Die Saison 2024/25 der Regionalliga West war die siebzehnte Spielzeit dieser Fußball-Regionalliga als vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gleichzeitig die dreizehnte Spielzeit seit der Spielklassenneueinteilung in fünf Regionalligen.

Die Spielzeit wurde am 26. Juli 2024 eröffnet. Im Eröffnungsspiel unterlag der spätere Vizemeister FC Gütersloh im Heidewald dem Topfavoriten, späteren Meister und Aufsteiger MSV Duisburg.

Teilnehmer

Für die Spielzeit 2024/25 hatten sich folgende Mannschaften qualifiziert: der nordrhein-westfälische Absteiger aus der 3. Liga 2023/24: 22x22px MSV Duisburg die verbliebenen Mannschaften aus der Regionalliga West 2023/24: 22px 1. FC Bocholt 22px|Wuppertaler SV Wuppertaler SV 22px|SC Fortuna Köln SC Fortuna Köln 22px|FC Schalke 04 II FC Schalke 04 II 22px|1. FC Köln II 1. FC Köln II 22px|Rot-Weiß Oberhausen Rot-Weiß Oberhausen 22px|SV Rödinghausen SV Rödinghausen 22px 1. FC Düren 22px|SC Wiedenbrück SC Wiedenbrück 22px|Fortuna Düsseldorf II Fortuna Düsseldorf II 22px|Borussia Mönchengladbach II Borussia Mönchengladbach II 22px FC Gütersloh 22px SC Paderborn 07 II der Meister der Mittelrheinliga 2023/24: 22px SV Eintracht Hohkeppel der Meister und der Vizemeister der Oberliga Westfalen 2023/24: 22px Sportfreunde Lotte 22px Türkspor Dortmund der Drittplatzierte als beste aufstiegsberechtigte Mannschaft der Oberliga Niederrhein 2023/24: 22px KFC Uerdingen 05

Auf- und Abstiegsregelung Aufstieg in die 3. Liga Der Meister MSV Duisburg qualifizierte sich für die 3. Liga 2025/26.

Abstieg aus der Regionalliga West Die drei letztplatzierten Mannschaften stiegen grundsätzlich in eine der Oberligen ab. Durch den Abstieg von Borussia Dortmund II aus der 3. Liga erhöhte sich die Anzahl der Absteiger entsprechend um eine Mannschaft.

Saisonverlauf Vor der Saison Absteiger aus der 3. Liga war der langjährige Bundesligist MSV Duisburg. Seit der Aufnahme des Spielbetriebs mit der Saison 1902/03 spielte die erste Mannschaft der Meidericher immer mindestens drittklassig und nie zuvor in der Regionalliga.Die zweite Mannschaft spielte zuletzt 2012/13 in der Regionalliga West.

Ebenfalls Neuling in der Regionalliga war Mittelrheinmeister SV Eintracht Hohkeppel. Erstmals spielte der Sportverein damit in einer viertklassigen Liga. Da Hohkeppels Waldstadion nicht für die Regionalliga zugelassen war, trug der Verein seine Heimspiele auf der rund 80 km entfernten Dürener Westkampfbahn aus.

Der ehemalige Drittligist Sportfreunde Lotte kehrte nach dem Abstieg 2022 und zwei Spielzeiten in der Oberliga Westfalen zurück in die Regionalliga.

Der zweite Aufsteiger aus der Oberliga Westfalen war Türkspor Dortmund. Türkspor hatte einen rasanten Aufschwung hinter sich, der im Amateurbereich in Westfalen in jüngerer Vergangenheit nur mit dem Erfolg des SV Rödinghausen vergleichbar war. Türkspor spielte noch 2018 in der Kreisliga B. Mit Ausnahme der in Folge der COVID-19-Pandemie annullierten Saison 2020/21 gelang dem Verein jedes Jahr der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Während in anderen Regionalligen bereits häufiger Vereine antraten, die sich qua Vereinsname, Gründungsgeschichte oder Mitgliederstruktur dezidiert als „Migrantenverein“, „Ausländerverein“ oder dergleichen verstanden,Vgl. ewige Tabelle mit Klubs wie Berliner AK 07, Türkiyemspor Berlin, Türkgücü München, Lupo Martini Wolfsburg oder SD Croatia Berlin. war Türkspor in dieser Hinsicht ein Novum in der Regionalliga West, obwohl Nordrhein-Westfalen im Laufe seiner Geschichte viele „Gastarbeiter“ aufnahm. Da Türkspors bisherige Spielstätte nicht regionalligatauglich war, hatte der Verein in seinem Lizenzantrag das Ischelandstadion im rund 25 km entfernten Hagen als Heimspielstätte angegeben. Die ersten Heimspiele konnte Türkspor wegen Umbauarbeiten nicht im Ischelandstadion austragen. Türkspor trug daher seine ersten vier Heimspiele im Stadion Velbert aus.

Zurück in der Viertklassigkeit war auch der ehemalige Bundesligist KFC Uerdingen 05. Neben Oberhausen, Wuppertal, Fortuna Köln und Duisburg war Uerdingen der fünfte ehemalige Erstligist unter den Teilnehmern. Der Klub verbrachte nach zwei aufeinanderfolgenden Abstiegen aus der 3. Liga (2021) und der Regionalliga (2022) zwei Spielzeiten in der Oberliga Niederrhein. Den Krefeldern reichte der dritte Platz zum Aufstieg, da Oberligameister Baumberg und der Zweitplatzierte SpVg Schonnebeck aufgrund der Lizenzauflagen insbesondere hinsichtlich der Spielstätten auf den Aufstieg verzichteten.

Der FC Schalke 04 musste sein bisher uneingeschränkt für die Regionalliga zugelassenes Parkstadion um 150 überdachte Sitzplätze erweitern, um die Zulassungsbedingungen der Saison 24/25 zu erfüllen.

Die FIFA hatte gegen den 1. FC Köln für die Winter- und Sommertransferperioden 2024 ein Registrierungsverbot ausgesprochen. Der Verein durfte daher erst ab dem 19. Spieltag in der Regionalliga Spieler einsetzen, die in diesen beiden Transferperioden von anderen Vereinen zum 1. FC Köln wechselten.

Anders als in der Vorsaison konnte sich der bestplatzierte Fußballverein des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen in der Regionalliga West wieder für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der Folgesaison 2025/26 qualifizieren.

Das Sportmagazin Kicker nannte den MSV Duisburg vor Saisonstart als Topfavorit für den Aufstieg. Daneben wies der Kicker aber auch auf das Potential von Fortuna Köln, des SV Rödinghausen sowie der U23-Mannschaften hin. In einer Umfrage rund eineinhalb Wochen vor Saisonstart nannten auch fast alle Trainer der Regionalliga West den MSV Duisburg als größten Favoriten. Daneben nannten immerhin die Hälfte der Befragten Fortuna Köln und den SV Rödinghausen als ernsthafte Konkurrenten der Duisburger. Eine neuere Umfrage unter den Trainern vier Tage vor Saisoneröffnung bestätigte die Favoritenrolle Duisburgs, denn erneut nannten fast alle Übungsleiter die „Zebras“ als Topfavorit. Keine anderes Team wurde von mehr als der Hälfte der Trainer genannt. Mehr als ein Drittel der Trainer räumten aber auch Bocholt, Rödinghausen, Wuppertal und Oberhausen Chancen ein. Wenn man die U23-Mannschaften ausklammerte, besaßen laut Schätzung des Portals transfermarkt.de am Saisonbeginn Duisburg (3,43 Mio. € Gesamtmarkwert), Bocholt (1,94 Mio.), Rödinghausen (1,86) und Fortuna Köln (1,66) die wertvollsten Kader.

Hinrunde Die Spielzeit wurde am mit dem Spiel des FC Gütersloh gegen den MSV Duisburg eröffnet. Im mit 8.400 Zuschauern ausverkauften Heidewaldstadion siegte der Drittligaabsteiger mit 1:0. Am 16. Spieltag sicherte sich der MSV Duisburg nach nur einer Niederlage die Herbstmeisterschaft.

Der letzte Hinrundenspieltag wurde am ausgetragen; am fand noch ein Nachholspiel statt.

Nach 17 Spieltagen betrug der Vorsprung der Meidericher (42 Punkte) auf Fortuna Köln (36) sechs Punkte. Das erste Tabellendrittel komplettierten die Teams aus Mönchengladbach (34 Punkte), Oberhausen (32), Rödinghausen (30) und überraschenderweise auch der Aufsteiger Sportfreunde Lotte (32).Die Angabe der Punkte und Tabellenplätze erfolgt ohne Berücksichtigung der späteren Korrekturen, die sich aus Punktabzügen wegen Insolvenz des 1. FC Düren und der Annullierung der Spiele von Türkspor Dortmund und des KFC Uerdingen ergeben.

Enttäuschend verlief die Hinrunde dagegen für den Vizemeister der letzten Saison aus Bocholt sowie für den ebenfalls vor der Saison hoch eingeschätzten Wuppertaler SV. Beide Teams belegten fast die gesamte Hinrunde lediglich Plätze in der unteren Tabellenhälfte.

Auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz rangierte Fortuna Düsseldorf II mit 19 Punkten. Die Abstiegsplätze belegten nach der Hinrunde Aufsteiger Hohkeppel (15 Punkte), Wiedenbrück (14), Schalke II (11) und Türkspor Dortmund, die mit nur sieben Punkten aus der Hinrunde auf eine bessere Rückrunde hofften, um den sofortigen Wiederabstieg in die Oberliga zu verhindern.

Rückrunde Vor der Winterpause wurde ein Rückrundenspieltag ausgetragen, anschließend ruhte ab dem der Spielbetrieb.

In der Winterpause teilte der KFC Uerdingen mit, dass sowohl das zuständige Finanzamt am als auch der Vorstand des Tabellenvierzehnten am die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hatten. Am teilte das Amtsgericht Krefeld mit, das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Vereins eröffnet zu haben. Gemäß § 52 (9) der Spielordnung des WDFV hätten dem KFC mit Stellung des eigenen Antrags, alternativ mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf Fremdantrag, neun Punkte abgezogen werden können.

Mit dem 19. Spieltag wurde der Spielbetrieb ab dem wieder aufgenommen.

Am teilte Türkspor Dortmund mit, sich mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb der Regionalliga zurückzuziehen. Türkspor war zu diesem Zeitpunkt abgeschlagener Tabellenletzter und hatte sich nach 24 Spieltagen nur neun Punkte verdient (1 Sieg, 6 Remis, 17 Niederlagen, 23:75 Tore). Alle Spiele mit Dortmunder Beteiligung wurden annulliert.

Am teilte der Tabellenneunte 1. FC Düren mit, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt zu haben. Am wurde bekannt, dass das Insolvenzverfahren gegen den Verein eröffnet wurde. In der Folge verließen alle Spieler und das Trainerteam der 1. Mannschaft mit sofortiger Wirkung den Verein. Gemäß § 52 (9) der Spielordnung des WDFV wurden dem 1. FC Düren am neun Punkte abgezogen.

Der Insolvenzverwalter des KFC Uerdingen gab am bekannt, dass der Spielbetrieb des Vereins eingestellt wurde. Zum Zeitpunkt des Rückzugs hatte der Verband den Abzug von 9 Punkten wegen Insolvenz noch nicht offiziell verhängt. Der KFC Uerdingen lag demnach nach 28 absolvierten Spielen (25 Punkte, 6 Siege, 7 Remis, 15 Niederlagen, 30:52 Tore) auf dem 15. Tabellenplatz. Anschließend annullierte der Verband alle Ergebnisse der Spiele mit Uerdinger Beteiligung. Uerdingen stand damit neben Türkspor Dortmund als zweiter Absteiger fest, wodurch der MSV Duisburg am „grünen Tisch“ aufstieg.

Am 31. Spieltag, drei Tage nach dem Uerdinger Rückzug, machten die Meidericher die Meisterschaft aber auch aus eigener Kraft perfekt. Die „Zebras“ kehrten somit nach nur einer Saison in der Regionalliga in die 3. Liga zurück und wurden zum ersten Klub, dem der sofortige Wiederaufstieg aus der Regionalliga West in ihrer heutigen Form gelang.

Etwa zeitgleich gab der 1. FC Düren an, sich nach drei Spielzeiten in der Regionalliga am Saisonende in die Mittelrheinliga zurückzuziehen. Zwar setzten die Dürener den Spielbetrieb nach der Insolvenz mit einer überwiegend aus Nachwuchsspielern bestehenden Mannschaft fort, konnten jedoch keinen Punkt mehr holen. Nach 34 Spieltagen stand daher ohnehin fest, dass der Klub auch ohne den Rückzug sportlich abgestiegen wäre.

Nach dem 33. Spieltag war klar, dass Aufsteiger Eintracht Hohkeppel den sicheren Nichtabstiegsplatz 14 nicht mehr erreichen konnte. Eine Woche später stand der Abstieg von Borussia Dortmund II aus der 3. Liga fest und besiegelte damit auch den Abstieg der Eintracht, die damit letztlich der einzige Absteiger war, der nach den drei Rückzügen im sportlichen Wettbewerb ermittelt wurde.

Der FC Gütersloh war das Überraschungsteam der Rückrunde. Der Klub lag nach der Hinrunde nur auf dem 9. Platz. In der Rückrunde holte das Team 38 Punkte in 15 Spielen (Punkteschnitt: 2,55 Punkte pro Spiel) und wurde „Rückrundenmeister“. Die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die Hauptrunde des DFB-Pokals sicherte sich der FCG am letzten Spieltag.

Die Saison endete am .

Statistik

TabellenführerTabellenletzter Tabelle

|| P

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|| rowspan="2" |

Zum Saisonende 2023/24: (A) Absteiger aus der 3. Liga 2023/24 (N) Aufsteiger aus den Oberligen 2023/24 Zum Saisonende 2024/25: P Teilnahme an der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2025/26 als bestplatzierter westfälischer Fußballverein Aufstieg in die 3. Liga 2025/26 Abstieg in die Oberligen 2025/26 Rückzug innerhalb der Saison und Abstieg

Tabellenveränderungen Nach dem Türkspor-Rückzug