Patrick Zahraj (* 17. Juli 1999 in Gießen) ist ein deutscher Tennisspieler.
Leben Patrick Zahrajs Vater Radek spielte für Tschechien ebenfalls Tennis und erreichte Rang 277 der Weltrangliste.
Genau wie sein Landsmann Alexander Zverev leidet Zahraj an Diabetes Typ 1. Er wurde 2009 infolge eines Turniers damit diagnostiziert.
Karriere Zwischen 2015 und 2016 spielte Zahraj gelegentlich auf der ITF Junior Tour und erreichte Platz 425 bei den Junioren.
Bei den Profis spielte Zahraj ab 2018 Turniere auf der drittklassigen ITF Future Tour. Hier nahm er anfangs ausschließlich an Turnieren im D-A-CH-Raum teil. Vor allem im Doppel gelangen ihm erste Erfolge. So siegte Zahraj mit verschiedenen Partnern zweimal 2020, dreimal 2022 und zweimal 2023 bei Futures. Im Einzel kam er hingegen 2022 das erste Mal überhaupt in ein Future-Halbfinale, was er 2023 noch zwei weitere Male wiederholen konnte. Seine höchsten Platzierungen in der Weltrangliste waren bis dahin Platz 454 im Einzel und Platz 327 im Doppel. Letzteren erreichte er im Oktober 2022. Auf Vereinsebene war Zahraj 2021 und 2022 für den TC Wolfsberg Pforzheim aktiv.
Von 2018 bis 2023 absolvierte Zahraj ein Studium an der UCLA in Los Angeles. Dort war er Teil der Mannschaft im College Tennis. Im Anschluss daran begann er eine Karriere als Tennisspieler zu verfolgen.
Der größte Erfolg für Zahraj war der Gewinn der deutschen Hallen-Meisterschaften im Dezember 2023 in Biberach an der Riß. Er schlug dort mit Marko Topo, Vorjahressieger Jakob Schnaitter und Finalist Daniel Masur die Nummern eins, fünf und drei der Setzliste. Seit 2024 spielt er auch gelegentlich auf der ATP Challenger Tour. Sein erstes gute Resultat dort gelang ihm im November des Jahres in Drummondville, als er aus der Qualifikation gestartet war und das Halbfinale erreichte. Erstmals stand er Ende der Saison in den Top 500 der Weltrangliste. Im Saisonverlauf 2025 verbesserte sich Zahraj weiter: Er schied bei zwei Challengers erst im Halbfinale aus und spielte in Pau gegen den Belgier Raphaël Collignon sein erstes Challenger-Endspiel. Er unterlag in zwei Sätzen. Im Oktober stand er auf Rang 240, seinem Karrierehoch im Einzel. Im Doppel war er etwas erfolgreicher und gewann 2024 fünf Future-Titel, 2025 kam neben seinem 13. Titel der Future Tour in Charlottesville sein erster Challenger-Titel hinzu, den er mit Tim Rühl, seinem Stamm-Doppelpartner, errang. Die Saison 2026 verlief weniger erfolgreich, sodass er im Einzel wieder aus den Top 400 fiel. Anfang des Jahres gehörte er zum Aufgebot Deutschlands im United Cup, absolvierte aber kein Match.
Erfolge Legende (Anzahl der Siege) Grand Slam ATP Finals ATP Tour Masters 1000 ATP Tour 500 ATP Tour 250 ATP Challenger Tour (1)
Doppel Turniersiege Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis 1. 1. November 2025 Hartplatz (i) 3:6, 7:5, [12:10]
Weblinks
Profil auf der Seite der Hochschule (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Tennisspieler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Meister (Tennis) Kategorie:College-Tennis-Spieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1999 Kategorie:Mann