Closing (oder Closing out; ) bezeichnet im Finanzwesen die Glattstellung von Optionsgeschäften. Eine im Bestand befindliche Option wird glattgestellt, indem der entgegengesetzte Finanzkontrakt mit gleichen Ausstattungsmerkmalen gekauft wird.Wolfgang Gerke, Gerke Börsen Lexikon, 2002, S. 194 Beide für sich weisen eigenständige und gegenläufige Finanzrisiken auf, die sich jedoch am gemeinsamen Fälligkeitstag durch Risikokompensation ausgleichen. Die Glattstellung betrifft alle übrigen Handelsobjekte wie Aktien oder Devisen.
Inhalt Das Closing ist ein Sicherungsgeschäft () und damit eine auf Risikominderung abzielende Anlage- oder Handelsstrategie. Da durch das Grundgeschäft und das für dessen Absicherung abgeschlossene Sicherungsgeschäft zwei Geschäfte abgeschlossen wurden und zwei Buchungen auslösen, müssen sie eigentlich am Bilanzstichtag getrennt bewertet werden, obwohl sie in einem wirtschaftlichen Zusammenhang zueinander stehen. Das Hedge Accounting berücksichtigt diesen Zusammenhang.Tristan Nguyen, Bilanzielle Abbildung von Finanzderivaten und Sicherungsgeschäften, 2007, S. 147 ff.
Investmentbanking Im Investmentbanking (Corporate Finance) erfolgt durch das Closing eine gegenseitige Erfüllung der jeweiligen Hauptleistungspflichten, wenn Vertragsabschluss und Vertragserfüllung nicht gleichzeitig (Zug um Zug) erfolgen.Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, Gabler Lexikon Corporate Finance, 2003, S. 101 Beispielsweise gehört zum Closing beim Unternehmenskauf die Übertragung der Anteilscheine (beim Share Deal) oder Vermögenswerte und Schulden (beim Asset Deal) und die Gegenleistung hierfür zu einem festgelegten Stichtag. Dieses Closing erfolgt nur, wenn zuvor die Erfüllungsbedingungen () wie etwa die Genehmigung der Kartellbehörde vorliegen.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Bankwesen Kategorie:Börse Kategorie:Finanzierung Kategorie:Finanzmarkt Kategorie:Risikomanagement Kategorie:Risikomanagement (Bank) Kategorie:Risikomanagement (Versicherung) Kategorie:Englische Phrase