Das Durchgangslager Pirmasens war ein ZivilarbeitslagerMartin Weinmann (Hrsg.): Das nationalsozialistische Lagersystem (CCP) – Catalogue of Camps and Prisons in Germany and German-Occupied Territories 1939-1945, 3. Auflage Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-86150-261-5, S. 514. in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Pirmasens Nord.
Geschichte Das Gelände um diesen Bahnhof war zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges ein großes Lager. Die rund 50 Baracken des Lagers konnten rund 4060 Menschen aufnehmen. Das Lager wurde von der Deutschen Arbeitsfront betrieben, dort wurden ankommende Ostarbeiter aufgenommen und an die Arbeitsstellen verteilt.
Heute ist von dem ehemaligen Lager fast nichts mehr erhalten; das Gelände wird größtenteils von den Pfalzwerken genutzt. Zwei betonierte Bodenplatten sind wahrscheinlich noch aus der früheren Lagerzeit erhalten. Auf dem Friedhof des nahe Dorfes Donsieders, auf dessen Gemarkung das Lager lag, gibt es heute noch einige Gräber osteuropäischer Lagerinsassen. Der Friedhof des Lagers wurde nach 1945 nach Mainz-Mombach auf den Waldfriedhof verlegt, dazu wurden die Überreste von 502 Verstorbenen umgebettet.
Literatur und Quellen Westpfalz-Wiki zum Zwangsarbeiterlager Biebermühle bei Pirmasens Hedwig Brüchert: Zwangsarbeit 1939–1945 – der "Arbeitseinsatz" von zivilen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in den Regionen des heutigen Landes Rheinland-Pfalz 1940er: Größtes Zwangsarbeiterlager im Land in Die Rheinpfalz vom 11. Januar 2021 Das fast verschwundene Zwangsarbeiterlager in Die Rheinpfalz vom 8. Januar 2021
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk im Landkreis Südwestpfalz Kategorie:Donsieders Kategorie:Deutsche Arbeitsfront Pirmasens Kategorie:Erbaut in den 1940er Jahren Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Rheinland-Pfalz