Matthias Schott (* 1979 in Nürnberg) ist ein deutscher Physiker und Hochschullehrer. Er ist seit 2013 Professor für experimentelle Teilchenphysik an der Universität Mainz.
Werdegang und Forschung Schott studierte Physik und Mathematik an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen und der Cambridge University und promovierte 2007 an der Ludwig-Maximilians Universität München zur Z-Boson-Produktion am Large Hadron Collider (LHC). Von 2008 bis 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum CERN in Genf und wechselte 2013 auf eine Lichtenberg-Professur an die Universität Mainz. Seit 2024 ist er Professor für experimentelle Teilchenphysik an der Universität Bonn. Er forscht mit seiner Gruppe an Präzisionsmessungen der W-Boson-Masse und der starken Kopplungskonstante, sowie der Suche nach axion-artigen Teilchen und hochfrequenten Gravitationswellen. 2016 war Schott bei dem erstmaligen Nachweis von Licht-an-Licht (Halpern) Streuung beteiligt. Nebenher wirkt Schott in diversen TV-Sendungen zum Thema Physik mit.
Auszeichnungen und Ehrungen
2011 Wilhelm-Conrad-Röntgen-Gastprofessur 2013 Lichtenberg-Professur zum Thema Präzisionsmessung der W-Boson-Masse am LHC 2013 Fellow des Gutenberg Forschungskollegs 2016 Lehrpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2018 Feodor-Lynen-Forschungsstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung 2018 Fulbright Research Scholarship 2019 Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates für das Projekt Searches for Axion Like Particles at the LHC 2024 Synergy Grant des Europäischen Forschungsrates für das Projekt GravNet - A Global Network for the Search for High-Frequency Gravitational Waves 2025 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur
Ausgewählte Veröffentlichungen
ATLAS Collaboration, Evidence for light-by-light scattering in heavy-ion collisions with the ATLAS detector at the LHC. In: Nature Phys. 13 (2017) 9, 852-858, e-Print: 1702.01625 ATLAS Collaboration, Measurement of the WW-boson mass in pp collisions at 7 TeV with the ATLAS detector. In: Eur. Phys.J.C 78 (2018) 2, 110, e-Print: 1701.07240 mit J. Erler: Electroweak Precision Tests of the Standard Model after the Discovery of the Higgs Boson. In: Prog. Part. Nucl. Phys. 106 (2019) 68-119, e-Print: 1902.05142 mit S. Camarda, G. Ferrera: Determination of the strong-coupling constant from the Z-boson transverse-momentum distribution. In: EPJC 2022, e-Print: 2203.05394
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann