mini|Norishalle, Nürnberg; Sitz der NHG mini|Norishalle 2014, vom Südosten aus gesehen Die Norishalle Nürnberg ist ein 1967 errichtetes Gebäude zur kulturellen Nutzung in Nürnberg. Sie beherbergt die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg und das Stadtarchiv Nürnberg.

Sie liegt am östlichen Rand der Altstadt am Marientorgraben, nahe dem Gewerbemuseum, südlich der Pegnitz.

Vorherige Norishallen Die erste Norishalle wurde 1882 als Kunsthalle der Bayerischen Landes-Gewerbe-Industrie und Kunstausstellung im Stadtpark eröffnet.

Nach ihrem Abriss entstand am heutigen (Gewerbemuseumsplatz) ein Neubau, der bis 1897 das Bayerische Gewerbemuseum beherbergte.

Der geschichtsbewusste Nürnberger Bürgermeister Georg von Schuh konnte 1899 die eisenbahnhistorische Sammlung der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen von München nach Nürnberg holen. Als ersten Standort überließ er der Bahnverwaltung unentgeltlich die damalige Norishalle am Marientorgraben. In: dbmuseum.de, abgerufen am 27. Mai 2019. Das Museum entwickelte sich zum Verkehrsmuseum Nürnberg und zog 1927 in einen repräsentativen Bau um.

Anschließend wurde die Norishalle, deren Name sich erst in den 1920er Jahren durchsetzte, zur Kunsthalle für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst umgebaut. Eine Auswahl: 12. Apr. bis 2. Sept. 1928: Ausstellung deutscher Kunst der Gegenwart 1928 1931: Nordbayerische Kunstausstellung 1934: Nordbayerische Kunstausstellung 1935: „Kunst und Eisenbahn“

Die Halle wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört.

Die heutige Norishalle Am Marientorgraben, neben dem Gewerbemuseum, wurde von der Landesgewerbeanstalt Bayern von 1965 bis 1969 die neue Norishalle errichtet, ein von Heinrich GraberEintrag im Fuerthwiki, abgerufen am 15. Dezember 2023 entworfener moderner Bau in Sichtbetonbauweise. Ursprünglich waren entlang des Marientorgrabens weitere Kulturbauten geplant, die Norishalle allein jedoch wurde umgesetzt. In den Bau zogen 1969 die Patent- und Normenauslegestelle sowie das Grundbauinstitut der LGA ein. Die Norishalle beherbergt Ausstellungsräume mit wechselnden Ausstellungen – als Veranstaltungsort wurde oft „Kunsthalle Nürnberg in der Norishalle“ angegeben.

So war hier die „Triennale der Zeichnungen“ von 1979 bis 1988 zu Gast, gefolgt von den „Museumsskizzen“ (1989–1993) mit begleitenden Kunstgesprächen.

Ebenso fanden hier die Präsentationen des Nachwuchskünstlerpreises der Renta-Gruppe statt: 1985: Thomas Schadt 1989: Ulrich Waibel, Norbert Radermacher 1991: Marcel Odenbach für seine Video-Installation „Wenn die Wand an den Tisch rückt“ 1992: Neo Rauch, Martin Honert 1994: Iris Häussler 1997: Pipilotti Rist

Nach einem Umbau des Hauses von 1997 bis 2000 zogen die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg und das Stadtarchiv Nürnberg ein.Norishalle auf nuernberginfos.de, abgerufen am 13. Dezember 2023.

Vom 28. Oktober 2007 bis 17. Februar 2008 fand hier eine Ausstellung zur Himmelsscheibe von Nebra statt. Zu sehen war dabei eine Reproduktion der Sonnenscheibe in dem Zustand, wie sie von den Raubgräbern entdeckt wurde.

Weblinks

Naturhistorisches Museum Nürnberg

Einzelnachweise

Norishalle Norishalle Norishalle Kategorie:Bauwerk aus Beton Kategorie:Erbaut in den 1960er Jahren