In der Liste von Einheitsbäumen in Thüringen sind Einheitsbäume in Thüringen aufgeführt. Dabei handelt es sich üblicherweise um Dreiergruppen aus einer Rotbuche, einer Kiefer und einer Stieleiche, die zum Gedenken an die Deutsche Wiedervereinigung gepflanzt wurden. Die Liste ist Teil der Liste von Einheitsbäumen in Deutschland. Sie enthält auch zu den Bäumen gehörende Gedenksteine oder Tafeln.

In einem gesonderten Abschnitt können „Echte Einheitsbäume“ erfasst werden, die am 3. Oktober 1990 gepflanzt wurden.

Die Liste erfasst nicht die vielen beim „Einheitsbuddeln“ aus dem gleichen Anlass gepflanzten Einzelbäume, Baumgruppen, Baumreihen und Allee-Teile.

Tabelle In dieser Tabelle ist Jahr das Jahr (oder Datum) der Pflanzung.

Ort ! Bundesland Lage Bild Baumarten Jahr Beschreibung

| Eisenach | Thüringen | auf dem Elisabethplan, unterhalb der Wartburg |style="text-align:center"| 120px|Einheitsbäumeweitere Bilder65px|Schild | StieleicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2014 (11. Nov.) | Anlässlich des 25. Jahrestages der friedlichen Revolution und des Mauerfalls am 11. November 2014 auf dem Elisabethplan (unterhalb der Wartburg) gepflanzt von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), Prinz Michael von Sachsen-Weimar als Vertreter der Wartburg-Stiftung sowie Matthias Wierlacher von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.Jördis Bachmann: Drei Bäume für Deutschlands Einheit in Eisenach. In: Die Welt, 11. November 2014, abgerufen am 20. Januar 2024(hk): Elisabethplan erhält Bäume. In: Thüringische Landeszeitung, 11. November 2014, S. 14 2024 wurde nur noch die Eiche gefunden.

| FrankenblickOT Effelder | Thüringen | an der Parkanlage am Schloß / Rathaus in Effelder |style="text-align:center"| 120px|Einheitsbäumeweitere Bilder65px|Schild | StieleicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2014 (6. Nov.) | Anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls am 6. November 2014 an der Parkanlage am Rathaus vom Bürgermeister gemeinsam mit Kindern der KiTa „Regenbogen“ gepflanzt. Eine Sitzgruppe kam 2015 dazu.(red.): Drei Bäume für Deutschlands Einheit. In: Internet-Seite Frankenblick, Rubrik Aus dem Rathaus, Oktober 2014; abgerufen am 1. November 2014.(red.): Drei Bäume für Deutschlands Einheit - Ein wachsendes Denkmal für die Wiedervereinigung. In: Frankenblick Bote, November 2014, S. 6.(red.): Drei Bäume für Deutschlands Einheit - Ein wachsendes Denkmal für die Wiedervereinigung. In: Frankenblick Bote Nr. 12, 14.  November 2014, S. 1.Andreas Beer: Ein Gedenkort mit grünem Antlitz. In: in Südthüringen, 7. November 2014; abgerufen am 26. Januar 2024.

| Geisa Point Alpha | Thüringen | Eingangsbereich des ehemaligen US Camps Point Alpha, unterhalb des Aussichtsturms und westsüdwestlich der Gedenkstätte |style="text-align:center"| 120px|Einheitsbäumeweitere Bilder | ElsbeereElsbeereElsbeere |style="text-align:center"| 2022 (22. Dez.) | Anlässlich des 33. Jahrestages der Grenzöffnung zwischen Geisa und Rasdorf am 22. Dezember 2022 unterhalb des Aussichtsturms und westsüdwestlich der Gedenkstätte gepflanzt von Manuela Henkel (Bürgermeisterin der Point-Alpha-Stadt Geisa), Sebastian Leitsch (Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung) und Jürgen Hahn (Bürgermeister der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf).(red.): Symbol für das Zusammenwachsen der Region. In: in Südthüringen, 22. Dezember 2020, abgerufen am 19. September 2024.(red.): Drei Elsbeeren: Symbol für das Zusammenwachsen der Region. In: Internet-Seite Point Alpha, 22. Dezember 2020, abgerufen am 19. September 2024.

| Gera | Thüringen | angrenzend zum Stadtwald zwischen einer Aufforstungsfläche und dem Forst- bzw. Wanderweg in Richtung Kreuzung Martinshöhe |style="text-align:center"| | StieleicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2014 (4. Nov.) | Anlässlich des 25. Jahrestages der Grenzöffnung und des Mauerfalls am 4. November 2014 neben einem Wanderweg südlich der Stadtrodaer Straße/„Bauernloch“ am Stadtwald Gera gepflanzt von der Stadt Gera und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Bäume spendete der Optiker Fielmann.(red.): Drei Bäume für Deutschlands Einheit werden in Gera gepflanzt. In: Ostthüringer Zeitung, 14. November 2014, abgerufen am 20. Januar 2024

| Gotha | Thüringen | im Volkspark-Stadion |style="text-align:center"| 120px|Einheitsbäume Pflanzungweitere Bilder65px|Schild | StieleicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2022 (1. Dez.) | Anlässlich des 32. Jahrestages der Grenzöffnung und des Mauerfalls am 1. Dezember gepflanzt von Oberbürgermeister Knut Kreuch, Landrat Onno Eckert und Initiator Werner Erhardt.(red.): Wachsendes Denkmal in Gotha errichtet . In: Thüringer Allgemeine, 1. Dezember 2022, abgerufen am 26. Januar 2024(red./dg): Drei Bäume für die Einheit. In: Oscar am Freitag, 5. Dezember 2022, abgerufen am 26. Januar 2024Knut Kreuch: Informationsbericht des Oberbürgermeisters zur Stadtratssitzung am Donnerstag, den 17.11.2022. In: Gotha aktuell, 18. November 2022, abgerufen am 26. Januar 2024Maik Märtin: „Drei Bäume für die Einheit“ im Gothaer Volkspark-Stadion gepflanzt. In: Gotha, Rathausinformation der Pressestelle, 1. Dezember 2022

| Jena | Thüringen | Fläche am Radweg Gries nordöstlich der Wiesenbrücke |style="text-align:center"| | StieleicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2014 (1. Okt.) | Anlässlich des 24. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung am 1. Oktober gepflanzt vom Bürgermeister Frank Schenker (CDU), Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) und Stadtentwicklungsdezernent Denis Peisker (Grüne).Jördis Bachmann: Ein wachsendes Denkmal in Jena: Drei Bäume für die deutsche Einheit gepflanzt. In: Thüringische Landeszeitung, 3. Oktober 2014, abgerufen am 20. Januar 2024

| Mühlhausen/Thüringen | Thüringen | Parkanlage „Alter Friedhof“ |style="text-align:center"| 120px|Einheitsbäumeweitere Bilder65px|Schild | TraubeneicheRotbucheWaldkiefer |style="text-align:center"| 2014 (3. Okt.) | Am 3. Oktober 2014 anlässlich des Tags der Deutschen Einheit gepflanzt von Oberbürgermeister Bruns, Franz Müntefering und den drei neu ernannten Mühlhausen-Botschaftern: Stadträtin Elke Holzapfel (MdL), und den Pädagogen Hans Leibohm und Klaus Thäle. Statt der Stieleiche steht hier eine Traubeneiche für das wieder vereinte Deutschland. 2019 wurden Buche und Eiche angesägt und mussten ersetzt werden.(red.): Würdiger Festakt zum Tag der Deutschen Einheit 2014 in der Rathaushalle. In: Internet-Seite Mühlhausen, 17. Oktober 2014; abgerufen am 5. Februar 2024(red.): Baumdenkmal auf dem Alten Friedhof mutwillig beschädigt. In: Internet-Seite Mühlhausen, 5. März 2019; abgerufen am 5. Februar 2024

Echte Einheitsbäume „Echte Einheitsbäume“ sind Bäume, die bereits am 3. Oktober 1990 zum Gedenken an die Deutsche Wiedervereinigung gepflanzt wurden.

In der Tabelle ist Jahr das Jahr der Pflanzung.

Ort Lage Bild Baumarten Jahr Beschreibung Amt CreuzburgOT Creuzburg vor der Michael-Praetorius-Schule, Michael-Praetorius-Platz 4 120px|„Einheits-Rosskastanie“weitere Bilder Blumenesche oder Rosskastanie 1990 Am 3. Oktober 1990 trafen sich Creuzburger und Menschen der angrenzenden Gemeinden Ifta und Scherbda sowie Schwalmstädter, um eine Freundschaftsvereinbarung zu unterzeichnen. Die Bürgermeister Gerd-Friedrich Huck (Schwalmstadt), Rainer Schill (Creuzburg), Rüdiger Schwanz (Ifta) und Klaus Rödiger (Scherbda) pflanzten eine „Blumenesche“. die sich dann als Rosskastanie entpuppte.(red): Der Baum erinnert noch. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 6. November 2014; abgerufen am 1. Februar 2024.Manfred Schaake: Freude und Dankbarkeit. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 5. Oktober 1990; abgerufen am 1. Februar 2024. EisenachOT Hörschel am Spielplatz Rennsteigstraße Ecke Spichraer Straße 120px|„Einheitseiche“weitere Bilder65px|„Gedenkstein“ Stieleiche 1990 Am 1. Mai 1990 am jetzigen Spielplatz Rennsteigstraße Ecke Spichraer Straße von den Freiwilligen Feuerwehren Hörschel und Wolfterode (Gemeinde Meißner, Nordhessen) gepflanzt. Dazu gehört ein Gedenkstein mit Schrifttafel. EisenachOT Hörschel Rennsteigstraße Ecke An der Hörsel 120px|„Einheitsfichte“weitere Bilder Stechfichte 1990 Am 3. Oktober 1990 pflanzten der Ortschronist Manfred Kaiser, seine Frau und sein Enkel den Wappenbaum, eine „Tanne“, auf einen freien Platz in der Dorfmitte.Manfred Kaiser: 932 – 2022. 1090 Jahre Hörschel. S. 15. EisfeldOT Bockstadt-Herbartswind an der Verlängerung der Herbartswinder Straße (K 530 nach Rottenbach), links vor der Unterführung A73 Linde 1990 Am 3. Oktober 1990 wurde an der früheren innerdeutschen Grenze ein Gedenkstein eingeweiht und eine Einheitslinde gepflanzt. Dies geschah auf Initiative der Bürger von Rottenbach und Herbartswind und mit Unterstützung der Bürgermeister von Bockstadt und Lautertal (Oberfranken) (Bayern). Wegen des Baus der Thüringer Waldautobahn A 73 wurde der Gedenkstein Ende der 1990er Jahre umgesetzt und steht nun direkt an der A 73, Ausfahrt Eisfeld-Süd, an der Kreisstraße 530 zwischen Rottenbach und Herbartswind. 2006 wurden neue Linden um den Gedenkstein gepflanzt.(red.): Gedenkstein zum Tag der deutschen Einheit. In: Orte des Erinnerns an die Friedliche Revolution und Deutsche Einheit, Berlin 2020, S. 322, abgerufen am 12. Februar 2024. IlmenauOT Stützerbach an der Christuskirche 120px|„Einheitslinde“ an der Christuskircheweitere Bilder Linde 1990 Am 3. Oktober 1990 vom Faschingskomitee Allersberg an der Christuskirche gepflanzt. Die Idee hatte der Willy Bittner, Chef der Baumschule und Präsident des Allersberger Faschingskomitees. Schirmherren waren Bundeskanzler Helmut Kohl und der bayerische Staatsminister Erwin Huber, deren Grußschreiben vor Ort präsentiert wurden.(st): Mit Freunden friedliche Revolution gefeiert. In: Roth Hilpoltsteiner Volkszeitung, 13. November 2009, S.  .(red): Der Einheitsbaum bekommt eine extra Feier. In: in Südthüringen, 13. November 2009; abgerufen am 6. Dezember 2023.(st): Linde als Symbol für die Einheit. In: nordbayern.de, 6. Oktober 2010, abgerufen am 27. Juli 2024.(jstu): Willy Bittner hatte zur Wiedervereinigung Bäume gepflanzt. In: , 5. Oktober 2020, abgerufen am 27. Juli 2024.Josef Sturm: Zwei Linden als Symbol. In: Hilpoltsteiner Kurier, 4. Oktober 2010, abgerufen am 16. August 2024. Rudolstadt auf dem Vorplatz zum Thüringer Landestheater, Albert-Lindner-Straße/Ecke Anton-Sommer-Straße 120px|„Einheitslinde“weitere Bilder65px|Gedenkstein Linde 1990 Am 3. Oktober 1990 haben Vertreter der Freien Wählergemeinschaft Bayreuth, an ihrer Spitze Stadtrat Gerhard Gollner, gemeinsam mit den neugegründeten Freien Wählern aus Rudolstadt auf dem Vorplatz zum Thüringer Landestheater eine kleine Linde gepflanzt, auch als Symbol für die frischgebackene Städtepartnerschaft. Am 2. Oktober 2010, in einer Feierstunde unter Beteiligung einer größeren Gruppe Bayreuther Gäste, wurde ein Gedenkstein aus Thüringer Schiefer mit Kupferplatte „Gepflanzt am 03. Oktober 1990 – Bayreuth-Rudolstädter Gemeinschaft“ eingeweiht. Aus Rudolstadt waren Bürgermeister Jörg Reichl, Stadträte, Vertreter der evangelischen Kirche, Akteure von damals wie Wilfried Heinze, Stadtrat Herbert Wirkner und Pfarrer i. R. Diethelm Offhauß beteiligt.(red): Gedenkstein an der "Linde der deutschen Einheit" in Rudolstadt eingeweiht. In: Internet-Seite der Stadt Rudolstadt, Aktuelles, 6. Oktober 2010; abgerufen am 6. Februar 2024. Ruhla untere Lindenstraße, Ecke Marienstraße 120px|„Einheitslinde“weitere Bilder65px|Schild Bergahorn Linde 1990 Im März 1990 vereinbarten Ruhla und die Gemeinde Schalksmühle (NRW) eine Städtepartnerschaft, ein Bergahorn wurde am 3. Oktober auf dem Friedensplatz gepflanzt. Davor wurde am 3. Oktober 1991, dem ersten Jahrestag der Deutschen Einheit, auf Initiative der Gemeinde Schalksmühle ein Findling mit einer Gedenktafel enthüllt. Diese trug die Inschrift: