, Libretto, Theater Greifswald, Komposition: Paul Krawinkel, UA 1981 Das Fell, Volkstheater Rostock, UA 1983 Es war einmal ein König Drosselbart, Volkstheater Rostock, Musical, Komposition: Reinhard Möller, UA 1984, Fernsehaufzeichnung 1985Es war einmal ein König Drosselbart: In: Online-Lexikon Fernsehen der DDR Ferdinand (Schill), Theater Stralsund, UA 1984 Der entbehrliche Trommler, Aesopiade für Schauspieler, 1984 Reise nach Süden, Volkstheater Rostock, nach Peter Schütt, UA 1984 Das Märchen vom Schwarzen Riesen, Volkstheater Rostock, Musical, Komposition: Reinhard Möller, Fernsehaufzeichnung, UA 1985 Stralsund Poem, Theater Stralsund, Komposition: Kurt-Dietmar Richter, UA 1985 Meerumschlungen und kreidegrün, Theater Stralsund, Kantate nach Gerhart Hauptmann, Komp.: Karl Dietrich, Fernsehaufzeichnung, UA 1988 Die Erbschleicher, Theater Stralsund, DDR-Erstaufführung, Oper von Krassimir Kjurktschijski (Übersetzung), 1988 Die Perlen der Serafina, Operette von Rudolf Piskášek (Übersetzung), 1988 Kaspar-Ohm un ick, Volkstheater Rostock, nach John Brinckman, Hörspielfassung, UA 1989
Veröffentlichungen Pusteblumen und Neurosen – Fetzen und Verse, Lyrik, BS Verlag Rostock, 2006, ISBN 978-3-89954-217-2 Heldentenor Spas Wenkoff – Alles war Zufall, Künstlerbiografie, BS Verlag Rostock, 2008, ISBN 978-3-86785-045-2 Herbst – Zeit – Loses, Lyrik, BS Verlag Rostock, 2017, ISBN 978-3-86785-395-8 Heldentenor Spas Wenkoff – Alles war Zufall, Neuauflage, Rhino Verlag, Ilmenau, 2021, ISBN 978-3-932081-85-9
Einzelnachweise
Kategorie:Opernsänger Kategorie:Theaterintendant Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann