Rowena Dring (* 1970 in Wellingborough) ist eine britische Künstlerin.Rowena Dring.Falls the Shadow. 2009, Monografie, dort S. 76, Hrsg. Oliver Zybok, Kerber Verlag, ISBN 978-3-86678-222-8
Leben Dring studierte von 1989 bis 1990 am Bedford College of Higher Education (UK), von 1990 bis 1993 am Chelsea College of Art & Design, London und von 1996 bis 1998 am Goldsmith College, University London, wo sie ihren Master in Kunst ablegte. Dring lebt und arbeitet in Amsterdam.Rowena Dring. Falls the Shadow. 2009, Monografie, dort S. 76, Hrsg. Oliver Zybok, Kerber Verlag, ISBN 978-3-86678-222-8
Werk Dring zählt zu den Künstlern, die sich um einen neuen Zugang zum Landschaftsbild bemühen. Auf den ersten Blick wirken ihre Arbeiten wie herkömmliche Malerei. Bei näherer Betrachtung geben sie sich jedoch als genähte Bilder zu erkennen, zusammengesetzt aus unzähligen, einfarbigen und unterschiedlich großen Stoffteilen. Ausgehend von Photographien, die die Künstlerin auf Reisen aufgenommen hat, werden die Motive mit Hilfe eines Computerprogramms in einzelne Farb- und Formfelder zerlegt. Das so auf Fragmente reduzierte Motiv wird mit Hilfe von Blaupausen auf Stoffe übertragen. Dring schneidet dann die unzähligen Einzelteile entsprechend aus und näht sie mit einer herkömmlichen Nähmaschine zu einem neuen Bild zusammen. Dring nimmt dadurch eine Neuordnung des vorhandenen Landschaftsbildes vor: Sie zerlegt es zunächst in Einzelteile, reduziert diese dann auf ihre bloße Form und weist jedem Fragment eine Farbe zu. Die Vereinfachung des Motivs führt gleichzeitig zu einer Übertreibung. Denn die Vielzahl der zusammengesetzten, monochromen Farbflächen, erzeugen eine überzeichnet wirkende Farbigkeit. So erinnern Drings Arbeiten an Malen-nach-Zahlen-Sets, Motive aus Comic-Magazinen oder Camouflage-Muster. Dring bezweckt dabei keinen nostalgischen Blick auf das Landschaftsbild. Es dient ihr lediglich als Mittel zum Zweck. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf gängig gewordene Idealvorstellungen von „idyllischer Landschaft“ und romantischen Orten. In Anbetracht der damit verbundenen Austauschbarkeit spielt sie mit deren lakonischen Abbildern und entlarvt dabei die Oberflächlichkeit solcher Vorstellungen. Dring enthüllt damit unser Bild der „perfekten“ Natur als kulturelle Konstruktion.Dirk Steimann: Rowena Dring. Nach der Natur. 2006, in Landschafts-Paraphrasen, dort S. 31 bis 33, Salon Verlag, ISBN 3-89770-254-1Oliver Zybok: Rowena Dring: Reflexion und Transfer. 2009, in Rowena Dring. Falls the Shadow, Monografie, dort S. 6 bis 12, Hrsg. Oliver Zybok, Kerber Verlag, ISBN 978-3-86678-222-8
Literatur (Auswahl) I've never been afraid of beauty! Die Sammlung Dirk Lehr. 2025, Hrsg. Mannheimer Kunstverein, ISBN 978-3-69216-000-9 Eigen Huis & Interieur. Magazin, Ausgabe Januar 2012, dort S. 60 f., Hrsg. Sanoma Media Netherlands B.V. Rowena Dring. Falls the Shadow. Monografie und Ausstellungskatalog, 2009, Hrsg. Oliver Zybok, Kerber Verlag, ISBN 978-3-86678-222-8 End Game. British Contemporary Art from the Chaney Family Collection. 2008, Ausstellungskatalog, Hrsg. The Museum of Fine Arts, Houston, Texas, ISBN 978-0-300-14201-3 Idylle. Traum und Trugschluss. 2007, Ausstellungskatalog, Hrsg. Oliver Zybok, Hatje Cantz Verlag, ISBN 978-37757-1943-8 Garten Eden. Der Garten in der Kunst seit 1900. 2007, Ausstellungskatalog, Du Mont Verlag, Köln, ISBN 978-3-83219-008-8 Landschafts-Paraphrasen. 2006, Ausstellungskatalog, Salon Verlag, ISBN 3-89770-254-1 Colours and Trips. 2005, Ausstellungskatalog, Hrsg. Oliver Zybok, ISBN 3-86588-052-5 mode of art. 1999, Ausstellungskatalog, Verlag des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, ISBN 3-925974-58-X
Ausstellungen Einzelausstellungen (Auswahl) 2015 Home Lands, Lehr Zeitgenössische Kunst, Berlin 2011 There She Goes, My Beatiful World, rahncontemporary, Zürich 2009 Falls the Shadows, Galerie der Stadt Remscheid, Remscheid 2008 Skyline: landscape&memory, rahncontemporary, Zürich 2008 Western Lands, TORCH Gallery, Amsterdam 2006 A Place Apart, QED Gallery, Los Angeles 2005 Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf 2005 Rowena Dring, Elisabeth Dee Gallery, New York 2004 Landschaften, Ausstellungshalle Zeitgenössische Kunst, Münster 2003 Rowena Dring, Sies+Höke Galerie, Düsseldorf 2002 Clearing, Elisabeth Dee Gallery, New York 2001 Rowena Dring, Sies+Höke Galerie, Düsseldorf 2001 Gran Tourismo, Francis Graham-Dixon Gallery, Hoxton House, London
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2025 I've never been afraid of beauty! Die Sammlung Dirk Lehr. Mannheimer Kunstverein, Mannheim 2025 Espace Artbausa Crozon, Crozon, Frankreich 2024 40x40x40, Torch Gallery, Amsterdam 2021 Symbolism Reloaded. Leo Kuelbs Collection, Berlin/New York 2020 Frequency. Philipp von Rosen Galerie, Köln 2014 Bucolic Turmoil. TORCH Gallery, Amsterdam 2013 Collective diary. Hal Project, Seoul, Korea 2012 Lost in Space. rahncontemporary, Zurich 2011 There Was a World Once. Märkisches Museum, Witten 2010 Optical Shift – Illusion und Täuschung. b-05 Kunst- und Kulturzentrum, Montabaur 2009 Privat.Wuppertaler Sammler der Gegenwart. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2008 End Game. British Contemporary Art from the Chaney Family Collection, The Museum of Fine Arts, Houston, Texas 2007 Garten Eden. Der Garten in der Kunst seit 1900. Kunsthalle Emden, Emden 2006 Idylle. Traum und Trugschluss. Phoenix Kulturstiftung/Sammlung Falckenberg, Hamburg, 2005 Landscape Confection. Wexner Center for the Arts, Columbus, Ohio 2004 Landschafts-Paraphrasen. Städtische Galerie im Rathauspark, Gladbeck 2003 Colours and Trips. Museum der Stadt Ratingen, Ratingen 2002 Textile Innovation. Jerwood Applied Arts Prize 2002, Crafts Council Gallery, London 2000 Paintings. Sies+Höke Galerie, Düsseldorf 1999 mode of art. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1998 Beautiful South. Whitechapel Open @ Canary Wharf, London 1997 Under World. The Australia Council Studio, London 1996 Whitechapel Open. Whitechapel Gallery, London
Einzelnachweise
Kategorie:Künstler (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1970 Kategorie:Frau