Die Bundesliga 2024/25 war die 62. Spielzeit der Bundesliga als höchste deutsche Spielklasse im Fußball der Männer. Insgesamt wurden 306 Liga- und zwei Relegationsspiele absolviert. Am 32. Spieltag sicherte sich der FC Bayern München den Gewinn der Meisterschaft.
Die Saison wurde am 23. August 2024 mit dem Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Bayer 04 Leverkusen eröffnet (2:3) und ging nach dem 15. Spieltag am 22. Dezember 2024 in die Winterpause. Mit dem 16. Spieltag wurde die Spielzeit am 10. Januar 2025 weitergeführt; der 34. und letzte Spieltag wurde am 17. Mai 2025 ausgetragen. Den Abschluss bildeten die Relegationsspiele am 22. und 26. Mai 2025.
Titelverteidiger und amtierender DFB-Pokalsieger der Spielzeit war Bayer 04 Leverkusen.
Saisonverlauf Meisterschaftsentscheidung Nach einem titellosen Jahr holte in dieser Saison der FC Bayern München unter seinem neuen Trainer Vincent Kompany die Meisterschaft wieder nach München. Die Bayern übernahmen am 3. Spieltag mit einem 6:1-Auswärtserfolg beim Vorjahresaufsteiger Holstein Kiel die Tabellenführung und gaben diese bis zum Saisonende nicht mehr aus der Hand. Die Meisterschaft wurde am 32. Spieltag vorzeitig mit einem Unentschieden gegen RB Leipzig gesichert.
Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen startete hingegen mit einem 3:2-Auswärtssieg bei Borussia Mönchengladbach in die Saison und spielte mit lediglich einer Niederlage ebenfalls eine starke Hinrunde. Bayer konnte dem FC Bayern München aber zu keiner Zeit ernsthaft gefährlich werden. Insbesondere die erhöhte Zahl an Gegentreffern als auch die deutlich geringere Zahl an geschossenen Toren gegenüber der Vorsaison sorgten für einige unerwartete Punktverluste, beispielsweise bei den Unentschieden zuhause gegen Holstein Kiel und Union Berlin sowie auswärts beim VfL Bochum und beim FC St. Pauli.
Weitere Mannschaften griffen zu keinem Zeitpunkt der Saison ernsthaft in den Meisterschaftskampf ein, da insbesondere Borussia Dortmund die Hinrunde mit enttäuschenden 25 Punkten nur auf Tabellenplatz 10 abschloss und auch RB Leipzig sowie der Vorjahres-Vizemeister VfB Stuttgart eine durchwachsene Saison spielten und sich alle drei Teams deshalb frühzeitig von jeglichen Titelambitionen verabschieden mussten. Mit der Meisterschaft des FCB stand Leverkusen drei Spieltage vor Schluss als Tabellenzweiter fest.
Kampf um die internationalen Plätze Die Plätze 1 bis 4 qualifizierten zur direkten Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League, der 5. Rang für die Gruppenphase der Europa League. Anders als noch im Vorjahr erhielt die Bundesliga diesmal gemäß der UEFA-Performancewertung keinen weiteren Champions-League-Starterplatz aufgrund des Abschneidens deutscher Vereine im Europapokal.
Neben den frühzeitig feststehenden Champions-League-Teilnahmen Bayerns und Leverkusens entschied sich der Kampf um die weiteren Tabellenplätze im oberen Drittel erst zum Saisonende. Vor dem letzten Spieltag konnten mit Borussia Dortmund, dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt noch drei Teams die Plätze 3 und 4 erreichen, wobei Frankfurt mit 57 Punkten auf Platz 3, Freiburg mit 55 Punkten auf Platz 4 und Dortmund zu diesem Zeitpunkt mit 54 Punkten auf Platz 5 standen. Da allerdings Freiburg und Frankfurt am letzten Spieltag gegeneinander spielen mussten, während der BVB zuhause gegen den bereits feststehenden Absteiger Holstein Kiel antrat, konnte der BVB gleichwohl aufgrund der guten Tordifferenz mit einem eigenen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied die Champions-League-Qualifikation aus eigener Kraft schaffen.
Am letzten Spieltag ging der BVB bereits früh mit 1:0 in Führung (3. Minute) und profitierte zudem von einer roten Karte gegen die Kieler (9. Minute). In der Folge schafften es die Dortmunder aber zunächst nicht, weitere Tore zu erzielen. Da Freiburg zwischenzeitlich gegen Frankfurt mit 1:0 führte (27. Minute), hätte dies das Verpassen der Champions League für den BVB bedeutet. Allerdings glich Frankfurt durch einen Treffer von Ansgar Knauff in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus, sodass nach der ersten Halbzeit Frankfurt und Dortmund auf den Plätzen 3 und 4 standen. Dies stellte auch die letztendlichen Abschlusspositionen dar, da die Dortmunder in der zweiten Hälfte zwei weitere Tore erzielen konnten und sich mit dem 3:0-Heimsieg über die Kieler letztlich aus eigener Kraft für die Champions League qualifizierten. Die Frankfurter Eintracht drehte ihrerseits durch zwei zusätzliche Tore das Spiel und gewann am Ende mit 3:1 in Freiburg. Freiburg musste sich dementsprechend mit dem 5. Platz begnügen.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Aufholjagd des BVB, der eine weitestgehend schwache Saison spielte und nach dem 26. Spieltag noch auf Platz 11 – mit 10 Punkten Rückstand auf die seinerzeit viertplatzierten Frankfurter – als weit abgeschlagen gegolten hatte. Jedoch gelang es den Dortmundern, nach dem Trainerwechsel zu Niko Kovač aus den letzten acht Ligaspielen – u. a. mit Siegen gegen Mainz, in Leverkusen und in Freiburg – 22 der 24 möglichen Punkte zu holen und damit wieder zur Spitzengruppe aufzuschließen. Lediglich beim FC Bayern München musste man sich mit einem Unentschieden zufriedengeben. Probleme hatte zu Saisonbeginn auch der SC Freiburg, der die Hinrunde nur auf Platz 8 abschloss. Dank einer guten Rückrunde konnte man aber nahezu durchgehend seit dem 21. Spieltag auf einem Europapokalplatz rangieren.
Der 6. Platz ermöglichte die Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur Conference League. Einen Spieltag vor Schluss spielten realistisch nur noch Mainz und Leipzig hierum, da Werder Bremen auf Platz 8 drei Punkte Rückstand und die deutlich schlechtere Tordifferenz aufwies. Die Mainzer spielten insgesamt eine gute Saison, schlossen die Hinrunde auf Platz 6 ab und waren nach dem 26. Spieltag gar bis auf Rang 3 vorgerückt. Da man aber aus den folgenden sieben Spielen lediglich 6 Punkte holen konnte, mussten sich die Rheinhessen spätestens nach dem 33. Spieltag aber von der Champions-League-Teilnahme verabschieden. Entsprechendes galt für die Leipziger, deren Saison durchwachsen verlief und die am 33. Spieltag über ein 0:0 bei Werder Bremen nicht hinauskamen und am letzten Spieltag verloren. Dementsprechend verpassten sie im Rahmen ihrer Bundesligazugehörigkeit erstmals die Qualifikation für einen Europapokalwettbewerb. Mainz spielte zuletzt in der Spielzeit 2016/17 im Europacup und qualifizierte sich erstmals für die Conference League, die es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gab. Bayer Leverkusen stellte durch einen Sieg bei Mainz 05 am finalen Spieltag einen Bundesligarekord auf, da der Verein 34 Auswärtsspiele in Folge ohne Niederlage absolvierte.
Der VfB Stuttgart hatte als Vizemeister des Vorjahres unter Trainer Sebastian Hoeneß u. a. nach den Abgängen von Serhou Guirassy, Waldemar Anton (beide Borussia Dortmund) und Hiroko Itō (FC Bayern) die ganze Saison über mit Problemen zu kämpfen. Schloss man die Hinrunde noch auf Platz 5 ab, musste man jegliche Hoffnungen auf eine Europapokal-Teilnahme über eine Ligaplatzierung spätestens zwei Spieltage vor Schluss begraben. Da die Schwaben allerdings den DFB-Pokal nach einem Sieg gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld gewannen, erreichten sie so die Europa League.
Abstiegskampf Der Abstiegskampf war nach dem 33. Spieltag weitgehend entschieden, als der VfL Bochum nach einer 1:4-Niederlage gegen Mainz sowie Aufsteiger Holstein Kiel nach einer 1:2-Niederlage gegen Freiburg als direkte Absteiger feststanden. Beide Mannschaften belegten nach den ersten Spieltagen über die gesamte Saison fast durchgehend die direkten Abstiegsplätze, Bochum stand lediglich zwischen den 22. und dem 26. Spieltag auf dem Relegationsplatz. Die Kieler wiederum erzielten trotz der schwachen Punkteausbeute im ersten Bundesligajahr der Vereinsgeschichte allerdings einige Achtungserfolge, indem sie beispielsweise Borussia Dortmund zum Hinserienabschluss mit 4:2 zuhause besiegten sowie in Leverkusen, Leipzig und Mainz jeweils einen Punkt holten.
Der FC St. Pauli als zweiter Aufsteiger konnte den Klassenerhalt am 33. Spieltag mit einem 2:2-Auswärtserfolg bei der Frankfurter Eintracht zumindest faktisch sicherstellen, da der Abstand auf den 1. FC Heidenheim am Relegationsplatz nunmehr drei Punkte sowie eine um 13 Tore bessere Tordifferenz betrug. Zudem hätte Hoffenheim vor dem letzten Spieltag theoretisch noch auf den Relegationsplatz abrutschen können, allerdings nur bei einem hohen Sieg der Heidenheimer und einer gleichzeitig hohen eigenen Niederlage. Weitere Mannschaften griffen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Abstiegskampf ein. Schlussendlich änderten sich die Tabellenplatzierungen am letzten Spieltag nicht mehr, da die Heidenheimer deutlich mit 1:4 gegen Werder Bremen verloren und damit in die Relegation mussten.
Statistiken TabellenführerTabellenletzter
Abschlusstabelle
|| M/CL || rowspan="3" | CL
|| EL || (ECL)
|| EL
|| () || rowspan="2" |
Zum Saisonende 2023/24: (M) Deutscher Meister (P) DFB-Pokalsieger (R) Sieger der Relegation (N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga Zum Saisonende 2024/25: M Deutscher Meister CL Teilnahme an der UEFA Champions League 2025/26 EL Teilnahme an der UEFA Europa League 2025/26 (ECL) Teilnahme an den Play-offs zur UEFA Conference League 2025/26 () Teilnahme an den Relegationsspielen gegen den Dritten der 2. Bundesliga 2024/25 Abstieg in die 2. Bundesliga 2025/26
Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte, die Gastmannschaft in der oberen Zeile aufgelistet.
+ 2024/2528px|verweis=Bayer 04 Leverkusen|Bayer 04 Leverkusen22px|verweis=VfB Stuttgart|VfB Stuttgart22px|verweis=FC Bayern München|FC Bayern München22px|verweis=RB Leipzig|RB Leipzig22px|verweis=Borussia Dortmund|Borussia Dortmund22px|verweis=Eintracht Frankfurt|Vereinswappen von Eintracht Frankfurt22px|verweis=TSG 1899 Hoffenheim|TSG 1899 Hoffenheim22px|verweis=1. FC Heidenheim|1. FC Heidenheim22px|verweis=Werder Bremen|Werder Bremen22px|verweis=SC Freiburg|SC Freiburg22px|verweis=FC Augsburg|FC Augsburg28px|verweis=VfL Wolfsburg|VfL Wolfsburg22px|verweis=1. FSV Mainz 05|1. FSV Mainz 0522px|verweis=Borussia Mönchengladbach|Borussia Mönchengladbach28px|verweis=1. FC Union Berlin|1. FC Union Berlin22px|verweis=VfL Bochum|VfL Bochum22px|verweis=FC St. Pauli|FC St. Pauli22px|verweis=Holstein Kiel|Holstein Kiel Bayer 04 Leverkusen 0:0 0:0 2:3 2:4 2:1 3:1 5:2 0:2 5:1 2:0 4:3 1:0 3:1 0:0 3:1 2:1 2:2 VfB Stuttgart 3:4 1:3 2:1 5:1 2:3 1:1 0:1 1:2 4:0 4:0 1:2 3:3 1:2 3:2 2:0 0:1 2:1 FC Bayern München 1:1 4:0 5:1 2:2 4:0 5:0 4:2 3:0 2:0 3:0 3:2 3:0 2:0 3:0 2:3 3:2 4:3 RB Leipzig 2:2 2:3 3:3 2:0 2:1 3:1 2:2 4:2 3:1 4:0 1:5 1:2 0:0 0:0 1:0 2:0 1:1 Borussia Dortmund 2:3 1:2 1:1 2:1 2:0 1:1 4:2 2:2 4:0 0:1 4:0 3:1 3:2 6:0 4:2 2:1 3:0 Eintracht Frankfurt 1:4 1:0 3:3 4:0 2:0 3:1 3:0 1:0 4:1 2:2 1:1 1:3 2:0 1:2 7:2 2:2 3:1 TSG 1899 Hoffenheim 1:4 1:1 0:4 4:3 2:3 2:2 1:1 3:4 1:1 1:1 0:1 2:0 1:2 0:4 3:1 0:2 3:2 1. FC Heidenheim 0:1 1:3 0:4 0:1 1:2 0:4 0:0 1:4 0:3 4:0 1:3 0:2 0:3 2:0 0:0 0:2 3:1 Werder Bremen 2:2 2:2 0:5 0:0 0:0 2:0 1:3 3:3 0:1 0:2 1:2 1:0 2:4 4:1 1:0 0:0 2:1 SC Freiburg 2:2 3:1 1:2 0:0 1:4 1:3 3:2 1:0 5:0 3:1 3:2 0:0 3:1 1:2 2:1 0:3 3:2 FC Augsburg 0:2 0:1 1:3 0:0 2:1 0:0 0:0 2:1 2:2 0:0 1:0 2:3 2:1 1:2 1:0 3:1 1:3 VfL Wolfsburg 0:0 2:2 2:3 2:3 1:3 1:2 2:2 0:1 2:4 0:1 1:1 4:3 5:1 1:0 1:1 1:1 2:2 1. FSV Mainz 05 2:2 2:0 2:1 0:2 3:1 1:1 2:0 0:2 1:2 2:2 0:0 2:2 1:1 1:1 2:0 2:0 1:1 Borussia Mönchengladbach 2:3 1:3 0:1 1:0 1:1 1:1 4:4 3:2 4:1 1:2 0:3 0:1 1:3 1:0 3:0 2:0 4:1 1. FC Union Berlin 1:2 4:4 1:1 0:0 2:1 1:1 2:1 0:3 2:2 0:0 0:2 1:0 2:1 1:2 0:2 1:0 0:1 VfL Bochum 1:1 0:4 0:5 3:3 2:0 1:3 0:1 2:0 0:1 0:1 1:2 1:3 1:4 0:2 1:1 1:0 2:2 FC St. Pauli 1:1 0:1 0:1 0:0 0:2 0:1 1:0 0:2 0:2 0:1 1:1 0:0 0:3 1:1 3:0 0:2 3:1 Holstein Kiel 0:2 2:2 1:6 0:2 4:2 2:4 1:3 1:0 0:3 1:2 5:1 0:2 0:3 4:3 0:2 2:2 1:2 Stand: Endstand
Relegation