mini|Katholische Pfarrkirche hl. Erasmus in Fuschl am See mini|hochkant|Langhaus, Blick zum Chor
Die röm. kath. Pfarrkirche Fuschl am See steht im Osten des Ortes der Gemeinde Fuschl am See im Bezirk Salzburg-Umgebung im Land Salzburg. Sie ist dem hl. Erasmus geweiht, das Patrozinium wird am 2. Juni gefeiert.Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 277. Die Pfarrkirche gehört zum Dekanat Thalgau in der Erzdiözese Salzburg. Die Kirche steht unter Denkmalschutz ().
Geschichte Der Vorgängerbau der Kirche ist eine Erasmuskapelle in Brunn aus dem Jahr 1668. Die Kirche wurde von 1804 bis 1806 erbaut, Planzeichner war Johann Anton Zillner. 1837 wurde die Kirche geweiht. Nach einem Brand 1880 erfolgten Erneuerungen, sowie weitere Restaurierungen in den Jahren 1909, 1951, 1962/1963 innen und 1967 außen.
1891 wurde die Pfarre gegründet.
Architektur Die schlichte nachbarocke Saalkirche mit einem Ostturm ist von einem ummauerten Friedhof umgeben.
Das Kirchenäußere zeigt ein Langhaus und einen wenig eingezogenen Rechteckchor unter einer einheitlichen Gesimskehle zusammengefasst, die Fenster sind rundbogig, die seitlichen Portale aus Rotmarmor haben eine Gesimsverdachung. Im Chorscheitel steht der Ostturm, welcher von einer zweigeschoßigen Sakristeianbau umschlossen wird, der Turmhelm entstand 1855.
Das Kircheninnere zeigt ein vierjochiges Langhaus aus 1880 mit einer einheitlichen Pilastergliederung und ein Tonnengewölbe mit Stichkappen, der Triumphbogen ist eingezogen, der Bodenbelag besteht aus Rotmarmorplatten. Die zurückgestaffelte Doppelempore auf Ständern ist aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die obere Brüstung zeigt moderne Bilder mit David, Engel und hl. Cäcilia. Die Deckenmalerei Mariä Himmelfahrt in einem geschwungenen Bildfeld schuf Wolfram Köberl 1952.
Einrichtung Die einheitlich nachbarocke, marmorierte Einrichtung aus den Jahren 1849/1850 wurde 1910 neu gefasst. Der freistehende Hochaltar mit einem Tabernakel aus dem Jahr 1849 hat einen breit gelagerten Aufbau mit durchlässigen Säulenflügeln und einem Volutenauszug. Das Altarblatt, auf dem der hl. Erasmus dargestellt ist, wird flankiert von den Figuren der Heiligen Rupert und Virgilius, das Medaillon im Aufzug stellt die Hl. Dreifaltigkeit dar.
Orgel mini|Dreher & Reinisch-Orgel (1962) Das erste Orgelinstrument in der Fuschler Kirche kam, als Geschenk der Franziskaner-Patres, aus der Salzburger Franziskanerkirche und wurde bis 1856 gespielt. Dann stifteten Wohltäter 500 fl. für eine neue Orgel von Ludwig Mooser. Beim Kirchenbrand am 10. Juni 1880 zerstörte das Feuer nicht nur Turm, Sakristei, Fenster und Türen, sondern auch die Mooser-Orgel. Am 31. Mai 1881 konnte eine Orgel angekauft werden, die ursprünglich für die Patres der Lazaristen in Wien bestimmt war. Diese war anscheinend störanfällig und wurde mehrfahrch von Albert Mauracher repariert; 1893 z. B. schrieb Pfarrer Paul Eggerl, dass sie sich in einem "sehr baufälligen und in schlechten Zustand" befindet. Joseph Messner riet zu einem Neubau, der 1962 von Dreher & Reinisch geschaffen wurdeRoman Schmeißner: Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau. Diplomarbeit Pädagogische Hochschule Salzburg 1982, S. 31. und bis zum Jahr 2025 bestand. Die derzeitige Orgel mit 6 Registern von Gaston Kern und Kurt Oesterle wurde 1985 für den Musiksalon Hofmann in Ditzingen errichtet und 2026 nach Fuschl am See verkauft.Zeitschrift Singende Kirche 1/2026
I Manual C–g3 Rohrflöte 8′ Prinzipal 4′ Kleingedackt 4′ Oktav 4′ Mixtur III ′ II Manual C–g3 Gedackt 8′ Salicional 8′ Prästant 4′ Nachthorn 2′ Quinte ′ Pedal C–d1 Subbass 16′ Stillgedackt 16′ Windabschwächung zum Subbass 16′ Koppeln: II/I, I/P, II/P, Oberoktavkoppel II/I, Tiefoktavkoppel II/I. Spielhilfen: Crescendowalze, Tuttiknopf, Auslöser, Crescendo ab- und an, Aut. Ped. Umschaltung an. Anmerkungen
Literatur Pfarrkirche Fuschl am See, Pfarrkirche hl. Erasmus, Aufbahrungshalle wohl um 1800. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Salzburg 1986. S. 108–109.
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Einzelnachweise
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