Sigmund Aschenbach (beim Film), auch Siegmund Aschenbach (am Theater), (geboren am 26. Juni 1866 als Sigismund Asch in Posen, Königreich Preußen; gestorben am 19. August 1936 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Stummfilm.

Leben und Wirken Am Theater Über Ausbildung und die frühen Jahre Aschenbachs, der nahezu ausschließlich in Berlin gewirkt haben dürfte, ist derzeit nichts bekannt. Sein erstes nachweisbares Festengagement führte ihn 1897/1898 an das von Otto Brahm geleitete Deutsche Theater. In seiner Anfangszeit trat er mal als Siegmund, aber auch als Sigismund Aschenbach auf die Bühnenbretter. In der Spielzeit 1899/1900 wirkte er am Neuen Theater am Schiffbauer Damm, ein weiteres Festengagement führte ihn in der Spielzeit 1903/04 an das Lessing-Theater, ebenfalls in Berlin. Zwei Spielzeiten darauf holte ihn Ferdinand Bonn an das von ihm geleitete Berliner Theater, wo er bis 1907 blieb. In diesem Jahr wechselte der gebürtige Posener an das Residenztheater der Hauptstadt. Dort blieb er bis in die frühen 1910er Jahre hinein. Anschließend band er sich bis in den Ersten Weltkrieg hinein (Ausnahme: Berlins Trianon-Theater, Spielzeit 1917/18) kaum mehr fest an ein Haus.

Beim Stummfilm Beim Film seit 1915 nur sieben Jahre lang tätig, spielte Aschenbach zumeist soignierte Honoratioren und andere angesehene Vertreter des Bürgertums wie einen Musikprofessor (in Ullas Weg), zwei Grafen (einen in Frauen, die der Abgrund verschlingt und einen in Kaschemmengräfin), einen Präsidenten (in Im Banne des Bösen), einen Baron (in Die Geheimnisse des Zirkus Barré), einen Arzt (in Nacht und Morgen), einen Kommerzienrat (in Hans im Glück) und den titelgebenden Organisten (in Die Tochter des Organisten). Allerdings ist keiner dieser Filme filmhistorisch von Bedeutung. Danach zog sich der Künstler weitgehend ins Privatleben zurück.

Privates Sigmund Aschenbach, dessen Tochter Kitty Aschenbach den Beruf des Vaters erwählt hatte, starb kurz nach der Vollendung seines 70. Geburtstags im Jüdischen Krankenhaus von BerlinLandesarchiv Berlin. Sterberegister Standesamt Berlin XIII a, Nr. 1163/1936 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). Er war von 1893 bis zur Scheidung 1934 mit der Modistin Amalie Aschenbach, geb. Graetz, verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin I, Nr. 38/1893 (online auf Ancestry, kostenpflichtig).

Filmografie 1915: Als die Sabbathlichter erloschen 1915: Hut Nummer EW zweitausendsechs V 1916: Gaugräfin Fifi 1916: Das letzte Spiel 1916: Nacht und Morgen 1916: Schloß und Hütte 1916: Ullas Weg 1916: Im Banne des Bösen 1916: Unter heißer Zone 1916: Es hat nicht sollen sein 1916: Ostpreußen und sein Hindenburg 1917: Und stets kam was dazwischen 1917: Die Diamantenstiftung 1917: Der Erdstrommotor 1918: Irrwege der Liebe 1918: Ein Lied von Haß und Liebe 1918: Die Tochter des Senators 1918: Frauen, die der Abgrund verschlingt 1919: Die törichte Jungfrau 1919: Gepeitscht 1919: Charly Bill 1919: Piccolo-Liebchen 1919: Die Erbschaft von New York 1919: Das Geheimnis des Fabrikanten Henderson 1920: Die Geheimnisse des Zirkus Barré 1920: Die Tochter des Organisten 1920: Tod aus dem Osten 1921: Hans im Glück 1922: Kaschemmengräfin 1922: Wenn Männer richten

Einzelnachweise

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