Lobsang Tendzin Dragpa Thaye (tib. blo bzang bstan 'dzin grags pa mtha' yas; geb. 1903 in Beri; gest. 1950 in Chamdo) war ein Trülku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Er war der 5. Getag Trülku; tib. dge stag sprul sku (u. a.). Der Lange Marsch der Roten Armee gab ihm die Möglichkeit, mit der Revolution in Kontakt zu treten und sich in ihre Reihen einzureihen.
Leben Er wurde in einer armen Familie in einem Dorf des Kreises Garzê, Sichuan, geboren. In jungen Jahren wurde er 1910Tang Jingfu, S. 278 als Reinkarnation des Trülkus des Gelugpa-Klosters Beri Gonpa erkannt, und als Jugendlicher ging er zum Studium ins Ganden-Kloster in Lhasa, wo er nach acht Jahren den Grad eines Geshe erwarb.xztzb.cn: Geda huofu:Hongjun pengyou,cangren lingxiu 格达活佛:红军朋友,藏人领袖 (chinesisch)
Im Beri Gonpa wurde 1936 von der Roten Armee bei ihrem Langen Marsch die Böpa-Regierung; tib. བོད་པའི་སྡེ་པ, Wylie: bod pa'i sde pa (i. e. die Tibetische Regierung) gegründet, der die Rotarmisten unterstützende Trülku war zunächst ihr Vize. Nachdem die Rote Armee Garzê verlassen hatte, behandelte er Verwundete und Kranke, verkleidete sie als Lamas, bis sie sich selbst in Sicherheit bringen konnten. Im Jahr 1950 starb Getag.
Die chinesischen Behörden, die davon überzeugt waren, dass er ermordet worden war,“甘孜县白利喇嘛寺活佛格达被英国人杀害。” (fjdh.cn: 佛教年史 (1501-1991年)) verhafteten Robert W. Ford, einen britischen Radiosprecher im Dienste der tibetischen Regierung, während ihrer Eroberung von Chamdo am 19. Oktober 1950. Er verbrachte fünf Jahre im Gefängnis und bestritt stets jegliche Beteiligung an dem Fall. In seiner Autobiografie Red Tibet, Captured by the Chinese Army in Kham schrieb er: „Ich habe gute Gründe zu glauben, dass Geda ermordet wurde, und ich glaube, ich weiß auch, von wem. Ich hoffe, dass das nie herausgefunden wird“.Robert W. Ford: Tibet Rouge, Capturé par l’armée chinoise au Kham, 1999, S. 91
Anna Louise Strong berichtet, dass Lhalu Tsewang Dorjeenglisch Lhalu Tsewang Dorje um 1959 bei einer Massenversammlung in Lhasa beschuldigt wurde, für den Tod Rabchens und des „lebenden Buddhas“ Getag (Geda) verantwortlich zu sein.Anna Louise Strong: When Serfs Stood Up in Tibet, New World Press, Beijing, 1960, chap. VIII Lhalu's Serfs Accuse: « Recent accusations made before a mass meeting of ten thousand people in Lhasa had implicated him in the murder of Rabchen, the Dalai Lama's first regent, and of the progressive Living Buddha Geda, both of whom opposed secession and had been killed for this not long before the liberation. Evidence of Lhalu's participation had been filed with the courts and would be considered later ». Laut Minister Kashöpa wurde Getag (Geda) von Lhalu, dem ehemaligen Gouverneur von Kham, vergiftet.Samten Karmay, Under what circumstances did the PLA decide to march into Tibet?, in: Authenticating Tibet: Answers to China's 100 Questions, Anne-Marie Blondeau und Katia Buffetrille (Hrsg.), 2002, S. 55-64, hier S. 64: « According to the minister Kashöba (1903- ?), he was poisoned by Lhalu, the former governor of Kham. »
Literatur Tang Jingfu : Zhongguo Zangchuan Fojiao ming seng lu . Gansu minzu chubanshe, Lanzhou 1991 (Online – dymf.cn)
Weblinks dge rtag sprul sku 05 grags pa mtha' yas Geda huofu:Hongjun pengyou,cangren lingxiu 格达活佛:红军朋友,藏人领袖 / Trülku Geda: Freund der Roten Armee, Führer der Tibeter (chinesisch) Authenticating Tibet (Preface to the English edition) – Katia Buffetrille
Einzelnachweise und Fußnoten
Kategorie:Person des tibetischen Buddhismus Kategorie:Vajrayana Kategorie:Tibeter Kategorie:Geboren 1903 Kategorie:Gestorben 1950 Kategorie:Mann