Willy Bredschneider (* 31. Januar 1889 in Arnsdorf, Österreich-Ungarn; † 16. Januar 1937 in Berlin) war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er war musikalischer Leiter am Berliner Theater und am Wallner-Theater.
Leben Willy Bredschneider wurde 1889 in Arnsdorf in Böhmen geboren. Nach dem Musikstudium bei Friedrich Klose"Federico Kloss", vgl. Bredschneider Willy. In: Carlo Schmidl: Supplemento al Dizionario universale dei musicisti: appendice, aggiunte e rettifiche al primo e secondo volume. Supplement, Sonzogno, Mailand 1938, S. 795. am Konservatorium Basel war er als Dirigent in Berlin und Wien tätig.Bredschneider, Willy. Albert E. Wier (Hrsg.): The Macmillan Encyclopedia of Music and Musicians in One Volume. The Macmillan Company, New York 1938, S. 234. 1909 holten ihn Carl Meinhard und Rudolf Bernauer an das Berliner Theater.Otto Schneidereit: Operette von A–Z. Ein Streifzug durch die Welt der Operette und des Musicals. 13. Auflage neu herausgegeben und ergänzt von Hans-Peter Müller, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1986, S. 145. Dort war er „Hauskapellmeister“ und für die Schauspielmusik bestimmt.Otto Schneidereit: Berlin, wie es weint und lacht. Spaziergänge durch Berlins Operettengeschichte. 2., veränderte Auflage, Lied der Zeit, VEB, Berlin 1973, S. 166. Die jungen Theaterleiter integrierten fortan „publikumswirksame“ Musikwerke in ihr Programm.
1916 verließ Bredschneider das Berliner Theater.Bredschneider, Willi. In: Kurt Gänzl: The Encyclopedia of the Musical Theatre. Band 1: A–K. 2. Auflage, Schirmer Books, New York 2001, ISBN 0-02864970-2, S. 242. Er übernahm die musikalische Leitung des Wallner-Theaters ebenfalls in Berlin. Von 1933 bis 1937 war er Redakteur des Mitteilungsblattes Der Autor des Verbandes Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten.Thomas Dietzel, Hans-Otto Hügel: Deutsche literarische Zeitschriften 1880–1945. Ein Repertorium. Band 1: A travers les Vosges – deutsch-nordisches Jahrbuch. I – 764. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10646-7, S. 104.
Willy Bredschneider starb am 16. Januar 1937, zwei Wochen vor seinem 48. Geburtstag, in Berlin. Die Beisetzung erfolgte auf dem Waldfriedhof Dahlem. Das Grab ist nicht erhalten.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1. S. 578.
Werk mini|Lithographie zum Werk Filmzauber von 1914 (Plakatmuseum in Wilanów) Bredschneider trat auch als Komponist von Liedern und Bühnenmusik für das Berliner Theater in Erscheinung. So stellten sich erste Erfolge 1910 mit Walter Kollo bei der Posse Große Rosinen von Rudolf Bernauer und Rudolf Schanzer ein. Daraus folgte eine Manifestation musikalischer Possen im Theaterspielplan. Unter Mitwirkung von Bogumil Zepler schrieb Bredschneider 1911 die Musik zur Silvester-Posse Die Bummelstudenten (nach der Posse Auf eigenen Füßen von Emil Pohl und Heinrich Wilken). Kollo stand er wieder 1912 bei der Posse Filmzauber zur Seite, aus dem u. a. der Marsch Untern Linden, Untern Linden bekannt wurde. 1913 folgte die Musik zu Wie einst im Mai, dem wohl bedeutendsten Gemeinschaftswerk der beiden Komponisten.Andrew Lamb: 150 Years of Popular Musical Theatre. Yale University Press, New Haven 2000, ISBN 0-300-07538-3, S. 72. Zu nennen sind die damit verbundenen Gassenhauer Das war in Schöneberg, im Monat Mai und Die Männer sind alle Verbrecher. Weitere Kooperationen gab es bei: Extrablätter (1914), Wenn zwei Hochzeit machen (1915) und Auf Flügeln des Gesanges (1916)."Kollo(real name, Kollodziejski), (Elimar) Walter." Baker’s Biographical Dictionary of Musicians. Encyclopedia.com. 11 Dec. 2023 <https://www.encyclopedia.com>. Danach emanzipierte sich Kollo allmählich von Bredschneider.
Alleinige Verantwortung trug Bredschneider für die Operette Die beiden Nachtigallen nach einem Libretto von Leo Walther Stein (UA Halle 1921), die in Deutschland und den Niederlanden zur Aufführung gebracht wurde. Ebenso war er Tonschöpfer des musikalischen Schwanks Ein Mädel mit Tempo von Max Reimann und Otto Schwartz (1931).Bredschneider, Willy. In: Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 1: A–Hurk. De Gruyter, Berlin 1953.
Literatur Bredschneider Willy. In: Carlo Schmidl: Supplemento al Dizionario universale dei musicisti: appendice, aggiunte e rettifiche al primo e secondo volume. Supplement, Sonzogno, Mailand 1938, S. 795. Bredschneider, Willy. Albert E. Wier (Hrsg.): The Macmillan Encyclopedia of Music and Musicians in One Volume. The Macmillan Company, New York 1938, S. 234. Bredschneider, Willy. In: Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 1: A–Hurk. De Gruyter, Berlin 1953. Bredschneider, Willi. In: Kurt Gänzl: The Encyclopedia of the Musical Theatre. Band 1: A–K. 2. Auflage, Schirmer Books, New York 2001, ISBN 0-02864970-2, S. 242.
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