Erwin Lutz-Waldner (* 5. Oktober 1912 in Obermais;Taufbuch der Pfarre Untermais 1912-1922 S. 32 † 22. November 1975 in Innsbruck) war ein österreichischer Maler.

Leben Erwin Lutz-Waldner erhielt seine erste künstlerische Ausbildung bei Toni Kirchmayr in Innsbruck, von 1937 bis 1941 studierte er an der Akademie der bildenden Künste München bei Franz Klemmer, Julius Hess, Constantin Gerhardinger und Hermann Kaspar. 1941 erhielt er einen Preis der Albrecht-Dürer-Stiftung. Von 1941 bis 1945 war er als Kriegsmaler in Russland, Frankreich, Norwegen und Italien tätig. Nach dem Krieg war er „Hüttenmaler“ in den Industrieanlagen des Ruhrgebiets, danach ließ er sich als freischaffender Künstler in Innsbruck nieder.

Lutz-Waldner war ein gemäßigter Expressionist, der sich einer realistischen Malweise bediente, Abstraktion blieb ihm fremd. Zu seinen Werken gehören Porträts, Landschaften und Stillleben sowie Wandgestaltungen und Betonglasfenster in Tirol und Vorarlberg.

Werke im öffentlichen Raum mini|Mosaik Fischpredigt des hl. Antonius am Eduard-Wallnöfer-Schülerheim, Innsbruck Mosaik im Inneren, Mittelschule Wattens, um 1950 Mosaikbilder mit Fischmotiven im Kassenbereich und Sgraffito an der Fassade, Alpenschwimmbad Wattens, um 1955 Sgraffiti mit Motiven aus der Geschichte Kufsteins, Wohnanlage Trautweinstraße 16, Kufstein, 1957 Fassadenmosaik Fischpredigt des hl. Antonius, Eduard-Wallnöfer-Schülerheim, Innsbruck, um 1960 Fassadengestaltung mit Naturdarstellung von Tieren und Pflanzen, Wohnanlage Gerhart-Hauptmann-Straße 7–15, Innsbruck, 1961 Tiermosaike in der zentralen Halle, Kindergarten 1, Wattens, um 1964 Bildfries mit geometrischen Formen, Wohnhaus Krajncstraße 12c, Hall in Tirol, 1967 Bildfries mit geometrischen Mustern, Wohnanlage Schlangglfeld 1, Hall in Tirol, 1967 (nicht mehr erhalten) Glasfenster, St.-Josefs-Kirche, Rankweil, um 1968St.-Josefs-Kirche: Glasfenster von Maler Erwin Lutz-Waldner. Pfarre Rankweil, abgerufen am 13. November 2013

Literatur

Christoph Bertsch (Hrsg.): Kunst in Tirol, 20. Jahrhundert: wesentlich erweiterter und neu durchgesehener Bestandskatalog der Sammlung des Institutes für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Legate und Nachlässe in zwei Bänden. Band 1, Innsbruck 1997, S. 402–403 (urn:nbn:at:at-ubi:2-7284)

Einzelnachweise

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