mini|Wappen derer von Groende im Wappenbuch des Westfälischen Adels Groende () ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Bei dem Geschlecht handelt es sich um eine ursprünglich holländische Familie, die einige Jahre später in Soest ansässig wurde.Spießen (1901–1903), S. 61.

1417 erscheint ein Ernst van Groende, gemeinsam mit seiner Mutter Hampe Dynkelborges, Burgfrau zu Borgentrike, als sie vom Paderborner Kloster Abdinghof einen Zehnten zu Leysmar kauften.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 608u / Kloster Abdinghof, Paderborn / Urkunden, Nr. 579, abgerufen am 19. November 2023. 1448 tritt ein Aleff de Grande als Zeuge einer Münsteraner Urkunde auf.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 194u / Gesamtarchiv von Romberg / Urkunden, Nr. 391, abgerufen am 19. November 2023. Vermutlich derselbe reversierte 1451 über seine Belehnung mit der Freigrafschaft Merfold und den Freistühlen zu Vlomessem bei Coesfeld, Harstehuysen, ter Heghe, Wettermannynck, ther Duystermoilen, Freyenhagen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, A 033u / Oberfreigrafschaft Arnsberg und Freigrafschaft Züschen / Urkunden, Nr. 67, abgerufen am 19. November 2023. 1522 bürgte Johann von Groende für einen Mindener Schuldbrief,Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, D 301u / Fürstentum und Domkapitel Minden / Urkunden, Nr. 410, abgerufen am 19. November 2023. ebenso wie Aleph Grande 1539 für eine Münsteraner Urfehdeurkunde.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, U 194u / Gesamtarchiv von Romberg / Urkunden, Nr. 1298, abgerufen am 19. November 2023.

Ab 1655 erscheint ein Oberstleutnant Johann von Groende, Kommandant zu Lippstadt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, D 002 / Kleve-Märkische Regierung, Landessachen, Nr. 750, abgerufen am 19. November 2023. 1661 führte derselbe Klage gegen die Nichtbezahlung einer Pacht von den Gelmer Ländereien in der Soester Gegend.Stadtarchiv Soest, A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 5087, abgerufen am 19. November 2023. 1666 und noch 1674 war die Stadtkellnerei bzw. Rentmeisterei der Stadt Soest an ihn verpachtet.Stadtarchiv Soest, A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 4521 und Nr. 4522, abgerufen am 19. November 2023. Weitere Unterlagen zu demselben im Stadtarchiv Soest reichen bis in die Jahre 1693/94.Stadtarchiv Soest, A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 4401 und Nr. 5348, abgerufen am 19. November 2023.

1712 entwarf Anna Maria Margareth von Groende, verwitwete Borneman, einen Vertrag für eine Ehe mit Johann Florenz von Krane zu Brockhausen bei Soest.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Bro.Ak / Brockhausen, Akten, Nr. Bro.Ak - 275, abgerufen am 19. November 2023.

Laut Spießen erlosch die Familie um 1750.

Wappen Blasonierung: In Gold ein schrägrechts liegender gestümmelter brauner Baumstamm, an jeder Seite mit jeweils drei Ästen. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken ein goldener Flügel mit dem Baumstamm belegt.

Literatur Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 61 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tafel 144 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht