Ernst Wilhelm Bernhardi (* 26. Mai 1788 in Freiberg; † 28. Mai 1852 in Dresden) war ein sächsischer Jurist und Politiker. Er war von 1833 bis 1850 Bürgermeister von Freiberg sowie von 1833 bis 1848 Abgeordneter in der I. Kammer des Sächsischen Landtags.
Leben und Wirken Ernst Wilhelm Bernhardi war das zweite Kind des königlich-sächsischen Generalakziseinspektors sowie Gerichtsdirektors für Brand und Freiberg, Christian Gottfried Bernhardi (1752–1825)Leipziger Zeitung vom 15. September 1825, S. 2440 (Digitalisat). und dessen Ehefrau Caroline Wilhelmine geb. Hennig geboren. Er besuchte die Fürstenschule St. Afra in Meißen, in die er am 21. Mai 1802 eintrat und von der er mit Reifezeugnis am 21. März 1807 abging. Nach einem Studium der Rechts- und Verwaltungswissenschaften wurde er 1811 zunächst Gerichtsaktuar in Niederforchheim, dann 1815 Gerichtsverwalter-Adjunkt.August Hermann Kreyssig: Afraner-Album, Verzeichnis sämtlicher Schüler der Königlichen Landesschule zu Meissen von 1543 bis 1875, 8422 an der Zahl, Meissen 1876, S. 413 (Digitalisat) 1822 folgte die Ernennung zum Gerichtsverwalter des Rittergutes Gersdorf mit Böhrigen.Staatsarchiv Leipzig, 20391 Rittergut Gersdorf bei Roßwein mit Böhrigen Nr. 215. 1824 berief man Bernhardi zum Wirklichen Gerichtsdirektor in seiner Geburtsstadt Freiberg, ab 1825 ist er als Finanzprokurator des Erzgebirgischen Kreises nachweisbar.Königlich Sächsischer Hof-, Civil- und Militär-Staat 1826, S. 78 (Digitalisat). Ab etwa 1828 gehörte Bernhardi dem Stadtrat von Freiberg an. Dort wurde er 1832 zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1850 inne.Heinrich Gerlach: Die regierenden Bürgermeister der Stadt Freiberg. In: Mittheilungen des Freiberger Alterthumsvereins 5. Jg., 1867, S. 452–454 (Digitalisat). Als solcher war er unter anderem Mitglied der Schulkommission am Gymnasium zu Freiberg.Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1837, S. 113, 395 und 409 (Digitalisat). und ab 1843 Kommissar an der Mechanischen Baugewerkschule sowie Vorsitzender der Prüfungskommission für mechanische Baugewerke zu Freiberg.Staatshandbuch für das Königreich Sachsen 1843, S. 225–226 (Digitalisat). Von 1833/34 bis 1848 war er Mitglied der I. Kammer des Sächsischen Landtags in der Klasse der Magistratspersonen.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833–1952), Dresden 2011, S. 32–35.
Nach seiner Pensionierung zog Bernhardi nach Dresden, wo er 1852 an Typhus starb.Neuer Nekrolog der Deutschen, 30. Jg., 1852, 1. Teil, Weimar 1854, S. 914 (Digitalisat). Er war mit Henriette Wilhelmina geb. Trainer (1797–1849) verheiratet und hatte mit ihr zwei Kinder.
Weblinks Eintrag zu Ernst Wilhelm Bernhardi im Stadt-Wiki Dresden Bildnis von F.A. Renner (ungesichert) im Digitalen Portraitindex: Originalbildnis der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Bilddatei: Inv.-Nr. A 1415
Einzelnachweise
Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Bürgermeister (Freiberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1788 Kategorie:Gestorben 1852 Kategorie:Mann