Der Schlossplatz (historisch korrekt: Schloßplatz) ist der ursprüngliche Burghof der Niederungsburg in der ehemaligen Bischofsresidenz und Universitätsstadt Bützow im Landkreis Rostock in Mecklenburg.

Geografische Lage Der Schlossplatz in seiner runden Form, gestaltet sich je nach Abschnitt unterschiedlich. Der Platz bezeichnet das ehemalige Gebiet der Bischofsburg Bützow. Die Insel wurde gebildet durch den Warnownebenarm und einem Grabensystem, das durch das Wasser der Warnow gespeist wurde. Diese Gräben waren verbunden mit dem Stadtgraben. Der Anfang und das Ende der Straße, waren ursprünglich das ehemalige Haupt- und Stadttor des Burghofes. Die Anliegerstraße verbindet die Straße Vor dem Rühner Tor mit der Schlossstraße. Die durchführende Straße ist in eine Richtung durchfahrbar. Der Fahrbahnbelag variiert zwischen Asphalt und Kopfsteinpflaster.

Geschichte mini|Burganlage um 1760 (Blick von Krummen Haus) Ab 1180 wurde Bützow bischöfliche Residenz des Bistums Schwerin. Die Bischofsburg ist in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von dem Burgwall (Hopfenwall) an diese Stelle verlegt worden. Mit Bischof Hermann I. von Schladen begann der Bau eines Castrum mit Palas und gotischer Kapelle. Erst unter Bischof Nikolaus I. Böddeker im 15. Jahrhundert entstand eine vollständige Burganlage. In neueren Zeiten, wurden die meisten Gebäude abgebrochen und der Platz erhielt um 1800 eine Verkehrsstraße. Reste der Burganlage wurden im 18. Jahrhundert als Herzogliches Pädagogium, Friedrichs-Universität und Großherzogliches Criminal-Collegium genutzt. Durch das entstandene Untersuchungsgericht und Untersuchungsgefängnis im 19. Jahrhundert änderte sich die Ansicht des Schlossplatzes, zudem entstand durch Neubau das Großherzogliche Centralgefängnis, das Großherzoglich Mecklenburgische Amtsgericht und später als Erweiterung zum Centralgefängnis, das Weiberhaus.

Straßenname im Wandel der Zeit Die heutige Namensform Schlossplatz erschien 1833 in dem Buch (Versuch einer topographisch-historischen Darstellung der Stadt Bützow) von Wilhelm Ferdinand Rong zum ersten Mal und ist bis heute unverändert geblieben.

Bebauung Bis 1908 waren folgende Häuser gebaut und Hausnummern vergeben.

Die Denkmalplakette 20px kennzeichnet Baudenkmale des Schlossplatzes.

HausNr. ab 1990HausNr.bis 1990HistorischeHaus-nummer20px Bemerkungen Geschichte1 4434zentriert|20pxSchloss ehemals: Burgfreiheit,später: Justizministerium Mecklenburg-Schwerin2 1429A zentriert|20pxKrummes Hausehemals: Burgfreiheit,später: Herzogliche Gnadenwohnungen des Justizministeriums Mecklenburg-Schwerin3 2434Azentriert|20px Großherzogliches Amtshaus später: Amtsgericht Bützow, später: Kreisgericht Bützow ehemals: Burgfreiheit, später: Finanzministerium Mecklenburg-Schwerin73434Behemaliger Bestandteil eines denkmalgeschützten Ensembles aus der Zeit der DDR.Großherzogliches Beamtenhaus ehemals: Burgfreiheit,später: Amtshauptmann F. Prehn,später: Amtshauptmann C. Fensch,später: Verwaltungsgebäude der Bützower NSDAP-Ortsgruppe,später: Schülerinternat der Oberschuleauch 3zentriert|20px Weiberhausehemals: Justizministerium Mecklenburg-Schwerin,später: Volkspolizei Bützow45433Haus existiert nicht mehr. Abgetragen Mitte der 1990er Jahre.Centralgefängnis später: Rat der Stadt Bützow

Siehe auch

Liste der Baudenkmale in Bützow

Literatur

Einzelnachweise

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