Dziesław (deutsch Deichslau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Ścinawa im Powiat Lubiński der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Geschichte Die erste Erwähnung von Deichslau stammt aus dem Jahr 1218 unter dem lateinischen Namen Villa Tyslinii. In späteren Dokumenten wird das Dorf als Villa Thesselini (1235), Dyslov (1310), Dysselov (1331), Deuchslawiense (1687) und Deischlau (von 1736 bis 1945) bezeichnet. Besitzer waren u. a. die Adelsgeschlechter von Tschammer, von Braun, von Kottwitz und Hermann von Deisslau, von dem wohl der Name der Siedlung stammt.

Sehenswürdigkeiten Ehemals Evangelische Kirche, seit 1945 Römisch-katholische Filialkirche Mariä Himmelfahrt vom Ende des 17. Jahrhunderts, 1865 umgebaut. Kirchenfriedhof aus dem 15.–19. Jahrhundert Schloss aus dem 18.–19. Jahrhundert. Es wurde durch den damaligen Besitzer, Hans Albrecht von Langenau und seiner Frau Christine Charlotte, geborene von Mudrach, erbaut. Architekt war vermutlich Martin Frantz. Das Gebäude wurde 1945 zerstört. Schlosspark mit Teich und Orangerie (seit 1945 Ruine)

Literatur Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 279. Henryk Rusewicz: Historia i zabytki powiatu lubińskiego, Atut, Wrocław 2004, ISBN 83-89247-88-7

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