rahmenlos|rechts Das Museum Nordenham ist in einer aufwändig renovierten ehemaligen Schule untergebracht. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Hansingstraße 18, Ecke Schulstraße, im niedersächsischen Nordenham im Landkreis Wesermarsch errichtet. Es steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Nordenham).

Gebäudebeschreibung und Geschichte Das zweigeschossige achtachsige verputzte historisierende Gebäude im Stil des Spätklassizismus mit flachem Walmdach, mit mehreren prägenden Dachhäusern, dem markanten Traufgesims, zwei geschossteilenden Gesimsen sowie gerahmten rechteckigen Fenstern wurde 1892 als Volksschule gebaut. An der vierachsigen Seite mit einem Eingang betonen zwei seitliche quadratische Felder die Fassade.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen Gegenüber wurden danach die Lehrerwohnhäuser Schulstraße gebaut.

Nach 1945 war hier bis 1964 die Grundschule Süd, die dann in Neubauten an der Südstraße 22 unterkam. Das Gebäude wurde dann zeitweise vom Gymnasium Nordenham genutzt und 1977 zum Museum umgebaut und mehrfach saniert.Südschule: Unsere Schule.Kreiszeitung Wesermarsch: Fünf Fakten rund um das Nordenhamer Museum Die Laterne aus dem Jahr 1896 des ehemaligen Oberfeuers Einswarden betont vor dem Haus den Eingangsbereich. Es stand auf dem Gelände von Felten & Guilleaume und war Teil der historischen Weserbefeuerung.

Das Landesdenkmalamt befand zur Bedeutung: „ … wissenschaftlich, städtebaulich … .“

Museum

Sammlung Im Rundgang zur Stadtgeschichte werden in zeitlicher Abfolge die wesentlichen Entwicklungen dargestellt: Urzeitliche Besiedlung durch Chauken und Friesen Landgewinnung und Eindeichung der Weserinsel Gründung und Entwicklung des Hafens ab Mitte des 19. Jahrhunderts Ausfuhr von Schlachtvieh nach England Auswandererhafen Industriegründungen Die Zeitung und der Fotograf Fischerei und Schiffbau Nordenham im Zweiten Weltkrieg Nachkriegszeit

Zur Sammlung gehören als Leihgabe der Familie Lübben zwei Versionen des Bruderkussbildes von Hugo Zieger (1864–1932). Es zeigt (1910) die Enthauptungsszene von Dudde und Gerold Lübben (1419), Söhne des friesischen Stadländer Häuptlings Dide Lubben (* 1384; † nach 1414).

Leitung Timothy Saunders (1996–2026) Lars Kröger (2026– )Nordsee-Zeitung (Bremerhaven) vom 8. Juli 2025, Seite 10

Das Museum wird durch den Rüstringer Heimatbund begleitet.

Sonstiges Jahresprogramme begleiten die Ausstellungen und Sonderausstellungen. In Filmen wird die Geschichte der Stadt und der Region sowie die des Stadtgründers Wilhelm Müller vorgestellt. 2019 wurde im Zusammenhang mit der Aktion Frauenort Niedersachsen eine Dauerausstellung mit Werken von Emy Rogge eröffnet. Zweimal erhielt es das Museumsgütesiegel für Niedersachsen. Trauungen im Museum können im Friesenzimmer stattfinden.

Die Militärhistorische Sammlung Nordenham befindet sich am alten Flakleitstand, Burhaver Straße 41. Das Museum Moorseer Mühle ist eine funktionsfähige Mühle.

Literatur 1892 bis 1992 – 100 Jahre Südschule und Museum Nordenham

Weblinks

Museum Nordenham Museumsverband: Museum Nordenham

Einzelnachweise

Kategorie:Baudenkmal in Nordenham Kategorie:Schulgebäude in Niedersachsen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Nordenham Kategorie:Museum im Landkreis Wesermarsch Kategorie:Heimatmuseum in Niedersachsen Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Bauwerk des Historismus in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1890er Jahren Kategorie:Museumsgründung 1977