mini|hochkant|Stadtkirche Weimar, Epitaph von Herzogin Agnes von Hessen links vom Triumphbogen Sebastian Gromann (geb. im 16. Jahrhundert) war ein Bildhauer der Renaissance in Gotha.

Er war Sohn des Baumeisters Nicol Gromann. Gromann schuf u. a. das Grabmal des Herzogs Johann Wilhelm von Sachsen in der Stadtkirche von Weimar. Dieses entstand ab 1574 und wurde 1577 fertiggestellt. Auf diesem Epitaph wurde außer dem Herzog dessen Ehefrau Dorothea Susanna von der Pfalz dargestellt. Dieses ist nicht das einzige Epitaph, das Gromann schuf, sondern er fertigte weitere der herzoglichen Familie. So wurden Grabmale am linken und rechten Pfeiler für Herzog Johann Friedrich II. und Herzogin Agnes 1571 in der Weimarer Stadtkirche aufgestellt, die von Gromann nach den Entwürfen von dem Gothaer Hofmaler Johann Lange geschaffen wurden. Sie wurden aus Heldrunger Alabaster hergestellt.Fritz Löffler (Hrsg.): Die Stadtkirche St. Peter und Paul zu Weimar ( =Das christliche Denkmal Heft 86), Union Verlag, Berlin 1973, S. 21. Hier ist fälschlich Johann Friedrich III. angegeben. Sowohl Lange als auch Gromann waren als herzogliche Stipendiaten in den Niederlanden gewesen.Fritz Löffler, Berlin 1973, S. 24.

Gromann zählt mit seinen Epitaphen der herzoglichen Familie zu den bedeutendsten Vertretern der Floris-Renaissance, d. h. einer Stilrichtung nach Cornelis Floris II., in Deutschland.

Literatur Herbert Koch: Sebastian Gromann. Bildhauer in Gotha [Schöpfer des Grabmals Herzog Johann Wilhelm von Sachsen in der Stadtkirche von Weimar], in: Das Thüringer Fähnlein, 7. Jg. (1938), S. 293–296. digital Art. Grabmäler in der Stadtkirche, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 180 f.

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Einzelnachweise

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