Kurt Theodor Wilhelm Richard Stiebitz (Pseudonym: Ix Ypsilon; * 12. Juni 1891 in Spandau; † 8. Juni 1964 in Braunschweig) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Komponist.

Leben Kurt Stiebitz wurde 1891 als Sohn des Komponisten Richard Stiebitz (1858–1924) in Spandau bei Berlin geboren.Stiebitz, Kurt. In: Paul Frank: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. Für Musiker und Freunde der Tonkunst. 12., sehr erweiterte Auflage. Bearbeitet von Wilhelm Altmann. Carl Merseburger, Leipzig 1926. Er war u. a. Schüler von Friedrich Gernsheim und Richard Strauss.Hans Alex Thomas: Die deutsche Tonfilmmusik. Von den Anfängen bis 1956 (= Neue Beiträge zur Film- und Fernsehforschung. Band 3). Bertelsmann, Gütersloh 1962, S. 167. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat und wurde verwundet.Eva Maria Axt: Richard Strauss als Pädagoge. In: Richard Strauss-Blätter 37 (1997), S. 75–85, hier: S. 78. Als Komponist war er in Berlin tätig. Hier unterrichtete er u. a. Paul Walter Preis.Hedwig und Erich Hermann Mueller von Asow (Hrsg.): Kürschners deutscher Musiker-Kalender 1954. 2. Ausgabe des Deutschen Musiker-Lexikons, de Gruyter, Berlin 1954, Sp. 984.

1919 heiratete er die Sekretärin Charlotte Margarete Luzie Schmidt (1897–1920), Tochter des Maschinenfabrikanten Heinrich Otto Schmidt.Standesamt Spandau (Heiratsregister 216/1919). Nach deren Tod war er in zweiter Ehe mit der Lehrertochter Elfriede Ernestine Anna Auguste Hübner (1899–1978) verheiratet.Standesamt Spandau (Heiratsregister 1335/1920). Kurt Stiebitz verstarb 1964 in Braunschweig.Stadtchronik Braunschweig: Eintrag für das Jahr 1964, braunschweig.de, Abruf: 11. September 2026.

Werk Er komponierte Stücke fast aller Gattungen. Zu seinem Œuvre gehörten u. a. mehrere Opern wie Der Tanz der Maja (Göttingen, 1922), Dona nobis pacem (Halle/Saale, 1926) und Die Feuerprobe (Braunschweig, 1953)Stiebitz, Kurt. In: Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Band 4: Singer–Tzschoppe. K. G. Saur Verlag, Bern/München 1998, ISBN 3-907820-30-4, S. 2344. sowie die Bühnenmusik zu Jedermann 1948, Ein Zeit-Mysterium von Willi Schäferdiek, das im August 1948 im Rahmen der Festwochen der Städt. Bühnen und des Gürzenich-Orchesters anlässlich der 700-Jahrfeier der Grundsteinlegung des Kölner Doms zur Uraufführung gebracht wurde. 1952 verantwortete er den Klavierauszug aus Hans Werner Henzes Oper Boulevard Solitude. Sein Streichquartett wurde 1954 vom Bruinier-Quartett bei Radio Bremen zur Uraufführung gebracht.Jürgen Stegmüller: Das Streichquartett. Eine internationale Dokumentation zur Geschichte der Streichquartett-Ensembles und Streichquartett-Kompositionen von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Quellenkataloge zur Musikgeschichte. Band 40). Noetzel, Wilhelmshaven 2007, ISBN 978-3-7959-0780-8, S. 386. Außerdem schrieb er Filmmusik, so mit Franz Grothe für den Spielfilm Aufforderung zum Tanz (1934) unter Verwendung der gleichnamigen Musik von Carl Maria von Weber. Zahlreiche seiner Hörspiel-Kompositionen sind in der ARD-Hörspieldatenbank dokumentiert.ARD-Hörspieldatenbank, hoerspiele.dra.de, Zugriff: 2. Dezember 2023.

Literatur Stiebitz, Kurt. In: Paul Frank: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. Für Musiker und Freunde der Tonkunst. 12., sehr erweiterte Auflage. Bearbeitet von Wilhelm Altmann. Carl Merseburger, Leipzig 1926. Stiebitz, Kurt. In: Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Band 4: Singer–Tzschoppe. K. G. Saur Verlag, Bern/München 1998, ISBN 3-907820-30-4, S. 2344. Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 7331f. online

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