mini|hochkant|Peter Bruckmann, um 1883, Rötelzeichnung von Hans von Marées, Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am MainPeter Bruckmann, Datenblatt im Portal sammlung.staedelmuseum.de Peter Bruckmann (* 13. August 1850 in Heilbronn; † 24. Dezember 1925 in Solln bei München) war ein deutscher Bildhauer.

Leben mini|hochkant|Arnold Böcklin, Bildnis Clara Böcklin, älteste Tochter des Künstlers, 1872–1873, Kunstmuseum Basel mini|hochkant|Mutter mit Kind, Gemeinschaftsarbeit von Bruckmann (Gipsrelief) und Böcklin (Bemalung), 1888, Staatliche Kunstsammlungen DresdenMutter mit Kind, Objektdatenblatt im Portal skd-online-collection.skd.museum Er entstammte der Heilbronner Industriellenfamilie Bruckmann. Sein Großvater war der Firmengründer Georg Peter Bruckmann gewesen.https://archivsuche.heilbronn.de/plink/e-38263 Sein Vater Wolfgang August Peter Bruckmann (1818–1891) war ein Sohn aus der zweiten Ehe des Firmengründers, seine Mutter Fanny geb. Schaeuffelen war eine Tochter des Papierfabrikanten Gustav Schaeuffelen.https://archivsuche.heilbronn.de/plink/e-33993

Er nahm als Freiwilliger am Deutsch-Französischen Krieg teil. Am 25. Oktober 1873 schrieb er sich an der Münchner Akademie der Bildenden Künste für das Fach Bildhauerei ein.02985 Peter Bruckmann, Matrikel der Akademie der Bildenden Künste München Auch Anton Hess bildete ihn in seinem Atelier aus. Durch Hans von Marées lernte Bruckmann Arnold Böcklin kennen. Ihm folgte er nach Florenz und heiratete dort 1876 dessen Tochter Clara (1855–1928). Von 1881 bis 1884 lebte Bruckmann in Rom, wo er sich Hans von Marées und dessen Kreis anschloss.Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 108 Ab 1885 lebte er in Zürich und arbeitete gemeinsam mit Böcklin an einer Reihe polychromer plastischer Werke. Viele seiner Arbeiten scheinen von Böcklin angeregt worden zu sein.

Nahe der Villa Bellagio in Fiesole, dem Alterswohnsitz seines Schwiegervaters, besaß Bruckmann die Villa Miralunga, deren Loggia er 1903 von Theodor Riegel (* 1866) mit einem pittoresk verfremdeten pompejanischen Dekor überziehen ließ.Birgitta Coers: Die Farbe des Vergangenen. Pompeji in der Kunst der Moderne. LIT Verlag, Münster 2018, ISBN 978-3-64313-188-1, S. 371 (Google Books)

Literatur Volker Frank: Bruckmann, Peter. In: Saur Allgemeines Künstlerlexikon. Die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Mitherausgegeben und begründet von Günter Meißner. K. G. Saur, München/Leipzig 1992–2010, ISBN 3-598-22740-X, Band 14: Braun–Buckett (1996), S. 463.

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1925 Kategorie:Mann