Theo ist ein überwiegend männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung Beim Namen Theo handelt es sich um eine verselbstständigte Kurzform. Überwiegend bezieht sich der Name auf Theodor und bedeutet aus dem Altgriechischen kommend „Gottesgeschenk“ – aus „Gott“ und „Geschenk“. Seltener wird der Name als Kurzform von Theobald angesehen, wobei das Element theo auf althochdeutsch thiot „Volk“ zurückgeht.

Verbreitung Englischer Sprachraum Der Name Theodor wurde in den USA bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gelegentlich vergeben. Dabei erreichte er jedoch nie die Top-400 der Vornamenscharts. Etwas seltener wurde er in diesem Zeitraum für Frauen gewählt. Nachdem er sich 1945 zuletzt unter den 1000 meistgewählten Jungennamen gefunden hatte, trat er 2010 wieder in diese Hitliste ein und gewann rasch an Popularität. Bereits 5 Jahre später zählte er zu den 500 beliebtesten Jungennamen. 2022 erreichte er mit Rang 99 erstmals eine Platzierung unter den 100 meistgewählten Jungennamen des Landes. In Kanada taucht der Name seit 1980 regelmäßig in den Hitlisten auf. Seit der Jahrtausendwende erlebt er einen starken Schub bei der Beliebtheit. Seit dem Jahr 2020 befindet er sich dauerhaft in den Top-30.

In Australien trat der Name bereits 2019 in die Top-100 der Vornamenscharts ein und belegte im Jahr 2022 bereits Rang 40. In Neuseeland erreichte Theo seine erste Top-100-Platzierung im Jahr 2013 und gewann seitdem fast jedes Jahr an Popularität. Im Jahr 2022 erreichte der Name Rang 23 der Hitliste.

Auch im Vereinigten Königreich erfreut sich der Name Theo großer Beliebtheit. In England und Wales war er bereits in den 1990er Jahren geläufig. Seit 2006 zählt er zu den 100 meistgewählten Jungennamen, vier Jahre später stieg er in die Top-50 auf. Im Jahr 2019 belegte er auf der Hitliste Rang 15. In Nordirland stieg der Name zwar erst im Jahr 2013 in die Top-100 der Vornamenscharts auf, erreichte jedoch bereits sieben Jahre später die Top-10 und stand im Jahr 2022 auf Rang 4 der Hitliste. Auch in Schottland zählte Theo im Jahr 2013 erstmals zu den 100 meistgewählten Jungennamen und nahm rasch an Popularität zu. Mit Rang 9 erreichte er im Jahr 2022 erstmals die Top-10 der Vornamenscharts.

In Irland gehört Theo seit 2017 zur Top-100 der Vornamenscharts und belegte im Jahr 2022 Rang 21.

Skandinavien In Dänemark nimmt der Name Theo insbesondere seit den 2010er Jahren an Beliebtheit zu. Seit 2015 zählt er zu den 50 meistgewählten Jungennamen des Landes. Im Jahr 2022 stand der Name mit 363 Vergaben auf Rang 13 der Hitliste. Im Jahr 2022 trugen insgesamt 2477 Dänen den Vornamen Theo.

In Norwegen gewinnt Theo seit der Jahrtausendwende an Popularität. Mit Rang 95 erreichte er im Jahr 2005 erstmals die Top-100 der Vornamenscharts. Dabei wurde er an 0,249 % aller Neugeborenen vergeben. Im Jahr 2022 erreichte er mit Rang 27 seine bislang höchste Platzierung in den Vornamenscharts. Insgesamt wurde er in diesem Jahr an 0,705 % der Neugeborenen vergeben.

Der Name Theo trat in Schweden bereits im Jahr 2001 in die Top-100 der Vornamenscharts ein. Neun Jahre später erreichte er mit Rang 9 seine bislang einzige Platzierung unter den 10 beliebtesten Jungennamen des Landes. Seitdem sank seine Popularität leicht. Zuletzt belegte er Rang 17 der Hitliste (Stand 2023). Insgesamt tragen 10.731 Männer in Schweden Theo als Vornamen, bei 9.453 davon handelt es sich um den Rufnamen. Ihr durchschnittliches Alter beträgt 11 Jahre. Darüber hinaus tragen 24 Frauen den Rufnamen Theo, 11 weitere den Zweitnamen. Ihr durchschnittliches Alter beträgt 26,6 Jahre.

In Finnland wird der Name Theo relativ selten vergeben, jedoch nahm auch hier die Beliebtheit in den vergangenen Jahren zu. Von 2010 bis 2019 wurden 422 Jungen Theo genannt. Zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 20. November 2023 wurde der Name an 224 Jungen vergeben.

Europa Die Schreibvariante Théo befindet sich in Belgien seit dem Jahr 2001 in den Top-30. In Frankreich wird der Name seit 1930 jährlich in der Namensgebung berücksichtigt. Bis Mitte der 1980er Jahre war er eher mäßig beliebt, danach stieg seine Popularität stark an. Seit Anfang der 1990er Jahre befindet sich der Name in den Top-100. Um die Jahrtausendwende gehörte er zu den 10 beliebtesten Jungennamen. Von 1930 bis 2023 wurde der Vorname etwa 131.000 Mal gewählt. Der Name kommt in den Niederlanden seit 1930 regelmäßig in den Vornamenscharts vor und gilt als mäßig beliebt. In den letzten 10 Jahren wurden etwa 260 Jungen so genannt. Seit der Jahrtausendwende wird der Name in Polen fast jährlich vergeben. In Tschechien befand sich der Name seit 1935 nur in den Jahren 2013 und 2015 in den Top-200 der Vornamenscharts.

In Italien tauchte der Name in den Jahren 2022 und 2023 in den Top-200 der Hitlisten auf. Im Jahr 2018 belegte der Name in Portugal den 97. Rang.

Deutscher Sprachraum Seit den 2000er Jahren nimmt die Beliebtheit des Namens Theo in Österreich zu. Im Jahr 2009 zählte der Name erstmals zu den 100 beliebtesten Jungennamen des Landes, nachdem er die Liste im darauffolgenden Jahr kurzzeitig wieder verließ, findet er sich seit 2011 ungebrochen in der Top-100 der österreichischen Vornamenscharts. Im Jahr 2022 erreichte er mit Rang 20 der Hitliste. Dabei wurde er 399 Mal (0,94 %) vergeben.

Theo wird in der Schweiz seit 1930 jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1930 bis in die 1950er Jahre war seine Beliebtheit rückläufig, seit Anfang der 1990er Jahre befindet sich der Name hingegen wieder im Aufwärtstrend. Während noch in den 2000er und frühen 2010er Jahren die französische Variante Théo zu den 100 beliebtesten Jungennamen zählte, wurde diese Namensform schließlich von der deutschen Variante Theo abgelöst. Seit 2018 zählt Theo zu den 100 meistgewählten Jungennamen der Schweiz. Im Jahr 2022 erreichte der Name Rang 49, während seine Variante Théo mit Rang 96 nach sieben Jahren erstmals wieder zur Top-100 der Vornamenscharts zählte. Von 1930 bis 2023 wurde der Name rund 4.600 Mal vergeben.

Obwohl Theo als Spitzname in Deutschland schon lange geläufig ist, wird er als eingetragener Vorname erst seit den 1990er Jahren vermehrt vergeben. Im Jahr 2009 fand er sich erstmals unter den 100 beliebtesten Jungennamen. Seitdem gewinnt der Name weiter an Popularität. Gemäß der Auswertungen von Knud Bielefeld, die etwa 34 % der in Deutschland geborenen Babys erfasst, belegte der Name im Jahr 2022 Rang 6 der Hitliste, und fand sich damit erstmals unter den 10 beliebtesten Jungennamen. Die umfassendere Auswertung der GfdS, die ca. 90 % der beurkundeten Namen erfasst, konnte bislang keine Top-10-Platzierung bekunden (Stand 2023), jedoch sieht sie den Namen im Jahr 2022 sowohl in der Region Nord (Postleitzahlbereich 16000 bis 29999) als auch in der Region Ost (Neue Länder) auf Rang 6 der regionalen Hitliste.

Varianten Die spanische, italienische, kroatische und slowenische Variante des Namens lautet Teo. Im Französischen wird der Name Théo geschrieben.

Die weibliche Variante des Namens lautet Thea.

Für weitere Varianten: siehe Theodor#Varianten oder Theobald#Varianten

Namensträger

A Theo Aaldering (1920–1979), deutscher Gewichtheber Theo Abazis (* 1967), griechischer Komponist Theo Adam (1926–2019), deutscher Opernsänger (Bassbariton) und -regisseur Theo Aeckerle (1892–1966), deutscher Maler der Moderne Theo Akkermann (1907–1982), deutscher Bildhauer Theo Albrecht (1922–2010), deutscher Unternehmer Theo Albrecht junior (* 1950), deutscher Unternehmer und Sohn des Aldi-Nord Gründers Theo Albrecht Theo Altenberg (* 1952), deutscher Fotograf, Filmemacher und Performer Theo Altmeyer (1931–2007), deutscher Opernsänger (Tenor) und Gesangspädagoge Theo Angelopoulos (1935–2012), griechischer Filmregisseur

B Theo Balden (1904–1995), deutscher Bildhauer und Graphiker Theo Balle (1925–2015), deutscher Politiker (CDU), MdL Theo Ballmer (1902–1965), Schweizer Graphiker, Lithograf und Fotograf Theo Bamberg (1875–1963), niederländisch-US-amerikanischer Zauberkünstler Theo J. Bastiaens (* 1968), niederländischer Pädagoge und Hochschullehrer Theo Bechteler (1903–1993), deutscher Bildhauer und Kunstmaler Theo Becker (1927–2006), deutscher Önologe Theo Becker (1916–1991), deutscher Chirurg und Hochschullehrer Theo Benesch (1899–1954), deutscher Politiker (NSDAP), MdR Theo Berger (1941–2003), deutscher Gewaltverbrecher Theo Berkelmann (1894–1943), deutscher Politiker (NSDAP), MdR und SS-Obergruppenführer Theo Betz (1907–1996), deutscher Politiker (CSU), Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Neumarkt in der Oberpfalz Theo Bierkens (* 1955), niederländischer Kameramann Theo Bischoff (1926–1997), deutscher Agrarwissenschaftler, insbesondere der Verfahrenstechnik in der Tierproduktion Theo Bleckmann (* 1966), deutscher Jazzsänger Theo Bleser (1918–1974), deutscher Maler von Filmplakaten und Werbegrafiker Theo Blum (1883–1968), deutscher Landschaftsmaler und Radierer Theo Bodewig (* 1946), deutscher Rechtswissenschaftler Theo van den Boogaard (* 1948), niederländischer Comiczeichner Theo Bos (* 1983), niederländischer Radrennfahrer Theo Bos (1965–2013), niederländischer Fußballspieler und -trainer Theo Bosch (1929–2020), deutscher Ingenieur, Entwickler der elektronischen Weitenmessung in der Leichtathletik Theo Bot (1911–1984), niederländischer Politiker und Diplomat Theo van Boven (1934–2026), niederländischer Jurist und emeritierter Professor des Völkerrechts an der Universität Maastricht Theo Brand (1925–2016), deutscher Komponist, Musikpädagoge und Organist Theo Brandmüller (1948–2012), deutscher Komponist und Organist Theo Braun (1922–2006), österreichischer Maler und Grafiker Theo Breidenbach (1928–2019), deutscher Werbefachmann Theo Breider (1903–1993), münsterländischer Schriftsteller Theo Breuer (* 1956), deutscher Schriftsteller und Herausgeber Theo Breuer (1909–1980), deutscher Fußballspieler Theo von Brockhusen (1882–1919), deutscher Maler Theo Bruce (1923–2002), australischer Weitspringer Theo Buchwald (1902–1960), peruanischer Dirigent Theo Buck (1930–2019), deutscher Germanist und Biograf Theo Bücker (* 1948), deutscher Fußballspieler und -trainer Theo Bungarten (* 1946), deutscher Germanist Theo Burauen (1906–1987), deutscher Politiker (SPD), MdL, Oberbürgermeister der Stadt Köln (1956–1973) Theo Burlage (1894–1971), deutscher Architekt

C Theo Campanelli, italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor Theo Carlen (1928–1984), deutscher Politiker (CDU) Theo Champion (1887–1952), deutscher Maler Theo Clausen (1911–1985), deutscher Basketballtrainer und -funktionär Theo Corbeanu (* 2002), kanadisch-rumänischer Fußballspieler Theo Coster (1928–2019), niederländischer Klassenkamerad Anne Franks, Spieleerfinder, Autor, Filmemacher Theo Croker (* 1985), US-amerikanischer Jazztrompeter und Sänger Theo Custers (* 1950), belgischer Fußballtorwart

D Theo Devaney (* 1984), britischer Schauspieler Theo Diegelmann (1939–2026), deutscher Fußballspieler Theo Diergaardt (1970–2020), namibischer Politiker Theo Dietzel (1926–2014), deutscher Maler Theo Dockx (* 1945), belgischer Radrennfahrer Theo van Doesburg (1883–1931), niederländischer Maler und Kunsttheoretiker Theo Doyer (1955–2010), niederländischer Hockeyspieler Theo van Duivenbode (* 1943), niederländischer Fußballspieler

E Theo Eble (1899–1974), Schweizer Maler und Grafiker Theo Eckardt (1910–1977), deutscher Botaniker Theo Effenberger (1882–1968), deutscher Architekt und Hochschullehrer Theo Eggert (1905–1959), deutscher Ingenieur und Fußballfunktionär Theo Eggink (1901–1965), deutscher Holzbildhauer und Scherenschnittkünstler Theo Elm (* 1944), deutscher Germanist und Hochschullehrer Theo Eltink (* 1981), niederländischer Radrennfahrer Theo Ennisch (1905–1989), deutscher Schauspieler bei Bühne und Fernsehen Theo Eppig (1905–1964), deutscher Notar und Mitglied des Bayerischen Senats