mini|Jadranka Stojaković (2011)
Jadranka Stojaković (; 24. Juli 1950 in Sarajevo; † 3. Mai 2016 in Banja Luka) war eine jugoslawische bzw. bosnische Singer-Songwriterin. Ihre bekanntesten Hits waren Sve smo mogli mi, Što te nema und Bistre vode Bosnom teku.
Biographie Stojaković wurde 1950 Sarajevo im damaligen Jugoslawien in einer Lehrer-Familie geboren. Sie wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bosanski Novi auf, wo ihre Eltern als Lehrer tätig waren. Nach der Scheidung ihrer Eltern lebte Stojaković bei ihrer Mutter, die in den folgenden Jahren in vielen verschiedenen Städten und Gemeinden wie Dubrovnik, Gradac na Moru, Vareš arbeitete, schließlich in verschiedenen Dörfern rund um Sarajevo.
Mit 16 Jahren schloss sich Stojaković 1966 der Jazzband ihres Onkels Vukašin Radulović an und trat mit ihr in Jugoslawien und in anderen Teilen Europas, hauptsächlich Deutschland auf.
1974 machten sie zwei Tourneen durch Russland, das erste Mal mit Dalibor Brun, Višnja Korbar und der Gruppe One i oni, das zweite Mal mit Oliver Dragojević, Minja Subota und Slađana Milošević.
1981 sang sie gemeinsam mit Neda Ukraden und Ismeta Dervoz-Krvavac die Backing Vocals in Vajtas Lied Lejla, das Jugoslawien beim Eurovision Song Contest 1981 in Irland vertrat. Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in ihrer Heimat Sarajevo sang sie das offizielle Titellied der Spiele, das sie auch geschrieben hatte. Durch Vermittlung einer japanischen Journalistin wurde sie zu einem internationalen Musikfestival nach Japan eingeladen und erhielt danach einen Vierjahresvertrag.
Sie lebte von 1988 bis 2011 in Japan. 2009 verletzte sie sich auf der Bühne, als sie während eines Konzerts über ein Kabel stolperte. Bei ihr wurde in der Folge eine Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert, eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung. Stojaković kehrte nach Bosnien zurück. Dort musste sie sich mit den bosnischen Behörden auseinandersetzen, die ihre Wohnung während ihres Auslandsaufenthalts beschlagnahmt hatten. Sie komponierte und schrieb weiter Songs und gab 2011 mehrere vorab geplante Konzerte. Bei der Musikproduktion von Radio Televizija Republike Srpske (RTRS) in Banja Luka übernahm sie eine führende Position. Ihr Compilation-Album Boje zvuka wurde 2013 von RTRS veröffentlicht.
Wegen zunehmender gesundheitlicher Einschränkungen zog Stojaković schließlich in ein Pflegeheim in Banja Luka, wo sie am 3. Mai 2016 starb.
Auszeichnungen 1984 Beste Künstlerin der SFR Jugoslawien
Diskografie (Auswahl) 1981: Svitanje [Tagesanbruch], LP 8018, bei Diskoton, Sarajevo 1982: Da odmoriš malo dušu [Damit die Seele ein wenig zur Ruhe kommt], bei Diskoton, Sarajevo 1985: Sve te više volim [Ich liebe dich mehr und mehr], bei Sarajevo disk, Sarajevo 1987: Vjerujem [Ich glaube], bei PGP RTB, Belgrad 1994: Sarajevo balada, bei Omagatoki Records 1996: Baby Universe, bei Omagatoki Records 2007: 音色 = Otoiro – Adriatic Muse On The Cruise, bei Omagatoki Records 2011: Daleko [Weit weg], bei Croatia Records
Weblinks
Video von Peđa Radović: Jadranka Stojaković - Pamtiš Li, eingestellt am 15. September 2020 Video von Eldina Halilović: Jadranka Stojaković - Što te nema live 2000, eingestellt am 13. Mai 2016 Video von Eldina Halilović: Jadranka Stojaković u reportaži: Zemlja koja drhti, narod koji stoji, eingestellt am 20. April 2013
Einzelnachweise
Kategorie:Popsänger Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Musiker (Jugoslawien) Kategorie:Musiker (Bosnien und Herzegowina) Kategorie:Bosnier Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Frau