Ursula Ganz-Blättler (* 1958) ist eine Schweizer Film- und Fernsehwissenschaftlerin.
Werdegang Sie studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte und promovierte in Mediävistik. Sie arbeitete als Filmkritikerin und war als Assistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik- und Medienwissenschaften (IPMZ) tätig. 2009 habilitierte sie sich an der Universität Fribourg im Bereich Film- und Fernsehwissenschaften. Sie war Dozentin an der School of Humanities and Social Sciences (SHSS) der Universität St. Gallen und an der Universität Fribourg und zudem an der Universität Lugano und der Universität Hildesheim als Assistenzprofessorin tätig.
Früh interessierte sie sich für populäre Unterhaltungskultur und das Medium Fernsehen. In den 90erJahren fokussierte sie sich auf Erzählstrategien zeitgenössischer Fernsehserien. Ausgehend von den amerikanischen Serienproduktionen untersuchte sie deren Übernahme im deutschsprachigen Fernsehen. Neben den Strategien des Erzählens beschäftigt sie auch die Rezeption durch das Publikum, die Fankultur. Mit dem Aufkommen des Internets erweitert sie ihr Interessengebiet auf die aufkommende Hypekultur, Mash-Ups und virale Videos/Digital Storytelling.
Publikationen Andacht und Abenteuer. Berichte europäischer Jerusalem- und Santiago-Pilger (1320–1520). Gunter Narr Verlag, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-4003-4. zus. mit Jolanda Blum: Pilgerkompass. Auf den Spuren des Jakobspilger. Wege zur Schweiz. Verlag Wiese, Basel 1993, ISBN 3-909158-92-7.
Ursula Ganz-Blättler, Brigitte Scherer, Monika Großkopf, Ute Wahl: Morde im Paradies. Amerikanische Detektiv- und Abenteuerserien der 80er Jahre. Ölschläger, München 1995, ISBN 3-88295-206-7. Medien und Aussagen. In: Einführung in die Publizistikwissenschaft. 1996, S. 39–58. Ulrich Saxer, Ursula Ganz-Blättler: Fernsehen DRS: Werden und Wandel einer Institution. Ein Beitrag zur Medienhistoriographie als Institutionengeschichte (= Reihe: Diskussionspunkt. Bd. 35). Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich, Zürich 1998, ISBN 3-908127-16-5. Erika Keil (Hrsg.): Wie im Leben nur dichter. Realitätsgestaltung im "Tatort" und Polizeiarbeit am Tatort. Schule und Museum für Gestaltung, Zürich 1998, ISBN 3-907065-78-6. Man kann nicht nicht unterhalten. Beiträge zur Unterhaltungspublizistik. Lit, Wien/Zürich/Berlin/Münster 2013, ISBN 978-3-643-80148-7.
Signs of Time. Cumulative Narrative in Broadcast Television Fiction (= Medialität – Crossmedialität. Beiträge zur Fernseh- und Onlineforschung. Bd. 4). Lit, Wien/Zürich 2018, ISBN 978-3-643-80273-6.
Einzelnachweise
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