Amanda Babaei Vieira ( * 27. Oktober 1991Über uns, auf svszlachta.com, abgerufen am 14. Dezember 2023 in Hildesheim) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben Amanda Babaei Vieira wuchs dreisprachig in Hildesheim auf. Ihr Vater wurde in Rio de Janeiro, Brasilien geboren, ihre Mutter ist Iranerin. Sie spielte zwischen 2013 und 2023 als Gast in diversen Inszenierungen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Weitere Engagements führten sie an das Volkstheater Wien, wo sie im Rahmen der Wiener Festwochen in dem Stück Wir Hunde von SIGNA spielte. Die Inszenierung gewann den Nestroy-Spezialpreis 2016 und wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen besprochen„Ich saß da so an einem Tisch mit vielleicht vier oder fünf anderen Menschen und um uns herum strich Trixi (Amanda Babaei Vieira), die, was ihr Hundsch-Dasein anging, eine unglaublich beeindruckende Mimik gehabt hat- und das hat mich total fasziniert.“

In: Theresa Schütz: Theater der Vereinnahmung: Publikumsinvolvierung im immersiven Theater, S. 236.. Am Nationaltheater Mannheim spielte sie in der Performance-Installation Das Heuvolk im ehemaligen Benjamin-Franklin-Village. Für ihre Rolle in Das Halbe Leid am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde sie als Nachwuchsschauspielerin des Jahres 2018 nominiert.

Sie arbeitete auch als Co-Regisseurin der Aktionskunst-Performance Das Revier, die 2022 auf Kampnagel Premiere feierte.

Mit dem Stück Die Ruhe in der Regie von Signa Köstler am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde sie zum Theatertreffen 2022 eingeladen. Für ihre Darstellung erhielt Amanda Babaei Vieira zwei Nennungen als Nachwuchsschauspielerin des Jahres 2022.

Die Inszenierung Woyzeck vom Theater an der Ruhr, an der Amanda Babaei Vieira als Co-Autorin und Schauspielerin beteiligt ist, wurde zum Fast Forward Festival am Staatsschauspiel Dresden eingeladen.

An der Volksbühne Berlin spielte sie in Golda Bartons Sistas!, einer Adaption von Anton Tschechows „Drei Schwestern“. Für die Rolle Natty wurde Amanda Babaei Vieira 2023 erneut als Nachwuchsschauspielerin des Jahres nominiert. Golda Barton gewann den Titel der besten Nachwuchsautorin 2023. Das Stück bekam den Publikumspreis des Radikal Jung-Festivals 2023 „Mit Tempo und Charme, für die vor allem Pianistin MING … und Amanda Babaei Vieira verantwortlich zeichnen, kamen die Berliner in München am besten an: Sie holten den mit 4000 Euro dotierten Publikumspreis.“. Es wurde zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen, für das Theatertreffen nominiert und in der Theater Heute abgedruckt.

Amanda Babaei Vieira erhielt 2024 den Ulrich-Wildgruber-Preis.

Theater (Auswahl) 2013–2014: Schwarze Augen, Maria, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2013–2014: Frühlings Erwachen 2.0, Theater für Niedersachsen 2015–2016: Söhne & Söhne, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2016: Wir Hunde / Us Dogs, Wiener Festwochen, Volkstheater Wien 2017: Das Heuvolk, Nationaltheater Mannheim 2017: Zu Ende Spielend, Kraftwerk Bille 2017–2018: Das Halbe Leid, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2019: The Beast, Regie: (LA)HORDE, Kampnagel 2019: Miese Deals. A customer's journey, Kampnagel 2019: Det Åbne Hjerte / The Open Heart, Aarhus Festuge 2019: Playthings / игрушки, New European Theatre Festival St Petersburg 2020: Die Kränkungen der Menschheit, Regie: Anta Helena Recke, Kampnagel 2020: STERBEN in Oberhausen, Theater Oberhausen 2021: VYRE. Eine immersive Installation, Regie: A.Babaei Vieira, W.Neite, C.Ramm, L.Vetter, Lichthof Theater 2021: Sterben, Regie: Kaufmann / Witt, Kampnagel 2021–2022: Die Ruhe, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Berliner Theatertreffen 2022: Das Revier, Regie: A.Babaei Vieira, W.Neite, C.Ramm, R.Ritterbusch, Kampnagel 2022–2025: Sistas!, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz 2023–2025: Woyzeck, Theater an der Ruhr 2023: Das 13. Jahr, Regie: Signa Köstler, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2024–2025: Café Populaire Royal, Regie: Nurkan Erpulat, Maxim Gorki Theater Berlin

Filmografie (Auswahl)

2016: Hundsch, komm heim, Regie: Arthur Köstler 2019: Lucia, Regie: Mohammad Poori 2020: Sex in Deutschland, Regie: Wanja Neite 2021: Intermezzos, Regie: Visnja Sretenovic 2022: Störung, Regie: Constantin HatzStörung, auf kino-zeit.de 2023: Atlantis – Das Making-Of, Regie: Meera Theunert 2023: Nevermind, Regie: Marie Rabanus 2024: Paint, Regie: Alice D'Orazio 2024: Rusalki, Regie: Sasha Levkovich 2025: Maya & Samar, Regie: Anita Doron 2025: Beton, Regie: Linda Stockfleth, Anna Gronostayskaya 2025: Identitti, Regie: Randa Chahoud

Auszeichnungen

2016 Nestroy-Spezialpreis 2018 Nominierung beste Nachwuchsschauspielerin Theater Heute 2020 Reumertpreis beste Performance 2022 Nominierung beste Nachwuchsschauspielerin Theater Heute 2022 Berliner Theatertreffen 2023 Radikal jung – Publikumspreis 2023 Nominierung beste Nachwuchsschauspielerin Theater Heute 2024 Ulrich-Wildgruber-Preis

Einzelnachweise

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