Nobara Linux ist eine auf Fedora basierende, angepasste Linux-Distribution, die sich speziell an Gamer, Content-Creatoren und Linux-Einsteiger richtet. Das Nobara-Projekt wurde 2019 von Thomas Crider, Software Maintenance Engineer bei Red Hat und auch bekannt unter seinem Pseudonym „GloriousEggroll“, ins Leben gerufen. Nach eigener Aussage war dieser es leid, die von ihm präferierte Distribution nach jedem Systemwechsel neu an seine Bedürfnisse anzupassen. Die erste Version 37 wurde am 10. Juli 2022 veröffentlicht. Nobara folgt den Hauptversionen der zugrundeliegenden Linuxvariante und Updates werden als Rolling Release kontinuierlich bereitgestellt.
Besonderheit Dass Nobara Linux nicht bloß eine Variante von Fedora ist, verdeutlichen die zahlreichen Anpassungen. So nutzt Nobara Linux zwar die Fedora-Repositories, bringt aber zusätzlich ein eigenes Repository mit, das u. a. die zum Spielen nötigen angepassten Wine- und Proton-Pakete enthält, sowie OBS Studio, Steam und Discord. Im Besonderen verwendet die Distribution einen optimierten Linux-Kernel. So sind die zahlreichen an Gamer gerichtete Patches und Anpassungen bereits integriert. Ergänzt wird dies von einer genretypischen, optischen Gestaltung im starken Kontrast zur seriös gehaltenen Ursprungsdistribution. Als Standard Desktop-Umgebung kommt KDE Plasma zum Einsatz, wobei auch Versionen mit Gnome und eine speziell auf das Steam Deck angepasste Ausführung gepflegt werden.
Als Gaming-Betriebssystem richtet Nobara Linux proprietäre Software, wie die Grafik-Treiber von Nvidia und diverse Codecs automatisch ein. Die Verwendung solcher nicht quellenoffener Software führt zur Notwendigkeit eines Endbenutzer-Lizenzvertrags als Ergänzung der sonst üblichen, freien Softwarelizenzen wie der GPL. Abseits dieser zweckorientierten Bausteine ist das Betriebssystem eher zurückhaltend mit vorinstallierten Anwendungsprogrammen belastet. Beispielsweise fehlt ein E-Mail-Client, der bei Bedarf über die Softwareverwaltung einfach nachinstalliert werden kann.
Das Betriebssystem ist grundsätzlich auf Deutsch lokalisiert, allerdings ist der Willkommens-Dialog zur Einrichtung nach der Installation, ebenso wie das begleitende Wiki und die Webseite des Projektes nur in englischer Sprache verfügbar.
Einzelnachweise
Kategorie:Fedora-basierte Linux-Distribution