mini|Porträt des Freiherrn im fortgeschrittenen Alter; Brustbild-Ausschnitt, ungenannter Künstler, um 1860, LWL-Museum Zeche Nachtigall

Ludwig Johann Georg Friedrich Gilderich von Elverfeldt (* 14. Juni 1793 auf Haus Langen (Bad Bentheim);Horst Conrad: Levin (1762–1830) und Ludwig von Elverfeldt (1793–1873), Steinhausen bei Witten. In Ralf Stremmel, Jürgen Weise (Hrsg.): Bergisch-Märkische Unternehmer der Frühindustrialisierung. Aschendorff, Münster 2004, ISBN 3-402-06754-4, S. 108–154, hier: S. 133 ( = Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band 18; = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Band 17B); google.de/books † 2. März 1873 auf Schloss Canstein)Deutsches Adelsblatt. Zeitschrift der Deutschen Adelsgenossenschaft für die Aufgaben des christlichen Adels, 1892, Band 10, S. 128; Google-Books war ein deutscher adliger Gutsbesitzer und zu Beginn der Industriellen Revolution Bergbau-Unternehmer im Bereich Steinkohleabbau, -transport und -veredelung.

Leben Ludwig von Elverfeldt entstammte dem Adelsgeschlecht von Elverfeldt und war der jüngere von zwei Söhnen des Bergbauunternehmers Levin von Elverfeldt. Sein Vater hatte den älteren Bruder Alexander von einer Erbschaft ausgeschlossen, da „er ihn für geschäftsuntüchtig hielt.“

Während der sogenannten „Franzosenzeit“ trat Ludwig von Elverfeldt im Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 in das preußische Militär ein. Anschließend studierte er von 1816 bis 1818 Rechtswissenschaften in Duisburg und Berlin. Ebenfalls 1818 heiratete er die aus einer Familie von Bergwerksbesitzern stammende Friederike von Schwachenberg.

1825 und 1826 übernahm er von seinem Vater dessen ausgedehnte, aber stark verschuldete Bergbau-Unternehmen. Ab 1832 investierte er im Zuge der beginnenden Industriellen Revolution in den Tiefbau, in Dampfmaschinen sowie in den Bau der durch eine Schienenbahn nutzbaren Muttentalbahn, um den Transport der durch ihn abgebauten Kohle zu verbessern.

Ab 1848 betrieb von Elverfeldt zudem eigene Koks-Öfen. Im Folgejahr 1849 gab er die Geschäftsführung sämtlicher Betriebe an einen Generalmandatar ab und verkaufte aus finanziellen Gründen in den folgenden Jahren nach und nach mehrere seiner Zechen.

Der vormalige Montanindustrielle wandte sich in der Folge mehr und mehr der Verwaltung seiner landwirtschaftlich genutzten Güter zu. Zeitweilig stand er zudem der Gemeinde Bickern als Gemeindevorsteher vor. Er erwarb 1853 das Schloss Canstein und ließ in der Folgezeit Teile des alten Schlosses abbrechen und durch einen Neubau ersetzen.Schloss Canstein. Canstein.de

Am 15. März 1865 stiftete die Ehefrau Friederike des Freiherrn das Familienfideikommiss Martfeld mit Schlebusch, dessen Nutznießer im Jahr 1890 Ludwig von Elverfeldt zu Martfeld bei Schwelm in Westfalen wurde,Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Band 48, Gotha 1898, S. 221.Eduard Aander-Heyden: Geschichte des Geschlechtes der Freiherren von Elverfeldt, mit 12 Ahnentafeln, 9 Stammtafeln und einem Personen- und Ortsregister. Urkunden und Regesten, II. Band: 1500-1885 nebst Nachträgen vom Jahre 1143 an. Zweiter Teil, Elberfeld 1886, S. 245. (Friederike Freifrau von Elverfeldt geb. von Schwachenberg stiftet Familienfideikommiss.) nachdem der eigene Sohn, der Premier-Lieutenant a. D. Levin Ludwig (1819–1885) seinen Sohn Ludwig (1865–1882) überlebt hatte.Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Band 22, 1886, S. 265–267. 1908 war Friederikes und Ludwigs Enkel Balduin von Hövel, Sohn der 1865 bereits verstorben gewesenen Tochter Friederike, Fideikommissherr auf Martfeld und Schlebusch.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch, 9. Jahrgang, 1908, S. 350 (Digitalisat).

Literatur Horst Conrad: Levin (1762–1830) und Ludwig von Elverfeldt (1793–1873), Steinhausen bei Witten. In Ralf Stremmel, Jürgen Weise (Hrsg.): Bergisch-Märkische Unternehmer der Frühindustrialisierung. Aschendorff, Münster 2004, ISBN 3-402-06754-4, S. 108–154, hier: S. 133 (= Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band 18; = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Band 17B);; google.de/books

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Freiherr Ludwig Kategorie:Jurist Kategorie:Person (Rheinisches Braunkohlerevier) Kategorie:Unternehmer (Montanindustrie) Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Kommunalpolitiker (Deutschland) Kategorie:Politiker (Herne) Kategorie:Stifter Kategorie:Geboren 1793 Kategorie:Gestorben 1873 Kategorie:Mann