Die Seeschlacht bei Negapatam (: Battle of Negapatam oder auch Action of 6 July 1746, : Bataille de Négapatam) war eine Schlacht zwischen britischen Kriegsschiffen und bewaffneten französischen Handelsschiffen am vor dem südindischen Negapatam, während des Österreichischen Erbfolgekrieges.

Vorgeschichte Mit Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges in Europa, kam es auch zu Kampfhandlungen in den europäischen Kolonien der beteiligten Staaten. Da sich die meisten Kämpfe in Indien in der Region Karnatik ereigneten, worunter man während der Kolonialzeit das Gebiet zwischen den Ostghats und der Koromandelküste im Norden des heutigen indischen Bundesstaats Tamil Nadu verstand, wird dieser Konflikt auch als Erster Karnatischer Krieg bezeichnet.

1744 hatte die britische Marine mit der East Indies Station ein permanentes Kommando für die indischen Gewässer eingerichtet. Erster Commander-in-Chief dieser Station war Commodore Curtis Barnet, welcher am im Fort St. David in Cuddalore verstarb. Sein Nachfolger wurde Commodore Edward Peyton.

Schlacht Das britische Geschwader unter Payton kreuzte von Cuddalore kommend vor Negapatam, als am der französische Verband, unter Bertrand François Mahé de La Bourdonnais, in Sicht kam. Der französische Flottenkommandant war sich im Klaren darüber, dass seine neun bewaffneten Handelsschiffe den sechs regulären britischen Kriegsschiffen in Hinsicht auf Feuerkraft und Ausbildung der Besatzung unterlegen waren und er nur über den Vorteil einer höheren Mannstärke verfügte.

Commodore Peyton erkannte wahrscheinlich die Absicht von Mahé de La Bourdonnais, seine Schiffe im Nahkampf zu entern, so dass er in den ersten Stunden des Tages bei nur wenig Wind und innehaben der Luvstellung abstand zum französischen Verband hielt. Erst gegen 16 Uhr begannen beide Verbände sich zu beschießen und selbst dies mit solch einer Entfernung, dass auf beiden Seiten kaum ernsthafte Schäden angerichtet wurden. Bei Einsetzen der Dämmerung hörte auch dieser Beschuss auf.

Die Briten hatten am Ende des Tages 14 Tote und 46 Verwundete zu beklagen, und die Medway Prize war von allen britischen Schiffen am schwersten beschädigt. Auf der anderen Seite hatten die Franzosen 27 Tote und 53 Verwundete erlitten, und die Insulaire wurde auf Grund der erlittenen Schäden zur Reparatur entlassen.

Nachgang Nach der Schlacht wurde Peyton von Seiten der Britischen Ostindien-Kompanie dafür kritisiert, sich nicht näher an den französischen Verband herangewagt zu haben, um seine höhere Feuerkraft und besser ausgebildeten Besatzungen auszunutzen. Anschließend wurde er durch Commodore Thomas Griffin ersetzt, welcher ihn unter Arrest stellte und nach Großbritannien schickte. Eine Anklage wegen Pflichtverletzungen erfolgte aber nicht.

Schlachtordnung Großbritannien Schiff Kanonen Kommandant Verluste Anmerkungen getötet verwundet Insgesamt Medway 60 Henry Rosewell Flaggschiff von Commodore Edward Peyton Preston 50 George Carnegie Winchester 50 Thomas Bertie Harwich 50 Philip Carteret Medway Prize 40 Thomas Griffin Lively 20 Nathaniel Stephens

Frankreich Schiff Kanonen Kommandant Verluste Anmerkungen getötet verwundet Insgesamt Achille 60 Etienne d’Obry Flaggschiff von Bertrand François Mahé de La Bourdonnais Duc d’Orléans 26 de Champlais Bourbon 36 de Selle Neptune 34 de Porte Bûrés Phénix 34 de la Chaisse Saint Louis 30 de Pellon Lys 34 de Dezert Insulaire 28 de la Baume Renommée 30 de Gatinaire

Literatur

Weblinks 1st Battle of Negapatam, 25th June 1746 auf threedecks.org (englisch) Darstellung der Flottensituation (englisch)

Einzelnachweise William Laird Clowes: The Royal Navy. A History from the Earliest Times to the Present. Band 3, S. 119 (Online) William Laird Clowes: The Royal Navy. A History from the Earliest Times to the Present. Band 3, S. 120 (Online)

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