Caspar Huxer – auch Kaspar Huxer, Höxar oder Hoxarn – (* 1552 in Münden; † 1628 in Wildungen) war ein deutscher Münzmeister.Lebensdaten des Caspar Huxer im Biographischen Lexikon der Münzmeister und Wardeine, Stempelschneider und Medailleure von der Renaissance bis zur Gegenwart, Ludwig-Maximilians-Universität München; abgerufen am 29. Dezember 2023.

Familie Huxer wurde als Sohn des Münzmeisters Melchior Huxer (* 1520) geboren. Seine Onkel waren die Münzmeister Martin (* 1510) und Valentin Huxer (* 1515).

Anstellungen mini|hochkant=1.2|Münzmeisterzeichen des Caspar Huxer Huxers Münzmeisterzeichen zeigt zwei gekreuzte Zainhaken mit einem nach unten durchgesteckten Pfeil.

Niederwildungen – 1590 bis 1596 1590 wurde die Niederwildunger Münze von Graf Franz III. von Waldeck für eine Jahrespacht von 1000 Gulden und eine Verlagssumme von 4000 Gulden an Melchior Beck und Henrich Dauber verpachtet, Wolf Prasser wurde Münzwardein, und mit Caspar Huxer wurde ein neuer Münzmeister gewonnen. Von Anfang an hat die neue Unternehmenskonzeption aber mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, nur Dauber kann seine Hälfte von 2000 Gulden aufbringen. Als die Anlaufschwierigkeiten überwunden waren, prägte Caspar Huxer Batzen, Doppeltaler, Pfennige sowie Taler und am Ende des Jahres 1590 vierkantige Klippen.Regentschaft von 1590 bis 1591 – Geschichte der Waldecker Münzen bei www.waldecker-muenzen.de; abgerufen am 30. Dezember 2023.

Übersicht der PrägungenErklärung: S = Silber  Nominale  1590 1591 1592 1593 1594 1595 1596 Ref. 1 Taler S S S 2 Taler (Klippe) S S 2 Kreuzer (Halbbatzen) S S S S S S 3 Kreuzer (Groschen) S S 1 Schüsselpfennig S S S S S Huxer-Münzen der Münzstätte Niederwildungen (über Suchfunktion); abgerufen am 30. Dezember 2023.

Detmold – 1601 bis 1602 In Detmold sollte Huxer das lippische Münzwesen unter Graf Simon VI. wiederumb restauriren unndt anrichten. Als Besoldung waren ihm für den Zeitraum von Ostern bis Ostern 60 Reichstaler zugesagt worden.

Vertragsbestätigung (Reversal) des Münzmeisters Caspar Huxer vom 6. November 1601

Übersicht der PrägungenErklärung: S = Silber  Nominale  1601 1602 Ref. 1 Taler S Abbildung und Beschreibung des Reichstalers im Digitalen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin; abgerufen am 29. Dezember 2023. 1/36 Taler (Mariengroschen) S Abbildung und Beschreibung des Mariengroschens bei www.kuenker.de; abgerufen am 29. Dezember 2023. 1/96 Taler (Dreier) S S

Niederwildungen – 1608 bis 1615 Wo Huxer direkt nach seiner Entlassung in Detmold tätig war, ist nicht überliefert, erst ab 1608 ist er erneut als Münzmeister in Diensten der Grafen zu Waldeck beschäftigt.

Übersicht der PrägungenErklärung: S = Silber; o. J. = ohne Jahreszahl (1608)  Nominale  1608 1609 1610 1611 1612 1613 1614 1615 o. J. Ref. Reichstaler S Reichsdoppeltaler S 3 Kreuzer (Groschen) S S S S

Bremen – 1625 bis 1627 1625 übernahm Huxer das Amt des Schmiedemeisters an der erzbischöflichen Münze in Bremen.

Zwei Jahre später kehrte Huxer nach Wildungen zurück und verstarb dort im Folgejahr im Alter von rund 75 Jahren.

Siehe auch Lippische Münzgeschichte Bremische Münzen

Literatur

Weblinks Caspar Huxer im Biographischen Lexikon der Münzmeister und Wardeine, Stempelschneider und Medailleure von der Renaissance bis zur Gegenwart der Ludwig-Maximilians-Universität München

Einzelnachweise

Kategorie:Münzmeister Kategorie:Geboren 1552 Kategorie:Gestorben 1628 Kategorie:Mann